VG-Wort Pixel

Einen Tag nach Geburt Mutter verweigert Milch: Augsburger Zoo lässt Nashorn-Baby einschläfern

Augsburg
Das Nashornbaby "Kibo" galoppiert durch ein Freigehege im Zoo von Augsburg. Bei "Kibo" verweigerte "Kibibi" schon einmal die Milch. Damals gelang es, das Tier per Flasche zu ernähren.
© Karl-Josef Hildenbrand / Picture Alliance
Der Augsburger Zoo hat ein Nashorn-Baby einschläfern lassen, da Mutter "Kibibi" diesem keine Milch geben wollte. Das Tier war am Donnerstag überraschend auf die Welt gekommen. Hinweise auf die Schwangerschaft der Mutter gab es nicht.

Weil die Mutter ihm keine Milch geben wollte, hat der Augsburger Zoo ein Nashorn-Baby einen Tag nach der Geburt einschläfern lassen. "Trotz intensiver Bemühungen der Pfleger und der betreuenden Tierärzte war es nicht möglich, dem Kalb den Zugang zur Milchquelle zu ermöglichen", teilte der Zoo am Dienstag mit. Weil das Jungtier am Freitagabend sehr geschwächt gewesen sei, habe der Tierpark "schweren Herzens" entschieden, den Nashorn-Nachwuchs einzuschläfern, "um ihm weiteres Leiden zu ersparen".

Überraschende Geburt im Augsburger Zoo

Der Zoo war nach eigenen Angaben am Donnerstag von der Geburt des Nashorn-Babys überrascht worden. Zuvor hätten Hormonuntersuchungen bei der Mutter "Kibibi" keinen Hinweis darauf gegeben, dass diese schwanger sein könnte. Das Weibchen hatte schon nach der Geburt des Bullen "Kibo" vor fünf Jahren die Milch verweigert, Tierpfleger hatten den Bullen deshalb mit der Flasche großgezogen. Warum das dieses Mal nicht möglich war, blieb zunächst unklar.

Indien verbrennt 2500 Nashorn-Hörner im Kampf gegen den illegalen Handel

Sehen Sie im Video: Im indischen Bundesstaat Assam werden 2500 Nashorn-Hörner vernichtet. Die Behörden möchten damit gegen den illegalen Handel der wertvollen Ware vorgehen. Außerdem soll auf die Notwendigkeit aufmerksam gemacht werden, die seltenen Tiere zu schützen.

stz dpa

Mehr zum Thema