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Krankenhausgesellschaft Kliniken wollen schnelle Hilfe zum Schutz vor Pleitewelle

Ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Krankenhaus" weist den Weg zur Klinik. Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild
Ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Krankenhaus" weist den Weg zur Klinik. Foto
© Marcus Brandt/dpa/Symbolbild
Kliniken in Brandenburg werden aus Sicht der Krankenhausgesellschaft in Zahlungsschwierigkeiten kommen, wenn der Bund angesichts der Kostensteigerung keine schnelle Nothilfe leistet. In diesem Jahr noch drohten Liquiditätsengpässe bei dem ein oder anderen Krankenhaus, dies werde sich aber vor allem im kommenden Jahr zeigen, sagte der Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg (LKB), Detlef Troppens, am Donnerstag in Potsdam.

Kliniken in Brandenburg werden aus Sicht der Krankenhausgesellschaft in Zahlungsschwierigkeiten kommen, wenn der Bund angesichts der Kostensteigerung keine schnelle Nothilfe leistet. In diesem Jahr noch drohten Liquiditätsengpässe bei dem ein oder anderen Krankenhaus, dies werde sich aber vor allem im kommenden Jahr zeigen, sagte der Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg (LKB), Detlef Troppens, am Donnerstag in Potsdam.

Energiekrise und Inflation, aber auch schwer stemmbare Investitionen gefährdeten die Kliniken. "Kurzfristig brauchen wir einen Inflationsausgleich, damit es nächstes Jahr nicht zur Pleitewelle kommt", so Troppens. Auch Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sagte am Donnerstag, der Bund müsse sehr schnell helfen.

Das Krankenhaus Spremberg (Kreis Spree-Neiße), das nach Ministeriumsangaben um die 130 Betten hat, beantragte vor etwa zehn Tagen eine Planinsolvenz als Schutzschirmverfahren. Damit soll die Möglichkeit einer Unternehmenssanierung gegeben sein. Die Krankenhausgesellschaft und auch Nonnemacher äußerten sich nicht zur Frage, ob bereits weitere Kliniken Insolvenz beantragt haben. In Brandenburg gibt es dem Ministerium zufolge 66 Krankenhaus-Standorte.

dpa

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