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Das Wichtigste zur Bundestagswahl aus dem Saarland

Bundestagswahl
Ein Wähler wirft seinen Stimmzettel in die Wahlurne. Foto: Michael Kappeler/dpa
© dpa-infocom GmbH
An der Bundestagswahl nehmen insgesamt 47 Parteien teil. Im Saarland wählbar mit der Zweitstimme sind nur 15 davon. Die Grünen fehlen.

Die CDU ist nicht nur im saarländischen Landtag stärkste Kraft - sie hat auch die Bundestagswahlen im Saarland 2013 und 2017 gewonnen. Am 26. September werden die Karten neu gemischt. Alles Wichtige zur Wahl von der Saar:

- DIE FAKTEN: Rund 780.000 Wahlberechtigte sind in dem kleinsten Flächenland der Republik zur Stimmabgabe aufgerufen. 15 Parteien und Wählergruppen schicken ihre Kandidaten auf Landeslisten ins Rennen. Neben den vier im Saarbrücker Landtag vertretenen Parteien CDU, SPD, Linke und AfD sind unter anderem die FDP, die Freien Wähler, die Piratenpartei und die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) dabei. Volt tritt zum ersten Mal an. Bei der Wahl 2017 lag die Beteiligung bei 76,6 Prozent.

- DAS WAHLSYSTEM: Jeder Wähler hat zwei Stimmen - eine Erststimme für die Wahl eines Abgeordneten aus einem Wahlkreis, eine Zweitstimme für die Landesliste einer Partei. Im Saarland gibt es zur Bundestagswahl vier Wahlkreise: Saarbrücken, Saarlouis, St. Wendel und Homburg.

- DIE AUSGANGSLAGE: Gewinner der Wahl vor vier Jahren war die CDU: Sie holte 32,4 Prozent, die SPD kam auf 27,1 Prozent der Zweitstimmen. Die Linke landete mit 12,9 Prozent vor der AfD (10,1), der FDP (7,6) und den Grünen (6,0).

- DIE ABGEORDNETEN: Das Saarland ist derzeit in Berlin mit zehn Abgeordneten vertreten. Von der CDU sind es drei, die ihren Wahlkreis direkt gewonnen haben - ein Direktmandat ging an die SPD. Über die Landeslisten gewählt wurden außerdem zwei SPD-Abgeordnete. Jeweils ein Mandat ging an Linke, AfD, FDP und Grüne.

- DIE SPITZENKANDIDATEN: Für die CDU geht Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ins Rennen, die erstmals für den Bundestag kandidiert. Die Saar-SPD wird von Außenminister Heiko Maas angeführt. An der Spitze der Linken steht erneut Thomas Lutze, die AfD tritt wieder mit Christian Wirth an, die FDP erneut mit Oliver Luksic.

- DIE AUSSENSEITER: Die Grünen treten mit keiner Landesliste an, sondern schicken nur Direktkandidaten ins Rennen. Der Grund: Die grüne Landesliste wurde final vom Bundeswahlausschuss abgelehnt - weil bei der Listenaufstellung 49 Delegierte aus dem Ortsverband Saarlouis ausgeschlossen worden waren. Hintergrund ist ein schwerer Streit innerhalb der Landespartei.

- DER WAHLKAMPF: Ein zentrales Thema ist die Zukunft der Stahl- und Automobilindustrie - die beiden wichtigsten Industrie-Standbeine im Land. Diese stehen angesichts von Umstellungen auf umweltfreundliche Produktion vor großen Umwälzungen. Auch der weitere Umgang mit der Corona-Pandemie und mögliche Einschränkungen spielen im Wahlkampf eine Rolle.

- DAS PROMI-DUELL: Im Wahlkreis Saarlouis treten Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Heiko Maas erneut gegeneinander an. Bei der Wahl 2017 hatte Maas in Saarlouis gegen Altmaier verloren und war über die SPD-Landesliste in den Bundestag eingerückt. Altmaier hatte das Direktmandat in dem Wahlkreis bereits 2009, 2013 und 2017 für die CDU gewonnen. Beide Saarländer kommen gebürtig aus dem Kreis.

dpa

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