VG-Wort Pixel

Frauen schwer verletzt: Polizist unter Totschlagverdacht

Polizei Blaulicht
Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild
© dpa-infocom GmbH
Ein Polizist soll in Neubrandenburg zwei Frauen misshandelt und Feuer in ihrer Wohnung gelegt haben. Nachbarn holten rechtzeitig Hilfe. Der Polizist flüchtete, wurde aber gefasst. Das Motiv ist noch unklar.

Ein Polizist aus dem Landkreis Rostock soll am Montag in Neubrandenburg zwei Frauen misshandelt und in deren Wohnung ein Feuer gelegt haben. Der 56-Jährige wurde in der Nacht an seinem Wohnort festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg am Dienstag mitteilte. Dem Mann wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Die Frauen wurden schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Über einen Haftbefehl wollte die Staatsanwaltschaft am Dienstag nach einer Vernehmung entscheiden. Zum Motiv wurden noch keine Angaben gemacht.

Das Feuer war am Montagnachmittag in der Wohnung der Frauen in einem Mehrfamilienhaus in der Oststadt ausgebrochen. Die Feuerwehr habe den Brand im Flur der Wohnung schnell löschen können. Die 69-jährige Mieterin und ihre 33 Jahre alte Mitbewohnerin wurden mit schweren Verletzungen gefunden, die von stumpfer Gewalt herrührten, wie es hieß. Nachbarn hatten schon ein Kleinkind aus der Wohnung geholt und Retter alarmiert. Die beiden Frauen kamen in Kliniken, auch das elf Monate alte Kleinkind, das die Tochter der 33-Jährigen sei.

Laut Staatsanwaltschaft ähnelten sich die Verletzungsbilder. Die Ermittlungen führten auf die Spur des 56-Jährigen, der die Frauen gekannt haben soll, hieß es. Er habe sich widerstandslos an seinem Wohnort festnehmen lassen. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Durch das Polizeipräsidium Rostock würden disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet und es werde das Verbot zum Führen der Dienstgeschäfte ausgesprochen.

dpa

Mehr zum Thema