Die Läufer-Asse Richard Ringer und Samuel Fitwi jagen beim Frankfurt-Marathon am 25. Oktober Amanal Petros und dessen deutschen Rekord. Nach Ringer und Fitwi präsentierten die Veranstalter auch Petros als Teilnehmer bei der 43. Auflage des Rennens am Main. Der 31-Jährige von Hannover 96 hat eine noch viel anspruchsvollere Bestzeit im Auge.
„Ich freue mich schon mehr als ein Jahr, den Europarekord zu laufen. Ich traue mir das zu“, sagte Petros bei einer Pressekonferenz. „Das ist sehr schwer. Menschen sind ja auch keine Maschinen. Aber ich träume schon davon.“ Der Belgier Bashir Abdi rannte die klassische 42,195-Kilometer-Strecke 2021 in Rotterdam in bisher für Europäer unerreichten 2:03:36 Stunden.
Fitwi und Ringer mit starken Zeiten
Petros, der Überraschungs-Zweite der WM 2025 von Tokio, hatte im vergangenen Dezember in Valencia in 2:04:03 Stunden eine nationale Bestmarke aufgestellt. Ex-Rekordler Fitwi glänzte zuletzt auf der eher schwierigen Strecke in Hamburg im April als Zweiter in 2:04:45 Stunden. Der 30-Jährige vom Verein Silvesterlauf Trier will am Main „auf jeden Fall auf Sieg laufen“.
Ex-Europameister Ringer vom LC Rehlingen war derweil in Boston in die Saison gestartet - und legte dort als Achter eine persönlichen Bestzeit (2:04:47) vor. Der letzte deutsche Sieger in Frankfurt war 1997 Michael Fietz.
Frankfurts flacher Kurs
Auf der „schnellsten Strecke der Welt“ (Renndirektor Jo Schindler) in Frankfurt muss sich Petros nun seinen beiden deutschen Herausforderern stellen. Der gebürtige Eritreer landete beim diesjährigen London-Marathon in 2:08:31 Stunden auf dem 15. Platz. An der Themse blieb der Kenianer Sabastian Sawe mit seiner Siegerzeit von 1:59:30 Stunden als erster Mensch bei einem offiziellen Rennen unter der magischen Schallmauer von zwei Stunden.
„Es geht immer um Erfahrung sammeln“, sagte Petros im Rückblick - auch auf die Weltmeisterschaft, als der Außenseiter bei einem Fotofinish Alphonce Simbu aus Tansania noch Gold überlassen musste. „Tokio war eigentlich perfekt. Es gab ein kleines Problem: Auf den letzten 15 Metern habe ich nach hinten geguckt und meinem Gegner Schwäche gezeigt.“