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Personalie Designierter CDU-Landeschef: Präsentieren ein gutes Team

Sebastian Lechner, neuer Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, gibt nach der CDU-Fraktionssitzung im Landtag ein Pressestatemen
Sebastian Lechner, neuer Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, gibt nach der CDU-Fraktionssitzung im Landtag ein Pressestatement ab. Foto
© Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild
In wenigen Tagen kommt Niedersachsens CDU zu einem Parteitag zusammen. Dabei stehen mehrere Wahlen im Vordergrund. Der designierte Landeschef setzt beim Personal auf eine Mischung.

Niedersachsens designierter CDU-Chef Sebastian Lechner sieht seine Partei gut aufgestellt mit dem zur Wahl stehenden neuen Landesvorstand. Es gebe eine Mischung aus neuen und bewährten Köpfen, sagte Lechner der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Bei einem Landesparteitag am Samstag (21. Januar) in Braunschweig wählen die Christdemokraten einen neuen Landesvorstand. Lechner ist der einzige Kandidat für den Landesvorsitz. Nach der Wahlniederlage im vergangenen Herbst hatte CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann den Rückzug vom Landesvorsitz angekündigt.

Als Generalsekretär kandidiert Landtagsabgeordneter Marco Mohrmann, als stellvertretende Landesvorsitzende die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, die Europaparlamentsabgeordnete Lena Düpont sowie der frühere Landesfinanzminister Reinhold Hilbers.

Zum eigenen Führungsstil sagte Lechner: "Unsere Generation hat einen etwas anderen Führungsstil, als es frühere Generationen hatten. Heute sind wir stärker teamorientiert, die Hierarchien sind flacher, die unterschiedlichen Positionen sollen gelten. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch fähig und willens bin, eine klare Richtung vorzugeben, wenn es notwendig ist."

Weiter sagte er, man müsse die "Flughöhe" senken. Man müsse sich als Politiker klar machen, "dass wir nicht zu jeder Zeit auch nicht immer gleich die beste Antwort wissen".

Die Kandidatur von Lechner galt in Teilen der Partei als umstritten, da er als Generalsekretär den missglückten Wahlkampf mit zu verantworten hatte. "Es gab die Gelegenheit viele der Kritiker auch kennenzulernen. Es ist ein Unterschied, wenn man sich persönlich trifft. Es ist mir gelungen, Kritiker in vielen Bereichen zu überzeugen. Unserem neuen Team und mir traue ich zu, die richtigen Lehren aus der verloren Landtagswahl zu ziehen", sagte Lechner.

Der 42-Jährige sagte mit Blick auf eine mögliche Kandidatur als Spitzenkandidat seiner Partei bei der nächsten Landtagswahl in 2027: "Selbstverständlich ist es so, dass ein Oppositionsführer, sonst könnte er in der Landtagsfraktion und im Landtag auch nicht richtig agieren, immer den Willen hat, als Gegenspieler des Ministerpräsidenten diesen auch abzulösen." Diese Frage sei aber noch lange hin.

Lechner übernahm in der jüngst begonnen Legislaturperiode bereits den Fraktionsvorsitz im Landtag. Seit 2013 ist er Landtagsabgeordneter, von 2008 bis 2014 war er Landesvorsitzender der Jungen Union (JU) in Niedersachsen. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

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dpa

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