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Rechtsextremisten nach Brandanschlag unter Verdacht


Anderthalb Jahre nach einem Brandanschlag auf ein selbstverwaltetes Jugendzentrum in Bremen gehen die Behörden gegen drei Verdächtige aus der rechtsextremistischen Szene vor. Wohnungen und Autos der Männer im Alter von 26, 32 und 37 Jahre seien am Donnerstag durchsucht worden, teilte die Polizei in Bremen mit.

Anderthalb Jahre nach einem Brandanschlag auf ein selbstverwaltetes Jugendzentrum in Bremen gehen die Behörden gegen drei Verdächtige aus der rechtsextremistischen Szene vor. Wohnungen und Autos der Männer im Alter von 26, 32 und 37 Jahre seien am Donnerstag durchsucht worden, teilte die Polizei in Bremen mit.

In dem Jugendzentrum war im Februar 2020 während eines Konzertes ein Brand ausgebrochen. Niemand wurde verletzt, aber es entstand ein Schaden von etwa 200.000 Euro. Die Betreiber des Zentrums gingen schnell von Brandstiftung mit rechtem Hintergrund aus.

In aufwendigen Ermittlungen stießen der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz der Polizei und die Staatsanwaltschaft auf die Verdächtigen. Unter anderem seien Fingerspuren an mehr als 100 Bierflaschen ausgewertet worden. Zeugen seien befragt und Erkenntnisse mit anderen Sicherheitsbehörden ausgetauscht worden. Ermittelt werde wegen schwerer Brandstiftung

Zum Ergebnis der Durchsuchungen wurden zunächst keine Angaben gemacht. Im niedersächsischen Umland von Bremen waren 2020 auch drei Gaststätten angezündet worden, die von Zuwanderern betrieben wurden - in Syke, Gnarrenburg und Ganderkesee. Die Täter schmierten jeweils Hakenkreuze. Aufgeklärt wurden diese Brandstiftungen nicht.

dpa

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