Mitmachen ist bei den ersten Nationalen Spielen von Special Olympics im Saarland erwünscht: Es gebe etliche Möglichkeiten, wie sich Bevölkerung, Kommunen und Vereine aktiv einbringen könnten, teilten die Organisatoren in Saarbrücken rund 200 Tage vor dem Event mit.
Unter anderem würden noch 2.500 Freiwillige gesucht, die die bei Organisation, Kommunikation, Verpflegung und Wettbewerbsbetreuung unterstützen. Wer Interesse habe, könne sich bis Ende Januar 2026 bewerben.
Die Nationalen Sommerspiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung finden vom 15. bis 20. Juni 2026 im Saarland statt. Rund 4.500 Athletinnen und Athleten in mehr als 20 Sportarten sowie 16 internationale Delegationen werden erwartet. "Es ist im nächsten Jahr das größte inklusive Sportevent in Deutschland", sagte eine Sprecherin.
Kommunen können bei Gastgeber-Programm mitmachen
Erstmals gebe es bei Nationalen Spielen ein "Host Program", bei dem saarländische Kommunen als Gastgeber internationale Delegationen aufnehmen und eigene Projekte entwickeln können. Innen- und Sportminister Reinhold Jost (SPD) sieht darin eine große Chance für das Land.
Völklingens Oberbürgermeister Stephan Tautz kündigte die Bewerbung seiner Stadt an. "Das Host Town Program bietet uns eine gute Möglichkeit zu zeigen, welch gute Gastgeber wir sind", sagte er. Er erhoffe sich "nachhaltige Impulse zur Förderung von Inklusion und eine Stärkung des Wir-Gefühls".
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"Vorfreude steigt mit jedem Tag"
Die organisatorischen Vorbereitungen liegen nach Aussage von Geschäftsleiter der Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026, Ralf Kirch, im Zeitplan. Die Spiele sollten "zu einem großen Fest für alle" werden. Die Sport- und Veranstaltungsstätten seien festgelegt.
"Die Vorfreude steigt mit jedem Tag", sagte der Präsident Special Olympics Saarland, Alexander Indermark. Man wolle "alle Menschen begeistern, dieses wunderbare Projekt mit Leben zu füllen". Besonders hob er die Rolle der freiwilligen Helfer hervor: "Wir können alle gemeinsam ein wichtiges Zeichen für eine offene und inklusive Gesellschaft setzen."
Ab dem 1. Dezember wird der Countdown in Saarbrücken in der Bahnhofsstraße sichtbar: Dort soll ein "Saar-Herz" die Tage bis zum Start herunterzählen - und die Vorfreude im Land sichtbar machen, hieß es.