Parteien Haseloff: "Diesmal geht es um die Systemfrage"

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die CDU vor der Landtagswahl im nächsten Jahr zu Geschlossenheit auf
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die CDU vor der Landtagswahl im nächsten Jahr zu Geschlossenheit aufgefordert. Foto
© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Ministerpräsident Haseloff warnt: Ohne klare Abgrenzung zur AfD droht der CDU in Sachsen-Anhalt schwieriges Fahrwasser. Er fordert Geschlossenheit von seiner Partei.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die CDU vor der Landtagswahl im nächsten Jahr zu Geschlossenheit aufgefordert. "Wenn die Partei nicht steht, kann eine Regierung nicht vernünftig arbeiten", sagte der Regierungschef bei einem Landesparteitag der sachsen-anhaltischen CDU in Magdeburg. Auch das Zusammenspiel mit der Landtagsfraktion müsse funktionieren, so Haseloff.

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September 2026 ein neuer Landtag gewählt. Aktuell regiert ein Bündnis aus CDU, SPD und FDP.

Die Chemieindustrie und Autobranche seien unter Druck, sagte Haseloff. Es sei derzeit nicht so einfach, eine Politik zu machen, die alle Erwartungen der Bürger erfüllen könne. Bei all den Herausforderungen wolle die Mehrheit der Menschen in Sachsen-Anhalt aber von der CDU regiert werden, sagte Haseloff. Dies sei eine große Chance, auch weiterhin die Verantwortung zu tragen.

Mit Blick auf die hohen Umfragewerte der AfD betonte der Regierungschef, die Gesellschaft stehe vor einer Weggabelung. "Diesmal geht es um die Systemfrage", sagte Haseloff. Bei der Wahl entscheide sich, ob die Menschen zu autokratischen Systemen zurück oder ob sie die Demokratie verteidigen wollten. Haseloff plädiert für eine klare Abgrenzung zur AfD. Wer keine klare Grenze definiere, "der wird in schwieriges Fahrwasser kommen".

dpa

Mehr zum Thema