Richtungsstreit in Partei BSW Co-Chef: "Kein AfD-Ministerpräsident mit BSW"

Der Co-Vorsitzende des BSW in Sachsen-Anhalt, Thomas Schulze, sieht keine Koalition mit der AfD. Foto: Peter Gercke/dpa
Der Co-Vorsitzende des BSW in Sachsen-Anhalt, Thomas Schulze, sieht keine Koalition mit der AfD. Foto
© Peter Gercke/dpa
Auf einem Sonderparteitag des BSW in Sachsen-Anhalt wurde ein großer Teil des Landesvorstands abgewählt. Es ging aber auch um inhaltliche Fragen.

Im Umgang mit der AfD haben die Vorsitzenden des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Sachsen-Anhalt eine mögliche Koalition mit der rechtsextremen Partei ausgeschlossen. "Mit BSW-Stimmen wird kein AfD-Ministerpräsident gewählt", sagte der Co-Vorsitzende des BSW in Sachsen-Anhalt, Thomas Schulze. "Ich bin in das BSW eingetreten, genau, um nicht mit der AfD in irgendeine Koalition zu gehen." Er sei aber dafür, nicht von Anfang an in Koalitionen zu denken. Es gehe aber darum, sich auch inhaltlich mit der AfD auseinanderzusetzen.

Unter anderem die Frage, wie mit der AfD oder einer möglichen Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl umgegangen werden soll, hatte zu einem heftigen parteiinternen Streit geführt. Auf einem Sonderparteitag wurden große Teile des Vorstands abgewählt. Die Partei war erst vor einem Jahr in Sachsen-Anhalt gegründet worden. Sie hat nach eigenen Angaben inzwischen rund 600 Mitglieder.

dpa