VG-Wort Pixel

Strafvollzugsbedienstete demonstrieren vor Gefängnissen

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst wollen an diesem Freitag Strafvollzugsbedienstete vor den Gefängnissen im Sachsen-Anhalt demonstrieren. Es sei das erste Mal seit etwa 20 Jahren, dass es eine parallele Aktion in allen Anstalten gebe, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt des Bundes der Strafvollzugsbediensteten, Mario Pinkert, am Donnerstag. Die Beschäftigten wollten mit der Aktion «Justizvollzug bedeutet Sicherheit. Zukunft nur mit uns!» ab 11.55 Uhr ein klares Signal setzen.

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst wollen an diesem Freitag Strafvollzugsbedienstete vor den Gefängnissen im Sachsen-Anhalt demonstrieren. Es sei das erste Mal seit etwa 20 Jahren, dass es eine parallele Aktion in allen Anstalten gebe, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt des Bundes der Strafvollzugsbediensteten, Mario Pinkert, am Donnerstag. Die Beschäftigten wollten mit der Aktion «Justizvollzug bedeutet Sicherheit. Zukunft nur mit uns!» ab 11.55 Uhr ein klares Signal setzen.

Dabei gehe es nicht um große Mengen Demonstrierender, sondern die Beteiligten wollten vielmehr auf ihren verantwortungsvollen Job hinweisen, der eben auch finanziell gewürdigt werden müsse, betonte Pinkert. Täglich hätten sie es mit Sexual- und anderen Gewalttätern zu tun. Die Personalsituation in den Gefängnissen sei angespannt. Die Forderung der Gewerkschaften nach fünf Prozent mehr Geld im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes sei nicht zu hoch angesichts der hohen Inflationsrate. In Sachsen-Anhalt gibt es vier Gefängnisse: Burg, Halle, Volkstedt und Raßnitz.

An diesem Samstag und Sonntag soll in Potsdam weiter verhandelt werden. Die zweite Verhandlungsrunde war Anfang November ergebnislos beendet worden. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit mehr als eine Million Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich, im Gesundheitswesen 300 Euro mehr. Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder wies die Forderungen bisher als unrealistisch zurück.

dpa

Mehr zum Thema