Asylsuchende 17 Kommunen nutzen Landes-Bezahlkarte für Geflüchtete

In Thüringen gibt es mehrere Modelle von Bezahlkarten für Asylsuchende. (Archivfoto) Foto: Bodo Schackow/dpa
In Thüringen gibt es mehrere Modelle von Bezahlkarten für Asylsuchende. (Archivfoto) Foto
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Seit Juni gibt es in Thüringen ein landeseinheitliches Modell für Asylbewerber-Bezahlkarten. Nur eine Handvoll Kreise und kreisfreie Städte beteiligen sich nicht.

Die vom Land eingeführte einheitliche Bezahlkarte für Asylsuchende wird in Thüringen inzwischen von 17 der 22 Landkreise und kreisfreien Städte genutzt. Sie haben seit Juni eine entsprechende Rahmenvereinbarung unterzeichnet, wie das Migrationsministerium mitteilte. 

Die Einführung der landesweiten Bezahlkarte sei überfällig gewesen, erklärte Migrationsministerin Beate Meißner (CDU) laut einer Mitteilung. "Insgesamt verläuft die Einführung der Bezahlkarte in Thüringen sehr positiv. Größere Schwierigkeiten wurden bislang nicht berichtet."

Die Bezahlkarte erhalten nach Angaben eines Ministeriumssprechers Geflüchtete, deren Asylverfahren nicht abgeschlossen sind sowie abgelehnte Asylbewerber mit Duldungsstatus. Sie können mit der Karte einkaufen und Dienstleistungen nutzen. Die Möglichkeit zu Überweisungen hingegen ist damit deutlich eingeschränkt. Dies soll Meißner zufolge verhindern, dass Geflüchtete Gelder ins Ausland – etwa an Schleuser - überweisen können.

Etliche Landkreise hatten in den vergangenen Jahren eigene Bezahlkarten für Geflüchtete herausgegeben, es gibt dabei unterschiedliche Modelle. Laut Ministerium beteiligen sich die Städte Gera und Suhl sowie die Landkreise Greiz, Saale-Orla und Sonneberg bislang nicht an dem Landesmodell.

dpa