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Wachsende Flüchtlingszahl: MV erhöht Aufnahmekapazitäten


Mecklenburg-Vorpommern erhöht angesichts der anhaltenden Ankunft von Flüchtlingen über Belarus und Polen nach Deutschland seine Erstaufnahmekapazitäten. Derzeit werde die Möglichkeit geprüft, in der Einrichtung Stern Buchholz im Süden von Schwerin kurzfristig zusätzliche Kapazitäten zu errichten, teilte das Innenministerium in Schwerin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mit. Außerdem stehe das Ministerium in engem Austausch mit den Kommunen.

Mecklenburg-Vorpommern erhöht angesichts der anhaltenden Ankunft von Flüchtlingen über Belarus und Polen nach Deutschland seine Erstaufnahmekapazitäten. Derzeit werde die Möglichkeit geprüft, in der Einrichtung Stern Buchholz im Süden von Schwerin kurzfristig zusätzliche Kapazitäten zu errichten, teilte das Innenministerium in Schwerin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mit. Außerdem stehe das Ministerium in engem Austausch mit den Kommunen.

«Die anhaltende Pandemiesituation sowie die Erhöhung der Zugangszahlen von Asylbegehrenden, die aus Weißrussland über die polnische Grenze zu uns kommen, stellt uns vor Herausforderungen», so Innenminister Torsten Renz (CDU). «Eine Anpassung der Aufnahmekapazitäten ist erforderlich.»

Aktuell stehen in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes mit ihren beiden Standorten Stern Buchholz und Nostorf-Horst (Landkreis Ludwigslust-Parchim) den Angaben zufolge rund 1300 Plätze zur Verfügung. Aufgrund der Corona-Pandemie sei eine vollständige Belegung zur Zeit jedoch nicht möglich, hieß es. Aktuell seien knapp 900 Plätze belegt.

Den Angaben zufolge müssen Migranten, die aufgegriffen werden und Asyl beantragen wollen, in die nächstgelegene Erstaufnahmeeinrichtung geleitet werden. Dies sei im Fall der polnischen Grenze zu MV Berlin, hieß es. In einigen Fällen seien Flüchtlinge dann nach Mecklenburg-Vorpommern weitergeleitet worden - seit Mitte August etwa 200.

Auf der neuen Fluchtroute über Belarus und Polen sind nach Angaben der Bundespolizei seit August mehr als 4300 Menschen unerlaubt nach Deutschland eingereist. Mehrere EU-Staaten beschuldigen den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko, Menschen aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Polen, Lettland und Litauen haben die Grenzsicherung verschärft. Seit August sind nach Auskunft der Bundespolizei im Zusammenhang mit Belarus mehr als 700 Migranten an der Grenze von Mecklenburg-Vorpommern und Polen festgestellt worden.

dpa

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