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Oberhaupt des britischen Königshauses Sorge um Queen Elizabeth II. – auch Prinz Harry reist nach Schottland

Oberhaupt des britischen Königshauses: Sorge um Queen Elizabeth II. – auch Prinz Harry reist nach Schottland
Sehen Sie im Video: Gesundheit von Queen Elizabeth gibt Anlass zur Sorge.




Der Gesundheitszustand von Queen Elizabeth sorgt für Beunruhigung. Am Donnerstagvormittag teilte der Buckingham-Palast mit, die Ärzte der Königin hätten nach einer Untersuchung am Morgen entschieden, die 96-Jährige weiterhin unter ärztlicher Aufsicht zu behalten. Die Queen leide seit Ende letzten Jahres phasenweise an "Mobilitätsproblemen". Ihr Sohn Prinz Charles, dessen Frau Camilla und sein ältester Sohn William machten sich am Donnerstag auf den Weg zum schottischen Balmoral, wo sich die Königin aktuell aufhält. Im vergangenen Oktober verbrachte Elizabeth eine Nacht im Krankenhaus und war seitdem gezwungen, ihre öffentlichen Auftritte einzuschränken. Zuletzt öffentlich in Erscheinung getreten war sie bei der Ernennung von Liz Truss zur neuen Premierministerin Großbritanniens. In diesem Jahr feierte sie ihr 70-jähriges Thronjubiläum.
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Fast alle wichtigen Mitglieder der britischen Königsfamilie sind auf dem Weg nach Schottland, um die Queen auf Schloss Balmoral zu sehen. Die Ärzte der 96-jährigen hatten sich besorgt über ihren Gesundheitszustand geäußert.

Die Ärzte der britischen Königin Elizabeth II. machen sich Sorgen um die Gesundheit der 96 Jahre alten Monarchin. Das teilte der Buckingham Palast am Donnerstag mit. "Nach einer weiteren Bewertung heute Morgen sind die Ärzte der Königin besorgt um die Gesundheit Ihrer Majestät und haben empfohlen, dass sie unter medizinischer Beobachtung bleibt", sagte ein Palastsprecher. Die Queen fühle sich aber wohl und bleibe auf ihrem Landsitz Schloss Balmoral, hieß es weiter.

Prinz Charles und sein ältester Sohn Prinz William haben sich auf den Weg nach Schottland gemacht. Thronfolger Charles werde von seiner Frau, Herzogin Camilla, begleitet, bestätigte der Palast am Donnerstag. Williams Frau Kate bleibt in Windsor. Sie kümmere sich um die drei Kinder des Paares, die am Donnerstag ihren ersten Tag an einer neuen Schule hatten. Prinzessin Anne, die Tochter der Königin, ist bereits in Schottland, da sie lokale Termine hatte. Auch Prinz Andrew und Prinz Edward mit seiner Frau Sophie sind vor Ort bei der Queen. Zudem bestätigte ein Sprecher, dass auch Prinz Harry nach Schottland reist. Zunächst war berichtet worden, dass er von seiner Frau Meghan begleitet wird, die 41-Jährige soll aber in London bleiben. Dort wollte das Paar am Abend eigentlich die Verleihung der "Wellchild" Awards besuchen. Auch Meghan wird den Termin nun nicht wahrnehmen.

Erst am Mittwoch hatte die Queen ihre Teilnahme an einer virtuellen Sitzung ihres Geheimrats (Privy Council) absagen müssen. Tags zuvor hatte sie zuerst Boris Johnson empfangen, der sein Rücktrittsgesuch einreichte und gleich darauf Liz Truss, die sie zur neuen Premierministerin ernannte. Es sei ein voller Tag gewesen, sagte ein Sprecher zur Begründung der Absage am Mittwoch.

Neue Premierministerin Liz Truss äußert sich besorgt über Zustand der Queen

Die britische Premierministerin Liz Truss erklärte, das ganze Land sei "zutiefst besorgt" angesichts der Nachrichten von der Queen. "Meine Gedanken – und die Gedanken aller Menschen im Vereinigten Königreich – sind jetzt bei Ihrer Majestät der Königin und ihrer Familie", schrieb Truss im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Parlamentspräsident Lindsay Hoyle unterbrach die Sitzung des Unterhauses am Nachmittag, um die Abgeordnete zu informieren. "Ich weiß, ich spreche für die gesamte Kammer, wenn ich sage, dass wir Ihrer Majestät der Queen die besten Wünsche senden, und dass unsere Gedanken und Gebete in diesem Moment bei ihr und der Royal Family sind."

Auch der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, hat sich zu Wort gemeldet. "Meine Gebete, und die Gebete der Menschen in der ganzen Church of England und der ganzen Nation, sind heute bei Ihrer Majestät der Königin. Möge Gottes Gegenwart Ihre Majestät, ihre Familie und diejenigen, die sich in Balmoral um sie kümmern, stärken und trösten", twitterte er. 

Elizabeth II. leidet seit Längerem unter gesundheitlichen Problemen und hatte die Zahl ihrer öffentlichen Auftritte stark reduziert. Immer häufiger ließ sie sich im vergangenen Jahr durch ihren Sohn Prinz Charles vertreten. Dieser ersetzte sie erstmals auch bei der Parlamentseröffnung im Mai und verlas an ihrer Stelle das Programm der Regierung für die kommende Sitzungsperiode. 

Auch bei den viertägigen Feiern im Juni zu ihrem 70. Thronjubiläum zeigte sich die Queen ihren zehntausenden Anhängern nur zweimal kurz auf dem Balkon des Buckingham-Palasts. Bei allen öffentlichen Auftritten zeigte sie sich dann aber stets lächelnd und gut gelaunt.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert

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cl / jum AFP DPA

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