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Kognitionsforschung Darum fällt man leichter auf Fake News herein, als man denkt

Sind Sie schon auf erfundene Nachrichten hereingefallen? Psychologische Studien zeigen, eine Lüge kann sich schnell in den Köpfen festsetzen. Drei Gründe, warum man leicht auf Fake News hereinfallen kann.
1. Der Bestätigungsfehler.  Falsche Fakten bleiben vor allem dann hängen, wenn sie unsere Meinung bestätigen. Der Kognitionsforschung zufolge glauben wir Fakten eher, die unsere Weltsicht bestärken. Das heisst: Eine Nachricht - auch eine falsche -  wirkt eher wahr, wenn sie das widerspiegelt, was wir denken.
 2. Wir speichern gelesene Fehlinformationen schnell ab. Wenn wir Fehlinformationen lesen, ohne sie zu hinterfragen, prägen sie sich ein und können unser Denken nachhaltig beeinflussen. Das zeigt eine  Studie aus den USA. In einem Experiment wurde einer Gruppe Studienteilnehmer Statements mit falschen Informationen vorgelegt. Eine andere Gruppe erhielt wahre, aber nicht-relevante Informationen. In einem Quiz danach schlossen die Personen, die vorher Fehlinformationen lasen, wesentlich schlechter ab. Zudem gaben sie an, die Antworten schon vor dem Test gewusst zu haben. Wo und wann wir also Lügen aufnehmen, ist uns also anscheinend nicht immer bewusst.
3. Fake News sind oft deshalb so wirksam, weil sie wahre Ereignisse mit erfundenen Fakten vermischen.
 
Wie kann man sich also vor falschen Nachrichten schützen?
Indem man neue Nachrichten sofort prüft, vor allem wenn sie die eigene Meinung bestärken: Woher stammen die vermeintlichen Fakten? Wer verbreitet sie und warum? Ist die Quelle verlässlich? Das gilt besonders vor dem Teilen von Inhalten in sozialen Netzwerken. Denn sobald eine Fehlinformation verbreitet wird, beeinflusst sie andere.
 
 


 
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Auf Fake News fallen immer nur die anderen herein: Verschwörungsanhänger, Kleingeister und vor allem die mit anderen politischen Ansichten. Psychologische Studien zeigen allerdings, dass wir weit leichtgläubiger sind, als wir zu meinen glauben.

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