Affenpocken Infektiologe: "Von Verhältnissen wie bei HIV sind wir zum Glück Lichtjahre entfernt"

Ein Mann zeigt seine Hände mit einer möglichen Affenpockeninfektion
Die genauen Infektionswege von Affenpocken sind noch nicht ausreichend erforscht. Sexuelle Aktivitäten mit engem Körperkontakt zählt jedoch zu einem der häufigsten Übertragungsarten
© Getty Images
Die Affenpocken breiten sich aus und das bislang vor allem bei Männern. Der Infektiologe Johannes Bogner über Parallelen und Unterschiede zur frühen HIV-Epidemie, Stigmatisierung von Betroffenen und die Bedeutung von sexuellen Netzwerken bei diesem Ausbruch.

Professor Bogner, Sie haben vor fast 40 Jahren die Anfänge der HIV-Epidemie miterlebt und schon früh infizierte Patienten behandelt. Was ging in Ihnen vor, als sich abzeichnete, dass sich vor allem Männer, die Sex mit Männern haben, mit Affenpocken infiziert haben?
Da war sofort die Sorge um meine Patienten, denn viele von ihnen gehören zu dieser Risikogruppe. Daraus entwickelte sich schnell der Impuls, sie zu warnen. Denn beim Sex mit unterschiedlichen Partnern, die sie nicht kennen, laufen sie Gefahr, sich zu infizieren. Das haben wir schon sehr früh mit besonders Gefährdeten besprochen.


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