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Erst testen, dann trinken "Die Leute haben richtig Bock": Berliner Brauerei lockt Kunden mit Coronatest und Freibier

Sehen Sie im Video: Berliner Brauerei wird zu Testzentrum und schenkt Bier umsonst aus.




Erst testen, dann trinken, mit diesem Angebot lockt eine Brauerei auf ihr weitläufiges Gelände im Süden Berlins. Denn wo sonst im riesigen Schankraum nebst Biergarten gefeiert und Sorten mit so eigenwilligen Namen wie "Punk IPA", "Hazy Jane" oder auch "Kiez Keule" durchprobiert werden, herrscht derzeit gähnende Corona-Leere. So sei es situationsbedingt zu der Test-Idee gekommen, erzählt Adrian Klie, CEO von BrewDog Deutschland. "Ja, also im Prinzip haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir den Kampf gegen die Pandemie unterstützen können. Und ja, da sind wir relativ fix auf die Idee gekommen, dass wir einen kleinen Motivationsanreiz setzen. Und wir haben den Platz natürlich hier draußen, um so ein Testzentrum einzurichten. Von daher ging das dann relativ fix. Und, ja, als Anreiz ein Bier oder ein alkoholfreies Getränk dazu, passte natürlich auch. Wir haben ja alles da in unserer Gastronomie." Die Pandemie habe nicht alle Geschäftsbereiche gleich belastet, so Klie. "Das eine ist das Geschäft mit dem Lebensmitteleinzelhandel. Das läuft natürlich fließend weiter. Unser eigenes E-Commerce-Geschäft in unserem Onlineshop läuft super, auch in der Pandemie. Allerdings haben wir natürlich auch tragende Säulen mit unseren eigenen Bars, aber auch mit unseren Kundinnen und Kunden aus dem Bar-Bereich, die wir jetzt gerade nicht beliefern können, die kein Bier verkaufen können. Von daher trifft uns das schon enorm hart. Und wenn ich sage, das trifft uns enorm hart, dann ist das, in erster Linie trifft es unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jetzt in Kurzarbeit sind in der Gastronomie, sehr, sehr hart. Und da kämpfen wir natürlich mit allen Mitteln dafür, so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu kommen und hoffen, dass es bald wieder losgeht." Und wie sind die Aussichten? Der Chef von BrewDog Deutschland sieht Hopfen und Malz nicht verloren. Es gebe in Großbritannien gerade eine Art möglicher Blaupause für Reaktionen auf Öffnungsschritte. "Also wir haben ja gerade quasi ein Live-Fallbeispiel aus UK. Da sehen wir, dass die Leute mit aller Kraft in die Gastronomie stürmen und das Bier teilweise alle war auf der Insel. Und wir hoffen natürlich das gleiche. Und ich glaube, wenn ich so in meinen eigenen Freundeskreis gucke, die Leute haben richtig, richtig Bock, wieder in die Gastro zu gehen, gut zu essen, zusammen was zu trinken, eine gute Zeit zu haben. Und wir gehen mit aller Festigkeit davon aus, dass die Leute die ersten Monate das intensiv annehmen werden. Und wir freuen uns wahnsinnig drauf, vielleicht auf die kleinen Roaring Twenties auch hier in Berlin und in Hamburg, da überall, wo wir die Bars haben - und dann nicht nur für uns, sondern auch für alle Gastronominnen und Gastronomen da draußen, die es, glaube ich, alle gut gebrauchen können." Bleibt zu hoffen, dass sich das Konzept "testen und trinken" bewährt - und durch das Voranschreiten der Impfaktion vielleicht zügig überflüssig werden wird.
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"Erst testen, dann trinken" – mit diesem Angebot wirbt eine Brauerei im Süden Berlins. Ihr Chef ist zuversichtlich, dass die Leute wie in Großbritannien nach den Lockerungen "mit aller Kraft in die Gastronomie stürmen".

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