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Viele Neuinfektionen befürchtet Keine Brettspiele und Übernachtungen: Experten geben Tipps fürs Weihnachtsfest

Das Weihnachtsfest wird in Deutschland und vielen anderen Ländern dieses Jahr nur beschränkt möglich sein
Das Weihnachtsfest wird in Deutschland und vielen anderen Ländern dieses Jahr nur beschränkt möglich sein
© Patrick Pleul / Picture Alliance
2020 war – gelinde gesagt – nicht das beste Jahr. Viele sehnen sich nun nach einem entspannten Weihnachtsfest und einem bisschen Normalität. Doch auch die Feiertage werden dieses Jahr im Zeichen der Pandemie stehen.

Der Dezember ist angebrochen, 2020 neigt sich seinem Ende entgegen – und vermutlich werden viele Menschen froh sein, ein Haken hinter dieses buchstäbliche Seuchenjahr zu machen. Vorher aber steht noch das Weihnachtsfest an. Die Bundesregierung will dafür Ende des Monats den Shutdown lockern und es Menschen erlauben, sich mit bis zu zehn Personen zu treffen. Von der Zählung ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren.

Doch das sind Maximalgrenzen. Kanzlerin Angela Merkel appellierte, man solle sich mit so wenigen wie möglich treffen dieses Jahr. Weihnachten bringt alle Zutaten für potenzielle Virusübertragung mit sich: Die Feiernden treffen sich in der kalten Jahreszeit, bleiben längere Zeit in geschlossenen Räumen, sprechen, lachen und essen zusammen, manche singen gemeinsam, und das alles über mehrere Tage.

Natürlich ist diese potenzielle Gefahr kein exklusiv deutsches Problem. Das wissenschaftliche Beratergremium für Notfälle der britischen Regierung hat sich in mehreren Papieren mit den anstehenden Festtagen beschäftigt und dabei einige Tipps für die Bevölkerung entwickelt. In Großbritannien wird die Gesetzeslage zu Weihnachten ähnlich sein wie in Deutschland. Und auch die Experten der SAGE (Scientific Advisory Group for Emergencies) empfehlen, dass jeder genau abwägen sollte, ob man sich wirklich mit mehreren Menschen treffen muss.

Konkrete Tipps fürs Weihnachtsfest zu Corona-Zeiten

Muss es aber unbedingt ein persönliches Treffen sein, so könne man sich ja laut den Experten vielleicht im Internet oder draußen treffen. Ob der winterlichen Temperaturen dürfte das für die wenigsten Familienfeiern Anwendung finden. Für Treffen im Inneren haben die Experten die üblichen allgemeineren Empfehlungen wie Abstand halten, Oberflächen säubern und oft und gut durchlüften. Allerdings finden sich in den Papieren auch konkrete Ratschläge für die Weihnachtsfeiertage:

  • Kinder sollten ihre Großeltern, sofern möglich, draußen im Freien treffen.
  • Die Weihnachtsfeiern sollten am weiträumigsten Ort stattfinden, der zur Verfügung steht, also etwa im größten Haus oder der größten Wohnung aller beteiligter Parteien.
  • Masken sollten solange erträglich, getragen werden.
  • Übernachtungen sollten vermieden werden. Wennsollten die Kinder aber bei ihren Eltern im Schlafzimmer schlafen und nicht bei Kindern des anderen Haushalts.
  • Es sollte kein Buffet geben und Teller möglichst wenig herumgereicht werden.
  • Gemeinsames Tanzen sollte, wie der meiste Körperkontakt, unterlassen werden, ebenso gemeinsames Singen – Stichwort: Aerosole.
  • Es wird zudem von Brettspielen gewarnt, in denen man sich etwa Spielfiguren teilt. Die Experten empfehlen kontaktlose Ratespiele.
  • Die Experten der SAGE sprechen sich wenig überraschend auch gegen eine Praxis aus, die in den USA und Großbritannien deutlich mehr verbreitet ist als in Deutschland: dem Küssen unter einem Mistelzweig – zumindest solange die Küssenden dabei aus verschiedenen Haushalten kommen.

Bei allen Tipps unterstreichen die Experten aber immer wieder, dass keine dieser Maßnahmen sicher davor schützt, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Das potenzielle Infektionsrisiko werde dieses Jahr zu Weihnachten schlicht dazugehören.

Quellen:Wissenschaftliches Beratergremium der britischen Regierung / BBC / Itv

fin

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