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Corona-Pandemie: Notbremse beim Lockdown-Exit: Diese Kreise und Städte halten die Obergrenze (nicht) ein

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen sollen mit einer Notbremse abgesichert werden: Steigt die Zahl der Neuinfektionen regional zu stark, wird gegengesteuert. Sehen Sie, wie die Situation bei Ihnen zu Hause ist.

Coronavirus in Deutschland: Aktuelle RKI-Zahlen im Überblick

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Bund und Länder haben sich nach Wochen zu weitreichenden Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen durchgerungen. Da die Angst vor einer zweiten Infektionswelle jedoch noch immer groß ist, soll der Weg zurück zu mehr Normalität nach dem Plan von Kanzlerin und Ministerpräsidenten mit einer Art Notbremse ausgestattet werden. Die Idee: Steigt die Zahl der Neuinfektionen in einem Kreis innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner um 50 oder mehr an, werden wieder strengere Schutzmaßnahmen in Kraft gesetzt.

Aktualisierung vom 20. Mai 2020: Einzelne Länder legen die Messlatte tiefer. Bayern setzte den Grenzwert inzwischen auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herab, Berlin legte die Schwelle noch etwas niedriger bei 30 an. In Baden-Württemberg wiederum soll ab einer Rate von 35 Neuinfektionen eine Vorwarnstufe ("Alarmstufe gelb") gelten. Laut "Tageschau.de" will auch Niedersachsen ab 30 bis 35 Fällen alarmbereit sein, 50 sei die "absolute Obergrenze".

Durch diesen Notfallmechanismus sollen neue Infektionsherde vor Ort möglichst schnell wieder gelöscht werden – ohne gleich das ganze Land wieder herunterzufahren. Welche Maßnahmen im Notfall ergriffen werden, bleibt den Handelnden vor Ort überlassen. Angela Merkel übergab die Verantwortung in großen Teilen zurück an die Bundesländer. (Mehr zum Thema lesen Sie hier)

In den untenstehenden Grafiken können sie – täglich aktualisiert – die Situation in ihrem Kreis oder ihrer Stadt einsehen. Die Daten stammen vom Robert Koch-Institut (RKI). Das RKI gibt täglich die Fallzahlen heraus, die ihm von den Gesundheitsämtern bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Die Darstellung der neu übermittelten Fälle pro Tag beruht auf dem Meldedatum. Das ist das Datum, "an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat", heißt es auf der Webseite des RKI. 

Karte: Infiziertenrate in deutschen Kreisen und Städten

Ob sich die regionalen Verantwortlichen ebenfalls auf diese Daten stützen, wurde nicht bekanntgegeben. Kommunizieren die Handelnden beispielsweise direkt mit den Gesundheitsämtern, könnten sie Zahlen unter Umständen bereits vor dem RKI zur Verfügung haben. Ebenfalls nicht bekannt ist, ob bei den Kontrollen ein bundesweit einheitliches Vorgehen vereinbart wurde, oder individuelle Arbeitsabläufe vor Ort eingerichtet werden. 



Hinweis für Mobilnutzer: Sollten die Grafiken an dieser Stelle nicht oder nicht richtig dargestellt werden, klicken Sie bitte hier. 

Ranking: Kreise und Städte mit der höchsten Rate

Die untenstehende Ansicht zeigt die Kreise und Städte mit den meisten bestätigten Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen in absteigender Reihenfolge.

Sie können in der Ansicht nach unten scrollen und für mehr Details auf die Balken klicken:



Weitere Daten und Informationen zum Thema:

Quelle: Robert Koch Institut, "Tagesschau.de"

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