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Facebook-Post: Corona-Skeptiker erkrankt an Covid-19 und warnt: "Seid nicht so dumm wie ich"

Brian Lee Hitchens hielt das Coronavirus zuerst für eine "Hysterie". Dann wurde er selbst krank, seine Frau schwebt sogar in Lebensgefahr. Jetzt warnt er andere, nicht die gleichen Fehler zu begehen.

Demo von Corona-Skeptikern mit einem Schild: "Free to breathe God's air"

Corona-Skeptiker demonstrieren in den USA gegen die Maskenpflicht. Auch Brian Lee Hitchens hielt den Mund-Nasen-Schutz zuerst für eine "Hysterie".

AFP

Ist Covid-19, die Lungenkrankheit, die durch das Coronavirus ausgelöst wird, nichts weiter als eine herkömmliche Grippe? Virologen warnen klar vor einer solchen Einschätzung. Und dennoch gibt es viele Menschen, die das Coronavirus immer noch unterschätzen. Zu ihnen gehörte auch der US-Amerikaner Brian Lee Hitchens – bis er und seine Frau selbst erkrankten. In einem Facebook-Post erzählt der Taxifahrer aus dem Bundesstaat Florida, wie er seine Meinung geändert hat und warnt andere davor, den gleichen Fehler zu begehen.

"Mit diesem Ding ist nicht zu spaßen", schreibt Hitchens: "Bitte hört auf die Behörden und den Rat der Experten." Hitchens war vor vier Wochen zusammen mit seiner Frau ins Krankenhaus auf die Intensivstation gekommen. Ihm selbst geht es mittlerweile besser, ein letzter Test fiel sogar negativ aus. Seine Frau allerdings hatte einen schweren Krankheitsverlauf – sie musste an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden und kämpft weiterhin um ihr Leben.

Vom Coronavirus-Skeptiker zum Warner

Anfangs habe er lange gedacht, die Warnungen vor dem Coronavirus seien "übertrieben", schreibt er auf seiner Facebook-Seite. Dann aber sei er krank geworden und ebenso wie seine Frau positiv auf das Virus getestet worden. "Wir hatten keine Energie mehr, alles was wir wollten, war schlafen", beschreibt Hitchens die Symptome. Mit letzter Kraft habe er seine Frau und sich in das örtliche Krankenhaus gefahren.

Während es bei Hitchens selbst noch bei diesen – wenn auch stark ausgeprägten – grippeähnlichen Symptomen blieb, schwebt seine Frau in Lebensgefahr. "Ich habe akzeptiert, dass meine Frau sterben könnte", schreibt Hitchens. In einem neueren Post berichtet er von einer zumindest leichten Verbesserung ihres Zustandes.

 

Dass seine Geschichte so große Beachtung findet, wundert Hitchens selbst. Aber er nutzt die Gelegenheit, um andere zu warnen: "Ich wünsche niemandem, das zu erleben, was ich durchmachen musste", sagte er dem Fernsender WPTV. Heute schüttelt er den Kopf darüber, wie er die Warnungen vor dem Virus nicht ernstnehmen konnte: "Ich dachte, die Regierung möchte uns von etwas ablenken."

"Ich hätte von Anfang an eine Maske tragen sollen"

Vorsichtsmaßnahmen wie Masken und Schutzkleidung habe er für "Hysterie" gehalten. Ein großer Fehler, wie er heute weiß: "Im Rückblick hätte ich von Anfang an eine Maske tragen sollen, aber ich habe es nicht getan. Vielleicht bezahle ich dafür jetzt den Preis. Ich weiß, dass ich meine Frau angesteckt habe."

Virologe Schmidt-Chanasit: "Diesen Impfstoff wird es nicht geben und schon gar nicht nächstes Jahr."

Auf seiner Facebook-Seite, auf der er jetzt vor dem Virus warnt, hatte er vor seiner Erkrankung noch die Gefahr des Virus heruntergespielt. Dort erhält er jetzt – nach seinem Sinneswandel – auch Hass-Nachrichten von Menschen, die das Coronavirus nach wie vor für keine große Bedrohung oder gar nur eine Verschwörung halten. Dennoch bittet Brian Lee Hitchens alle: "Denkt darüber nach, was ich sage. Wenn ihr rausgeht, seid vorsichtig und nicht so dumm wie ich, damit euch nicht das gleiche passiert."

Quellen: Brian Lee Hitchens auf Facebook / WPTV

epp
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