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News zur Coronavirus-Pandemie Merkel kritisiert Ramelow für Lockerungen: "Die Botschaften waren schon etwas zweideutig"

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In Deutschland und Europa werden die Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung schrittweise gelockert, die Fallzahlen steigen nur moderat an. Dagegen droht Brasilien zum neuen Zentrum der Pandemie zu werden. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Brasilien wird mehr und mehr zu einem Schwerpunkt der Coronavirus-Pandemie. Das Land hat einen weiteren Anstieg der Infektionen mit dem Erreger Saras-CoV-2 zu verzeichnen und liegt jetzt in absoluten Zahlen nach den USA auf dem zweiten Platz weltweit. In dem südamerikanischen Land wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 391.222 Infektionen registriert. Mindestens 24.512 Menschen starben nach einer Covid-19-Erkrankung.

Auch in Deutschland steigt die Zahl der bestätigten Neuinfektionen weiter an, wenn auch vergleichsweise moderat. Insgesamt wurde bei 181.000 Menschen das Coronavirus nachgewiesen, 8372 starben.

Weltweit starben laut Johns-Hopkins-Universität 350.509 Menschen infolge einer Coronavirus-Infektion, bei mehr als knapp 5,6 Millionen Infizierten (Stand: Mittwochmorgen).

Die wichtigsten Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • EU will 750 Milliarden Euro für Wiederaufbauprogramm geben (11.15 Uhr und 12.37 Uhr)
  • Umfrage: 20 Prozent glauben an Corona-Täuschung durch Medien und Politik (10.15 Uhr) 
  • Klare Mehrheit ist gegen Autokaufprämie (10.06 Uhr)
  • RKI meldet 362 Neuinfektionen in Deutschland (8.53 Uhr)
  • Schäuble warnt Corona-Demonstranten vor Vereinnahmung durch "Spinner" (8.51 Uhr)
  • Ungarn will Corona-Vollmachten aufheben (8.44 Uhr)

Die Coronakrise: News von Mittwoch, 27. Mai

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Der Oberbürgermeister von Cuxhaven, Uwe Santjer (SPD), hat an Tagestouristen appelliert, zu Pfingsten noch auf Ausflüge in die Küstenstadt zu verzichten. "All diejenigen, die es sich auch zu Hause schön machen können, mögen dies tun und ein bisschen Cuxhaven-Pause machen", sagte er der "Nordsee-Zeitung" (Mittwoch). "Im Sommer können wir dann wieder gemeinsam feiern."

  • Tim Schulze
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    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will den von der Corona-Krise schwer getroffenen Bus-Unternehmen in Deutschland mit einem Hilfspaket unter die Arme greifen. Die Bundesregierung wolle "schnell helfen, mit insgesamt 170 Millionen Euro", erklärte Scheuer am Mittwoch. Mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sei er hierzu "in sehr guten Gesprächen."

  • Tim Schulze
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    Angesichts der massiven wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise gehen die deutschen Unternehmen weiter von sinkenden Mitarbeiterzahlen aus. Zwar stieg das Ifo-Beschäftigungsbarometer im Mai nach 86,3 Punkten im Vormonat auf 88,3 Punkte an, wie das Münchener Forschungsinstitut am Mittwoch mitteilte. Trotz dieses Anstiegs werde die Zahl der Entlassungen die der Einstellungen aber weiter übersteigen. "Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird somit zunehmen", erklärte das Ifo.

  • Tim Schulze
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    Die EU-Kommission will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur 750 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung Europas nach der Corona-Krise mobilisieren. Davon sollen 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite fließen, wie die dpa am Mittwoch aus informierten Kreisen in Brüssel erfuhr. Dafür sollen im Namen der Europäischen Union über Anleihen Kredite am Kapitalmarkt aufgenommen und über Jahrzehnte gemeinsam getilgt werden.

    Damit fällt das von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen entworfene Konjunkturprogramm noch deutlich größer aus als eine deutsch-französische Initiative für ein 500-Milliarden-Euro-Paket. Daneben will von der Leyen einen regulären mehrjährigen Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 2027 im Umfang von rund einer Billion Euro vorschlagen.

    Von der Leyen will den Plan am Nachmittag offiziell in einer Rede im Europaparlament vorstellen. Anschließend müssen die 27 EU-Staaten darüber beraten. Nötig wäre eine einstimmige Billigung des Haushaltsplans und des Wiederaufbauprogramms. Vorher werden jedoch wochenlange Debatten erwartet.

  • Tim Schulze
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    Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will in der Corona-Krise zeitnah in eine "Phase der Eigenverantwortung" eintreten. In dieser soll es dann weniger, aber dafür sehr klare Regeln im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus geben, sagte der 33-Jährige am Mittwoch in Wien. Details will der konservative Politiker am Freitag bekannt geben. Ziel sei es, dass "so viel Freiheit und Hausverstand wie nur irgendwie möglich" wieder in den Alltag einkehren können. Das Gesundheits- sowie das Innenministerium arbeiten laut Kurz derzeit an einem Konzept.

  • Tim Schulze
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    In Rumänien hat der dort als Rebell bekannte orthodoxe Erzbischof Teodosie in der Nacht zum Mittwoch den Oster-Gottesdienst wiederholt - zur Empörung vieler Gläubiger. Nach Meinung des Erzbischofs konnten die Gläubigen wegen der Corona-Ausgangssperren am offiziellen Termin die Auferstehung Christi nicht in vollem Umfang feiern. Zu dem Akt in der Kathedrale der Schwarzmeerstadt Constanta kamen aber nur ein paar Hundert Gläubige, wie Rumäniens Medien berichteten. "Ostern 2.0" nannte dies ironisch die Bukarester Tageszeitung "Adevarul".

  • Tim Schulze
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    Frankreich hat den Einsatz eines umstrittenen Malaria-Mittels gegen das neuartige Coronavirus untersagt. Der Wirkstoff Hydroxychloroquin darf bei neu Erkrankten nicht mehr genutzt werden, wie aus einer am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Die Regierung in Paris reagiert damit auf Studien, die massive Nebenwirkungen offenbart hatten. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre klinischen Tests mit dem Mittel ausgesetzt.

  • Tim Schulze
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    Zahlreiche Gesichtsmasken sind an Stränden nördlich der australischen Metropole Sydney angespült worden. Sie stammten aus rund 40 Containern, die ein Frachtschiff in rauer See am Wochenende verloren habe, berichtete die Nachrichtenagentur AAP am Mittwoch. Die australische Seesicherheitsbehörde Amsa erhielt dem Bericht zufolge Anrufe, die über das ungewöhnliche Strandgut zwischen Magenta Beach und The Entrance nördlich von Sydney an Australiens Südostküste berichteten. Demnach wurden auch Baumaterial sowie medizinische Gegenstände und andere Dinge angeschwemmt. All diese Gegenstände hätten auf der Frachtliste des Schiffs "APL England" gestanden, das die Container verloren habe, teilte Amsa weiter mit.

  • Tim Schulze
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    Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat der Forderung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) widersprochen, Kompetenzen für den Infektionsschutz von den Ländern auf den Bund zu übertragen. "Weil wir bislang sehr gut durch die Krise kommen, sehe ich keine Veranlassung für Änderungen", sagte Hans den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland vom Mittwoch. Der Föderalismus habe "gerade in der Krise bewiesen, agiler zu sein als zentrale Strukturen".

  • Tim Schulze
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    Etwa jeder fünfte Wahlberechtigte in Deutschland glaubt einer Umfrage zufolge, dass Medien und Politiker die Gefahren durch das Coronavirus aus Täuschungsabsicht bewusst übertreiben. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Befragung von Infratest dimap für das Medienmagazin "Zapp" des Norddeutschen Rundfunks hervor. Unter Anhängern der AfD ist die Quote mit 54 Prozent demnach deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung.

    Auch unter den Wahlberechtigten, die soziale Netzwerke "aktiv nutzen", ist der Anteil der Anhänger der Täuschungsthese mit 31 Prozent überproportional hoch. Insgesamt genießt dagegen laut Umfrage insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Corona-Berichterstattung großes Vertrauen. 68 Prozent halten diese für glaubwürdig. Es folgen Printmedien mit 42 Prozent, der private Rundfunk mit 23 Prozent und soziale Medien mit sieben Prozent. Für die Umfrage wurden von Infratest dimap zwischen dem 18. und dem 22. Mai 1012 Wahlberechtigte im Alter von über 18 Jahre befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozent.

  • Tim Schulze
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    Die politisch heftig umstrittene Autokaufprämie stößt in der Bevölkerung auf wenig Zustimmung: Nur knapp 30 Prozent der Deutschen befürworten eine solche Prämie, wie aus einer am Mittwoch vorgestellten Umfrage im Auftrag der Allianz pro Schiene hervorgeht. Demnach sprachen sich knapp 60 Prozent der Befragten für eine breiter angelegte "Mobilitätsprämie" des Staates für alle Bürger aus. Bei diesem Modell könnten die Verbraucher selbst entscheiden, ob sie die staatliche Förderung für den Kauf von Fahrrädern, von Bahn-Abos oder von umweltschonenderen Autos nutzen, erklärte Allianz pro Schiene. Das Konzept verbinde Umwelt- und Wirtschaftsinteressen und könne die Konjunktur ankurbeln. Eine "Abwrackprämie 2.0 mit hellgrünem Anstrich" dagegen subventioniere ausschließlich den privaten Autobesitz und verschärfe die Lasten durch den überbordenden Straßenverkehr, kritisierte der Geschäftsführer des Bündnisses, Dirk Flege.

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    Die britische Königin Elizabeth II. hat Premierminister Boris Johnson erlaubt, im Garten des Buckingham-Palastes zu joggen. Nach einem Bericht des "Telegraph" darf der Regierungschef aus Sicherheitsgründen nicht mehr in der Öffentlichkeit Sport machen. Er wolle aber nach seiner schweren Covid-19-Erkrankung seine Fitness verbessern. Johnson hatte mehrere Tage auf der Intensivstation einer Klinik behandelt werden müssen.

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    Nach mehreren Corona-Infektionen in einem Restaurant im Kreis Leer hat der Gaststättenbetreiber die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Bei der Wiedereröffnungsveranstaltung im Restaurant "Alte Scheue" in Moormerland habe es sich am 15. Mai nicht um eine private Party gehandelt. Es seien seitens des Betreibers alle Voraussetzungen erfüllt worden, die gemäß Paragraf 6 der niedersächsischen Corona-Verordnung vorgeschrieben seien, hieß es am Mittwoch in einer schriftlichen Erklärung mit Datum vom 26. Mai der Rechtsanwälte des Restaurantbetreibers.

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    Vor der Präsentation des europäischen Wiederaufbauplans rechnen Europapolitiker der Grünen mit einem Einlenken der sogenannten Sparsamen Vier. Gemeint sind Österreich, die Niederlande, Schweden und Dänemark, die sich daran stören, dass aus Krediten stammendes Geld als Zuwendung und nicht nur als rückzahlbares Darlehen an Krisenstaaten fließen soll. "Bei den Sparsamen Vier sehen wir jetzt auch, dass die Fronten bröckeln", sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europaparlament, Ska Keller, am Mittwoch im "Inforadio" des rbb. Dänemark habe gestern erklärt, doch konstruktiv an einer Lösung arbeiten zu wollen.

  • Tim Schulze
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    Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte in der Corona-Krise ihre bereits sehr expansive Geldpolitik weiter lockern. Sollte dies erforderlich sein, sei die EZB bereit, all ihre Instrumente einzusetzen, sagte die deutsche EZB-Direktorin Isabel Schnabel der Zeitung "Financial Times". Das Interview wurde am Mittwoch auf der Internetseite der EZB veröffentlicht.


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