VG-Wort Pixel

Kampf gegen Coronavirus Statt Parfüm: Luxuskonzerne stellen Produktion auf Desinfektionsmittel um

Ein geschlossenes Dior-Geschäft in Paris: Mutterkonzern LVMH kündigte an, Desinfektionsmittel statt Parfüm zu produzieren
Ein geschlossenes Dior-Geschäft in Paris: Mutterkonzern LVMH kündigte an, Desinfektionsmittel statt Parfüm zu produzieren
© Cohen Magali/ABACA / Picture Alliance
Der Luxuskonzern LVMH, zu dem auch Dior und Givenchy gehören, produziert in seinen Kosmetikfabriken ab sofort Desinfektionsmittel statt Parfüm. Diese sollen kostenlos an Krankenhäuser in Frankreich ausgeliefert werden. 

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus produziert der Luxuskonzern LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton in seinen Parfüm- und Kosmetikfabriken in Frankreich ab Montag große Mengen Desinfektionsmittel. Das teilte die Muttergesellschaft von Christian Dior, Guerlain und Givenchy am Sonntag mit. In den Fabriken, die eigentlich Parfüm für Christian Dior oder Givenchy herstellen, rollt ab sofort ein entsprechendes Gel vom Fließband. Die Handdesinfektionsmittel sollen dann kostenlos an Gesundheitseinrichtungen in Frankreich ausgeliefert werden. 

"Mit dieser Initiative will LVMH dazu beitragen, das Risiko eines Produktmangels in Frankreich zu verringern. Einer großen Anzahl von Menschen soll möglich sein, weiterhin die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um sich vor dem Coronavirus zu schützen", hieß es in einer Pressemitteilung. 

LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton ist der weltweit führende Luxusgüterkonzern. Zu der Gruppe gehören unter anderem auch Champagnerhäuser wie Veuve Clicquot Ponsardin und Krug sowie Modehäuser wie Kenzo und Fendi.

Desinfektionsmittel vielerorts ausverkauft 

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist in Frankreich die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln stark gestiegen. Vielerorts waren die Produkte zuletzt ausverkauft. In Paris weisen die meisten Apotheken Verbraucher mit Schildern darauf hin, dass ihre Vorräte ausverkauft sind.

In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Infizierten am Sonntag auf mehr als 5400 angestiegen. Die Zahl der an der Lungenkrankheit Covid-19 Gestorbenen erhöhte sich binnen 24 Stunden um 36 auf 127 Opfer. Viele Fabriken und Unternehmen sind gezwungen, die Produktion zu stoppen, wie etwa der Reifenhersteller Michelin.

Unterdessen riegelten Deutschland und Frankreich die gemeinsame Grenze weitgehend ab. Das Innenministerium in Paris kündigte an, die Grenzübertritte würden auf das strikt Notwendige zurückgefahren. Der Warenverkehr solle aber aufrecht erhalten bleiben, auch Pendler sollten weiterhin passieren dürfen.

ivi

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker