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"Grand Princess" : Ex-Passagier starb an Corona: Tausende sitzen auf Kreuzfahrtschiff vor Kalifornien fest

Erneut gibt es Befürchtungen um einen Coronavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff. Dieses Mal ist die "Grand Princess" vor der kalifornischen Küste betroffen. Ein Mann, der an den Folgen des Virus starb, war zuvor an Bord.

Die "Grand Princess"

Die "Grand Princess" (Archiv)

AFP

Wieder müssen Passagiere und Besatzung auf einem Kreuzfahrtschiff wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 ausharren, dieses Mal vor Kalifornien in den USA: Aus Angst vor einer Ausbreitung des Virus sitzen dort tausende Menschen auf der "Grand Princess" fest. Das Schiff sei vor der Küste Kaliforniens gestoppt worden, weil Passagiere und Besatzungsmitglieder Krankheitssymptome gezeigt hätten, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch vor Journalisten.

Die unter Corona-Verdacht stehenden Personen sollten nun auf den Erreger getestet werden, bevor die "Princess" in San Francisco einlaufen könne. Bei elf Passagieren und zehn Besatzungsmitgliedern bestehe der Verdacht einer Infektion. Für die Tests werden Newsom zufolge derzeit die nötigen Kits zum Schiff geflogen. Dem Gouverneur zufolge sollen sie binnen weniger Stunden Aufschluss darüber geben, ob Passagiere und Crewmitglieder an Bord "nur eine Erkältung haben oder an Covid-19 erkrankt sind".

An Covid-19 verstorbener Mann reiste zuvor mit "Grand Princess"   

Das Schiff war auf der Rückkehr von Hawaii nach San Francisco. Zuvor hatte die "Grand Princess" eine Reise nach Mexiko absolviert. Bei dieser Reise war auch ein 71-Jähriger an Bord, der letztlich an der durch das Coronavirus ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 starb, wie der Gouverneur und die Reederei Princess Cruises mitteilten. Er ist der erste Todesfall durch das Virus in Kalifornien. Der US-Bundesstaat rief am Mittwoch wegen der Ausbreitung des Virus den Notstand aus.

An Bord der "Grand Princess" sind nach Angaben von Gouverneur Newsom rund 2500 Passagiere. Hinzu kommen laut Reederei rund 1150 Crewmitglieder. Newsom will nun diejenigen Reisenden kontaktieren lassen, die sich im Februar auf der Kreuzfahrt nach Mexiko befunden hatten.

Gut 60 Passagiere, die nach der Reise nach Mexiko an Bord des Kreuzfahrtschiffes geblieben waren, wurden angewiesen, in ihren Zimmern zu bleiben und eine medizinische Untersuchung abzuwarten, wie die Reederei der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Es war allerdings unklar, ob sie zu denjenigen gehörten, die Symptome zeigten.   

Coronavirus auch auf "Diamond Princess"

Mit dem jüngsten Todesfall erhöhte sich die Gesamtzahl der Todesfälle in den USA auf elf. Dort gibt es bislang mehr als 100 bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2. Besonders betroffen ist der Westküstenstaat Washington nördlich von Kalifornien. 

Zum Unternehmen Princess Cruises gehört auch das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess", das im vergangenen Monat wegen des Coronavirus zwei Wochen lang vor der Küste Japans unter Quarantäne gestanden hatte. Mehr als 700 Menschen an Bord wurden positiv auf den Erreger getestet, mindestens sechs Menschen starben.

Das Auswärtige Amt hatte am Mittwoch in seine Reisehinweise den Hinweis aufgenommen, dass auf Kreuzfahrtschiffen ein erhöhtes Quarantäne-Risiko besteht.

rw / DPA / AFP

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