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Covid-19: Keine Einreise für Nicht-EU-Bürger am Frankfurter Flughafen

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt unaufhörlich. Bund und Länder wollen mit drastischen Einschränkungen die Ausbreitung des Virus in Deutschland bremsen. Auch in den USA verschärft sich die Krise. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im stern-Liveblog.

Mit einer Gesichtsmaske schützt sich dieser Mann in der Abflughalle des Terminals am Frankfurter Flughafen

Mit einer Gesichtsmaske schützt sich dieser Mann in der Abflughalle des Terminals am Frankfurter Flughafen

DPA

Bund und Länder wollen mithilfe von drastischen Einschränkungen die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland bremsen. Eine Vielzahl von Geschäften muss demnach geschlossen bleiben, Gottesdienste sowie Treffen in Vereinen dürfen nicht mehr stattfinden und Spielplätze sind tabu. Ziel sei es, soziale Kontakte im öffentlichen Bereich weiter einzuschränken. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, dürfen allerdings geöffnet bleiben.

Lesen Sie hier: Das kommt jetzt auf Deutschland zu

Die Maßnahmen sollen ab sofort gelten. Die Länder würden den am Montag gemeinsam von der Bundesregierung und den Regierungschefs der Bundesländer beschlossenen eineinhalbseitigen Handlungskatalog nun umsetzen, hieß es.

Tausende Coronavirus-Infektionen in Deutschland

Inzwischen sind in Deutschland laut Robert-Koch-Institut 7689 Menschen infiziert, das Monitoring der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore weist bedeutend mehr Fälle aus, Tendenz steigend. 20 Menschen sind bisher hierzulande an den Folgen gestorben. Das öffentliche Leben ist deutlich eingeschränkt, schon jetzt leidet darunter die Wirtschaft. Die Bundesregierung hat daher milliardenschwere Hilfen zugesagt.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Merkel: Deutschland wird Einreiserestriktionen sofort umsetzen (20.02 Uhr)
  • Bund und Länder wollen Zahl der Intensivbetten verdoppeln (18.14 Uhr)
  • Bund und Länder beschließen Krankenhaus-Notfallplan (18.04 Uhr)
  • EM 2020 soll ins kommende Jahr verlegt werden (13.42 Uhr)
  • WHO rät von Ibuprofen-Einnahme ohne ärztlichen Rat ab (12.12 Uhr)

Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.

Einen Überblick über die Ausbreitung des Virus finden Sie hier.

Alles, was Sie zum Thema Reisen in Zeiten des Coronavirus wissen müssen, finden Sie hier.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im stern-Liveblog: 

DPA / AFP

Coronavirus im Liveblog

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Bei einem 78 Jahre alten Mann ist in Schleswig-Holstein posthum eine Sars-CoV-2-Infektion bestätigt worden. Der Patient, der im Universitätsklinikum in Lübeck starb habe an Speiseröhrenkrebs gelitten, teilte das Klinikum am Dienstag mit. "Man kann nicht sagen, welche Rolle das Virus im Geschehen des Sterbens gespielt hat", sagte der Sprecher des Klinikums der dpa. Alle engen Kontaktpersonen seien identifiziert und alle Isolierungsmaßnahmen eingeleitet, hieß es.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Die Türkei hat den ersten Toten durch die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Zugleich habe sich die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten auf 98 mehr als verdoppelt, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Dienstag mit. Bei dem Toten handele es sich um einen 89-Jährigen, der sich bei jemandem angesteckt habe, der mit China in Kontakt gestanden habe. In der Türkei ist ebenso wie in vielen anderen Ländern das öffentliche Leben wegen der Coronaviruskrise bereits stark eingeschränkt worden. Auch sollten 3614 türkische Staatsangehörige, die aus mehreren europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, in die Heimat geflogen werden, in eine vierzehntägige Quarantäne geschickt werden.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Nicht-EU-Bürger können seit Dienstagabend nicht mehr am Frankfurter Flughafen einreisen. "Die Bundespolizei hat heute Abend die Weisung bekommen vom Bundesminister des Inneren, zur weiteren Eindämmung der Infektionsgefahr in Europa ab sofort allen Nicht-EU-Bürgern die Einreise zu verweigern", sagte der Sprecher der Bundespolizei am Flughafen, Reza Ahmari. Diese Regelung werde noch am Dienstagabend umgesetzt. "Heute Abend betrifft das nur noch einen Flug. Wir sind derzeit in der Auswertung, wie viele Flüge morgen betroffen sind", sagte er.

    Am Dienstag hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein faktisches Einreiseverbot für Nicht-EU Bürger angeordnet. Es soll zunächst für 30 Tage gelten. Wie das Innenministerium mitteilte, betrifft das Verbot alle Flüge sowie Schiffsreisen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben.

    Was passiert konkret mit den zurückgewiesenen Passagieren in Frankfurt? "Sie dürfen Deutschland im Prinzip nicht betreten", sagte Ahmari. "Wir haben hier am Flughafen einen Transitbereich. Natürlich werden dann erst einmal die polizeilichen Maßnahmen durchgeführt, und dann wird geschaut, wann der Rückflug möglich ist." Laut Bundespolizei sind die Airlines, die die Passagiere transportieren, dazu verpflichtet, diese dann wieder zurückzubringen.

    Am Dienstag hatten sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten auf zusätzliche Einreisebeschränkungen für den Schengenraum verständigt. Kanzlerin Angela Merkel sagte am Abend, bis auf ganz wenige Ausnahmen würden das alle Länder nun so in Kraft setzen. "Deutschland wird das sofort umsetzen."

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Vier Basketball-Profis der Brooklyn Nets haben sich mit Sars-CoV-2 infiziert. Einer der namentlich nicht genannten Spieler habe Symptome von Covid-19, die drei anderen seien beschwerdefrei, sagte ein Club Sprecher am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte entsprechende Berichte von US-Medien. In der NBA sind demnach nun insgesamt sieben Spieler mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

    Der erste positiv getestete Spieler war der Franzose Rudy Gobert von Utah Jazz. Infolge dessen war die Saison in der vergangenen Woche auf unbestimmte Zeit unterbrochen worden. Bekannt sind auch positive Tests bei Goberts Teamkollege Donovan Mitchell und Christian Wood von den Detroit Pistons.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Das österreichische Bundesland Tirol hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weitere Orte unter Quarantäne gestellt. Wie das Land am Dienstagabend mitteilte, gelten die Isolierungsmaßnahmen ab sofort auch für den bei Wintersportlern beliebten Ort Sölden sowie für St. Christoph am Arlberg. An den Ortsgrenzen werden daher polizeiliche Checkpoints eingerichtet.

    "Uns liegen drei positive Testungen von Personen aus Sölden vor, wo wir wiederum nicht ausschließen können, dass ein Bezug zu einer Schirmbar hergestellt werden kann", sagte Landeschef Günther Platter laut der Mitteilung. Damit steht nun die gesamte Arlbergregion unter Quarantäne. Schon am Mittag hatte das österreichische Bundesland Vorarlberg solche Maßnahmen für die Ortschaften Lech, Zürs, Stuben, Warth und Schröcken verkündet.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    In Frankreich breitet sich das Coronavirus weiterhin massiv aus: Die Zahl der Toten stieg binnen eines Tages um 27 auf 175 an, wie der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, mitteilte. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich auf 7730 bestätigte Fälle, das sind über tausend mehr als am Vortag. Sieben Prozent der gestorbenen Patienten waren demnach jünger als 65 Jahre. In ganz Frankreich gilt seit Dienstagmittag eine Ausgangssperre: Bürger dürfen ihre Wohnungen in der Regel nur noch aus zwingenden beruflichen oder medizinischen Gründen sowie für Einkäufe von Lebens- und Arzneimitteln verlassen.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Erstmals ist in Schleswig-Holstein ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen 78-Jährigen, der im Universitätsklinikum in Lübeck starb. Dies teilte das Klinikum am Dienstag mit.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Beim italienischen Fußball-Rekordmeister Juventus Turin gibt es einen weiteren prominenten Corona-Fall. Der französische Weltmeister Blaise Matuidi hat sich mit dem Virus infiziert und befindet sich derzeit in einer freiwilligen Quarantäne zu Hause. Das teilte der Serie-A-Club am Dienstag mit. Der 32-Jährige zeige keine Symptome der Lungenkrankheit Covid-19, schrieb Juve.

    Als erste Infektion im italienischen Spitzenfußball war der Fall von Juventus-Verteidiger Daniele Rugani bereits in der vergangenen Woche bekannt geworden. Zuletzt hatte der Verein von Ex-Weltmeister Sami Khedira mitgeteilt, dass nach Ruganis positivem Befund 121 Personen in häuslicher Quarantäne seien. Italien ist besonders betroffen von der Pandemie und gilt als Epizentrum in Europa. Die Regierung hat sämtliche Sportveranstaltungen im Land bis zum 3. April ausgesetzt.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland ist nach Angaben der in der US-Stadt Baltimore ansässigen Johns-Hopkins-Universität auf 24 gestiegen. Den Angaben vom Dienstag zufolge wurden 9257 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland registriert. Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnete bis Dienstagabend 7156 Fälle, was einem Plus von mehr als 1700 Infizierten gegenüber Montagabend entsprach. Laut RKI starben zwölf Menschen nach der Infektion mit dem Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst. Die Johns-Hopkins-Universität vermeldet stets höhere Zahlen als das RKI. Das Robert-Koch-Institut stuft das Corona-Risiko für die Bevölkerung seit Dienstag als "hoch" ein, davor hatten es die Experten als "mäßig" bewertet.

  • Rune Weichert
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    In Belgien gilt von Mittwochmittag an eine fast dreiwöchige Ausgangssperre. Ausnahmen gebe es nur für unbedingt nötige Dinge, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès nach einer stundenlangen Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Dienstagabend in der Hauptstadt Brüssel, wo auch zahlreiche EU-Institutionen ihren Sitz haben.

  • Rune Weichert
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    Um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, schränkt die dänische Regierung das öffentliche Leben weiter ein. Ab Mittwoch 10.00 Uhr dürfen weder Restaurants, noch Cafés, Kneipen oder Diskotheken geöffnet haben. Das sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstagabend. Auch Fitnessstudios, Sonnenstudios, Friseursalons und große Einkaufszentren müssten schließen. Frederiksen betonte, dass das Verbot nicht für Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und die Warenanlieferung gelte. Versammlungen mit mehr als zehn Personen sollen auch nicht mehr erlaubt sein.

    Dänemarks Königin Margrethe forderte ihre Landsleute am Abend in einer Fernsehansprache auf, den Anweisungen der Regierung zu folgen und zu Hause zu bleiben. "Das Coronavirus ist ein gefährlicher Gast. Er verbreitet sich wie ein Ring auf dem Wasser", mahnte sie. "Jetzt zeigen wir Zusammenhalt, indem wir Abstand halten." Margrethe beklagte, dass nicht alle die Situation ernst nähmen und trotzdem feierten. "Das ist gedankenlos und rücksichtslos."

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    In Baden-Württemberg ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Es handelt sich nach Auskunft des Landesgesundheitsamtes vom Dienstagabend um eine über 80-jährige stationär behandelte Patientin aus dem Ortenaukreis, die bereits am Montag starb. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Baden-Württemberg auf sechs.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Die Stadt Halle hat wegen der Coronavirus-Pandemie den Katastrophenfall ausgerufen. Damit könnten wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung von Sars-CoV-2 getroffen werden, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Dienstagabend mit. In Halle habe sich die Zahl der bestätigten Infektionsfälle deutlich erhöht. Einer der neu bestätigten Fälle betreffe die Mitarbeiterin eines Krankenhauses. Eine Station sei unter Quarantäne gestellt worden.

    Laut Katastrophenschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt gelten besondere Regeln, wenn der Katastrophenfall ausgerufen wird. So können etwa Sperrgebiete eingerichtet werden. Menschen in einem Katastrophengebiet sind aber auch unter anderem dazu verpflichtet, Anweisungen von Einsatzleitern zu befolgen, Fahrzeuge und andere Geräte zur Katastrophenabwehr zur Verfügung zu stellen oder bestimmte Gebiete zu verlassen.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    In der Corona-Krise haben die EU-Staats- und Regierungschefs der europäischen Wirtschaft jede verfügbare Hilfe zugesagt. "Was immer nötig" sei, werde gegen die Folgen der Krise getan, sagte EU-Ratschef Charles Michel am Dienstagabend nach einem Gipfel im Videoformat.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Die EU will sich nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel "entschieden" gegen wirtschaftliche Folgen der Corona-Krise stemmen. Dazu gehöre entscheidend die Bewegungsfreiheit für Güter und Waren im Binnenmarkt, sagte Merkel am Dienstagabend nach einer Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschefs zur Coronakrise. Dies sei wichtig, damit die Zulieferung von Teilen etwa für die Autoindustrie gewährleistet sei. Man müsse generell mit "sehr ernsten" Konsequenzen für die Wirtschaft durch die Epidemie rechnen.

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