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Covid-19-Pandemie Rapider Anstieg von Coronavirus-Infektionen: Texas stoppt Lockerungen

Bar in Texas
Trotz eines Anstiegs der Coronavirus-Fälle in Texas dürfen Geschäfte vorerst geöffnet bleiben – weitere Lockerungen soll es aber nicht geben (Archivbild)
© Tony Gutierrez / AP / DPA
Im US-Bundesstaat Texas werden die Lockerungen der Coronavirus-Eindämmungsmaßnahmen gestoppt. Geschäfte sollen aber geöffnet bleiben – zumindest vorerst.

Angesichts eines rapiden Anstiegs der Infektionszahlen legt der US-Bundesstaat Texas weitere Lockerungen der Coronavirus-Beschränkungen auf Eis. Gouverneur Greg Abbott erklärte, weitere Phasen der Wiedereröffnung würden vorerst ausgesetzt. Bisherige Lockerungen würden aber nicht rückgängig gemacht.

"Zunahme von Covid-19-Fällen" in Texas

"Während wir eine Zunahme von Covid-19-Fällen und Krankenhauseinlieferungen erleben, konzentrieren wir uns auf Strategien, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und gleichzeitig Texanern zu erlauben, Geld für ihre Familien zu verdienen", erklärte der Politiker der Republikanischen Partei von Präsident Donald Trump. "Geschäfte wieder zu schließen ist das Letzte, was wir als Bundesstaat wollen."

Die derzeitige Pause bei den Corona-Lockerungen werde helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, erklärte Abbott. Der Gouverneur rief die Bevölkerung auf, Schutzmasken zu tragen, sich regelmäßig die Hände zu waschen und Abstandsregeln einzuhalten.

Texas und eine Reihe weiterer US-Bundesstaaten erleben derzeit die höchste Zahl neuer Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Krise. Texas war auch einer jener Staaten, die Anfang Juni bei der Lockerung der Corona-Beschränkungen vorgeprescht waren. Experten hatten vor einer zu schnellen Rückkehr zur Normalität gewarnt.

122.000 Coronavirus-Tote in den USA

In den USA wurden bereits knapp 2,4 Millionen Coronavirus-Infektionen und mehr als 122.000 Tote registriert. Das sind die mit Abstand höchsten Zahlen weltweit.

Laut einer aktuellen Schätzung der US-Gesundheitsbehörde CDC könnte die tatsächliche Infektionszahl aber zehn Mal höher liegen. Demnach steckten sich seit Beginn der Krise schon fünf bis acht Prozent der Bevölkerung mit dem Virus an. Bei 329,8 Millionen US-Einwohnern bedeutet das, dass zwischen 16,5 und 26,4 Millionen Menschen in den vergangenen Monaten mit dem Virus infiziert wurden. Die Schätzung basiert auf Antikörper-Tests.

wue AFP

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