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News zur Coronavirus-Pandemie 129 Corona-Infizierte in Fleischfabrik in Westfalen

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin
Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin
© Christophe Gateau / DPA
Bund und Länder sind sich einig: Viele Corona-Auflagen sollen gelockert werden. Derweil werden weiter neue Infektionen gemeldet – allerdings steigt die Zahl der Fälle langsamer. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Bund und Länder haben sich auf weitreichende Lockerungen der Corona-Auflagen verständigt. Aber wie geht es weiter? Während über die richtige Strategie debattiert wird, meldet die Johns-Hopkins-Universität mehr als 168.000 bestätigte Infektionen in Deutschland  zuletzt verlangsamte sich der Anstieg der Neuinfektionen. Die Zahl der Toten hierzulande, die mit dem Coronavirus infiziert waren, wird mit 7.275 beziffert (hier finden Sie weitere Zahlen).

Weltweit steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bei mehr als 3,7 Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 263.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Donnerstagmorgen).

Die wichtigsten Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

  • 129 Corona-Infizierte in Fleischfabrik in Westfalen (20.39 Uhr)
  • Virologe Drosten: Deutschland in "einmalig guter Situation" derzeit (17.24 Uhr)
  • Veranstaltungen bis 100 Teilnehmer in Hessen wieder erlaubt (17.16 Uhr)
  • Lufthansa verhandelt über Hilfspaket in Höhe von neun Milliarden Euro (15.39 Uhr)
  • USA melden rund 3,2 Millionen neue Arbeitslose (14.49 Uhr)
  • Bundesliga: 1. und 2. Liga starten am 16. Mai wieder (13.41 Uhr)
Live Blog

Die Coronakrise: Alle News von Mittwoch, 7. Mai

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Nur mit kleinen Schritten will Kalifornien strenge Auflagen während der Corona-Krise lockern. Bisher geschlossene Geschäfte, etwa für Spielzeuge, Bücher, Sportartikel, Kleidung oder Blumen, dürfen ihren Betrieb jetzt stufenweise wieder aufnehmen und Waren zum Abholen anbieten. "Dies ist keine Rückkehr zur Normalität", betonte Gouverneur Gavin Newsom am Donnerstag (Ortszeit). Restaurants, Friseure, Kinos und Shopping-Malls bleiben in Kalifornien weiterhin zu.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Schweigeminute und symbolische Kranzniederlegung vor einer zerborstenen Diskokugel: Im Hamburger Kult-Stadtteil St. Pauli haben Bar- und Kneipenbesitzer am Donnerstagabend auf ihre Existenznöte aufmerksam gemacht und mehr finanzielle Hilfen gefordert. Initiatorin der Protestaktion auf der Reeperbahn war Dragqueen Olivia Jones, die selbst mehrere Bars auf dem Kiez betreibt. Sie mache sich große Sorgen um die Clubs Bars, Diskotheken und Kneipen, sagte die 50-Jährige. "Denn viele stehen vor dem Abgrund. Wir waren die ersten, die schließen mussten. Und werden die letzten sein, die wieder öffnen können. Für uns gibt es kein Licht am Ende des Tunnels."

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Sieben Fußballprofis der höchsten italienischen Fußball-Liga sind vor der Wiederaufnahme des Trainings positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dabei handelt es sich um vier Spieler von Sampdoria Genua und drei der AC Florenz. Das teilten die Clubs am Donnerstagabend mit. Die Gesamtzahl der registrierten infizierten Spieler der Serie A beträgt jetzt 23.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Eine im US-Bundesstaat Texas wegen des Verstoßes gegen die Corona-Vorschriften zu einer Woche Gefängnis verurteilte Friseurin kommt wieder frei. Gouverneur Greg Abbott strich am Donnerstag rückwirkend die Haftstrafen aus seinem Dekret zu Geschäftsschließungen im Kampf gegen die Pandemie. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates ordnete daraufhin die Freilassung von Shelley Luther an.

    Luther war am Dienstag zu sieben Tagen Haft verurteilt worden. Sie war von den Behörden mehrfach aufgefordert worden, ihren Friseursalon zu schließen. Luther widersetzte sich aber der Anordnung und musste deswegen in der Großstadt Dallas vor Gericht. Dort begründete sie ihr Verhalten damit, sie müsse ihre Kinder ernähren.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    An einem westlichen Geheimdienstpapier, das China scharf für den Umgang mit der Corona-Krise kritisiert haben soll, gibt es einem Medienbericht zufolge Zweifel. NDR-Recherchen zufolge sollen dem Bundesnachrichtendienst (BND) entsprechende Informationen vorliegen. Nach Informationen des Senders soll der BND die Obleute des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag am Mittwoch informiert haben, dass der Nachrichtendienst bei den mutmaßlichen Erstellern des Papiers, den Mitgliedern der "Five-Eyes"- eheimdienstallianz, nachfragte. Diese hätten daraufhin mitgeteilt, dass man keine Kenntnis von einem gemeinsamen Papier habe, berichtete der NDR am Donnerstag unter Berufung auf Teilnehmerkreise der vertraulichen Ausschusssitzung.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Wenn in einem Berliner Bezirk die neue Obergrenze für Infektionszahlen erreicht werden sollte, müssen Lockerungen nach Ansicht des Senats stadtweit zurückgenommen werden. "Wenn wir Maßnahmen zurückdrehen müssen, wenn wir Infektionszahlen erreichen, die als Stoppsignal zu werten sind, dann wird das flächendeckend für Berlin eingeführt werden müssen", sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Donnerstagabend. "Das war auch der Grund, warum gestern in der Diskussion der Ministerpräsidentenkonferenz die drei Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen diese Regelung nicht so ausdrücklich begrüßt haben."

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die dänischen Fußball-Ligen haben von der Regierung ihres Landes die Zustimmung für eine sofortige Wiederaufnahme des Ligabetriebs bekommen. Diese Nachricht bedeute, dass die Vereine der obersten beiden Profiligen bereits jetzt mit dem allgemeinen Mannschaftstraining beginnen könnten, erklärte die dänische Ligavereinigung Divisionsforeningen am Donnerstagabend. In den kommenden Tagen solle festgelegt werden, wann genau die ersten Begegnungen in den beiden Ligen angesetzt werden.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    In Schweden sind inzwischen mehr als 3000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesopfer habe sich binnen 24 Stunden um 99 auf 3040 erhöht, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde am Donnerstag mit. Insgesamt seien 24.623 Infektionen nachgewiesen worden.

    Schweden hat als Reaktion auf die Corona-Pandemie deutlich weniger Restriktionen verhängt als die meisten anderen europäischen Länder. So gelten keine Ausgangsbeschränkungen und neben Restaurants, Bars und Cafés sind auch Läden sowie die meisten Schulen weiterhin geöffnet. Der schwedische Sonderweg ist allerdings im Land nicht unumstritten. Auch aus dem Ausland gibt es Kritik.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Weil der Restaurantbereich in einem McDonald's im US-Bundesstaat Oklahomo in der Coronavirus-Krise geschlossen ist, hat eine Kundin das Feuer auf das Personal eröffnet. Vier Mitarbeiter des Schnellrestaurants in Oklahoma City, das zurzeit nur Speisen zum Mitnehmen anbietet, seien bei dem Vorfall am Mittwochabend verletzt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die 32-Jährige sei kurz danach festgenommen worden. Eine Polizeisprecherin sagte dem Sender NBC, der Sitzbereich des Restaurants sei zur Eindämmung des Coronavirus geschlossen gewesen.

    In der Mitteilung der Polizei hieß es, die Frau sei informiert worden, dass der Restaurantbereich nicht zugänglich sei. Sie habe sich dennoch geweigert, das Lokal zu verlassen. Mitarbeiter hätten die Frau daraufhin hinausgedrängt. Sie sei dann mit einer Handfeuerwaffe zurückgekehrt und habe das Feuer eröffnet.

  • Tim Schulze
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    Nach einem Corona-Ausbruch in einer westfälischen Fleischfabrik sollen alle rund 1200 Beschäftigten des Standortes auf das Virus getestet werden. Allein am Donnerstag seien bereits 200 Mitarbeiter des Unternehmens Westfleisch getestet worden, teilte der Kreis Coesfeld am Donnerstag mit. 129 Infizierte seien erfasst worden, davon würden 13 im Krankenhaus behandelt, allerdings keiner auf der Intensivstation.

  • Tim Schulze
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    Die mit dem Coronavirus infizierten Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 3" sind am Donnerstag auf die Quarantänestation eines Krankenhauses gebracht wo den. "Sie werden dort in Isolation untergebracht und versorgt", teilte Tui Cruises mit. Den acht Patienten gehe es in der Klinik in Geestland im Kreis Cuxhaven gut, sie seien ohne Symptome. Tui Cruises zufolge hat auch das am 30. April als erstes positiv getestete Crewmitglied, das auf der Isolierstation einer Klinik in Cuxhaven liegt, keine Symptome mehr. Die Mitarbeiter werden demnach vom Psychosozialen Dienst der Deutschen Seemannsmission betreut.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und die Länder müssen sich auf einen dramatischen Einbruch bei den Steuereinnahmen gefasst machen. Allein in diesem Jahr dürfte der Staat aufgrund der Corona-Krise rund 100 Milliarden Euro weniger Steuern einnehmen als bei der Herbst-Schätzung prognostiziert, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Schätzerkreise berichtete.

  • Daniel Wüstenberg
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    Norwegen schickt auch seine älteren Schüler zurück in den Unterricht. Alle Schulen im Land können ab Montag im Laufe der Woche wieder öffnen, wie Ministerpräsidentin Erna Solberg bei der Vorstellung der zweiten Phase der Lockerung der Corona-Maßnahmen in Oslo bekanntgab. Seit knapp zwei Wochen durften bereits Erst- bis Viertklässler wieder zur Schule gehen, die Schüler der fünften bis zehnten Stufen sowie der weiterführenden
    Schulen dagegen nicht.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    In Österreich haben sich mehrere Covid-19-Patienten von ihrer schweren Lungenkrankheit erholt, nachdem sie mit dem Blutplasma geheilter Coronavirus-Patienten behandelt wurden. Der experimentelle Therapieansatz habe bei drei Patienten im Krankenhaus Graz sehr gute Ergebnisse geliefert, sagte der Grazer Infektiologe Robert Krause bei einer Pressekonferenz. Bei der Blutplasma-Therapie handle es sich jedoch um eine "Option für ganz ausgewählte Patienten, die nicht auf alle übertragbar" sei, sagte Krause.

  • Tim Schulze
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    Der deutsche Basketball-Meister soll in einer Playoff-Runde mit Hin- und Rückspielen ermittelt werden. Das teilte die Basketball-Bundesliga am Donnerstag mit. Die jeweiligen Ergebnisse der beiden Partien im Viertel-, im Halbfinale sowie im Finale werden zu einem Endergebnis addiert, das dann über den Sieger entscheidet. Zuvor spielen die insgesamt zehn Mannschaften in zwei Fünfer-Gruppen in einer einfachen Gruppenphase nach dem Modus jeder gegen jeden. Alle Begegnung finden im Münchner Audi Dome statt. Geplant ist das "Final10" von Anfang Juni an für einen Zeitraum von drei Wochen.


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