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News zur Coronavirus-Pandemie 23 Corona-Infektionen in Düsseldorfer Pflegeheim nachgewiesen

Proben für Corona-Tests
Proben für Corona-Tests
© Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB / DPA
In Deutschland und Europa werden die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus schrittweise gelockert, die Fallzahlen steigen zurzeit nur moderat an. Anders dagegen in Brasilien: Das Land droht, zum neuen Zentrum der Pandemie zu werden. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Brasilien wird mehr und mehr zu einem Schwerpunkt der Coronavirus-Pandemie. Das Land hat einen weiteren Anstieg der Infektionen mit dem Errreger Saras-CoV-2 zu verzeichnen und liegt jetzt nach den USA und Russland auf dem dritten Platz weltweit. In dem südamerikanischen Land wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 347.398 Infektionen registriert. mindestens 22.013 Menschen starben nach einer Covid-19-Erkrankung (Stand der Daten: Sonntagmorgen).

Auch in Deutschland steigt die Zahl der bestätigten Neuinfektionen weiter an, wenn auch vergleichsweise moderat. Insgesamt wurde bei 179.986 Menschen das Coronavirus nachgewiesen, 8261 starben.

Weltweit starben laut Johns-Hopkins-Universität 342.147 Menschen infolge einer Coronavirus-Infektion, bei mehr als fünf Millionen Infizierten.

Die wichtigste Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • 23 Corona-Infektionen in Düsseldorfer Pflegeheim nachgewiesen (18.48 Uhr)
  • Nach Gottesdienst in Frankfurt mindestens 107 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (15.07 Uhr)
  • Mediziner warnen vor "starkem Anstieg" der Coronavirus-Fälle in Deutschland (10.02 Uhr)
  • Corona-Ausbruch in Niedersachsen: Landkreis prüft Hinweise auf Regelverstöße in Restaurant (10.01 Uhr)
  • Städtetag befürchtet Ladensterben (10.00 Uhr)
  • Ramelow verteidigt Lockerungspläne für Thüringen (9.59 Uhr)

Die Coronakrise: News von Sonntag, 24. Mai

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Kosten für die im Zuge der Corona-Pandemie gestiegene Kurzarbeit könnten laut dem Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, am Ende des Jahres bei mehr als 30 Milliarden Euro liegen. "Der Bund müsste dann aushelfen", sagte Scheele dem Berliner "Tagesspiegel". Ausgezahlt habe die BA bislang aber lediglich 2,5 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld. Dass die Summe noch vergleichsweise niedrig sei, liege daran, dass viele Unternehmen noch nicht abgerechnet hätten, sagte Scheele. Sorgen, dass das Geld nicht ausreichen könnte, hat Scheele nach eigenen Worten aber nicht: "Für den Fall, dass die Rücklagen der Bundesagentur für Arbeit aufgebraucht werden, wird der Bund einspringen."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Nach einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt haben sich mindestens 107
    Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
    Das teilte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) in Wiesbaden mit. Die Menschen lebten in Frankfurt und drei hessischen Landkreisen. Der Gottesdienst war bereits vor rund zwei Wochen. Zunächst war von mehr als 40 Infizierten die Rede gewesen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Fußball-Landesverbände Sachsen (SFV) und Sachsen-Anhalt (FSA) fordern vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) den Abbruch der 3. Liga wegen der Corona-Pandemie. Ein entsprechender Antrag für den DFB-Bundestag an diesem Montag wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA am Freitag dem DFB zugestellt. In dem Antrag wird gefordert, dass es in dieser Saison keine Absteiger in die Regionalligen geben soll. Gleichzeitig sollen die per 27. Spieltag auf den Aufstiegsrängen zur 2. Bundesliga stehenden Vereine genauso aufsteigen wie der Tabellen-Dritte, der eigentlich eine Relegation spielen müsste.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    In Russland ist die Zahl der Corona-Todesfälle innerhalb eines Tages auf einen neuen Höchststand gestiegen. 153 infizierte Menschen starben seit Samstag, wie die Behörden in Moskau mitteilten. Damit gibt es mittlerweile 3541 Tote im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Landesweit haben sich mehr als 344 400 Menschen infiziert – 113 300 gelten als genesen.

  • Daniel Wüstenberg
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    Trotz der Hoffnung auf weitere Lockerungen für den Theaterbetrieb in der Coronakrise rechnen viele Freilichtbühnen nicht mehr mit einer Wiederaufnahme der Saison in größerem Umfang. "Einen Freilichtsommer wie man ihn gewohnt ist, wird es bei den bestehenden Bedingungen nicht geben. Selbst bei gewaltigen Lockerungen blieben zu viele Probleme für eine reguläre Spielzeit", sagte Herbert Knecht, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Freilichtbühnen (VDF) Nord.

  • Daniel Wüstenberg
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    In Schleswig-Holstein hat es nach Angaben der Landesregierung zuletzt binnen 24 Stunden keine offiziell gemeldete Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Coronakrise nachgewiesenen Fälle mit Stand Samstagabend weiterhin 3062, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte. Die Zahl der Gestorbenen erhöhte sich aber um eine Person auf 137. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 31 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat eine Verlängerung und Ausweitung der Soforthilfe-Programme für Freiberufler in der Coronakrise gefordert. "Der Corona-Rettungsschirm lässt gerade kleine Unternehmen auch bei den Freien Berufen im Regen stehen. Bei der Soforthilfe und den Kreditangeboten muss dringend nachgesteuert werden", sagte BFB-Präsident Wolfgang Ewer den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Ewer forderte, die Frist zur Beantragung der staatlichen Soforthilfe zu verlängern. Diese läuft planmäßig am 31. Mai ab. Allerdings würden bei vielen Freiberuflern Umsätze und Liquidität erst zeitversetzt wegbrechen, sagte Ewer. "Anträge sollten also nicht nur bis Ende Mai, sondern mindestens bis Ende August gestellt werden können."

  • Daniel Wüstenberg
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    Die zweite Testreihe bei den 20 Teams der englischen Premier League hat zwei positive Coronavirus-Fälle ergeben. Es seien insgesamt 996 Spieler und Mitglieder des Trainer- und Betreuerstabs getestet worden, wie die Fußball-Liga mitteilte. Die Namen der positiv Getesteten von zwei Clubs, die nun für sieben Tage in Quarantäne müssen, nannte die Premier League nicht. Die Tests waren von Dienstag bis Freitag genommen worden.

    Die erste Testreihe, deren Ergebnisse am vergangenen Dienstag veröffentlicht worden waren, hatte sechs Infizierte von drei Teams unter insgesamt 748 Personen ergeben. Diese sechs seien bislang nicht erneut getestet worden, weil sie immer noch in Selbst-Isolation seien, hieß es weiter.

  • Daniel Wüstenberg
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    Mit Blick auf fortschreitende Lockerungen und die bevorstehende Urlaubszeit erinnern Experten an das Risiko eines erneuten Anstiegs von Corona-Neuinfektionen. Aktuell sähen die Infektionszahlen zwar gut aus, sagte der Arzt und Gesundheitsforscher Max Geraedts von der Universität Marburg der Nachrichtenagentur DPA. Wenn Menschen jedoch wieder vielerorts eng zusammenkämen, etwa in Bars, könnte das dennoch ausreichen, "um wieder einen starken Anstieg loszutreten". Gerade die Reisezeit berge zudem das Risiko, dass sich das Virus noch flächendeckender ausbreite als bislang schon, erklärte Geraedts – also auch an Orte, die bislang verhältnismäßig verschont geblieben sind.

    Auch Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen erklärte: "Wenn man sich veranschaulicht, dass nur ein sehr geringer Bevölkerungsanteil bisher immun sein dürfte, so ist klar, dass das Virus sich schnell auch wieder ausbreiten kann, wenn die Bedingungen dafür stimmen."

  • Daniel Wüstenberg
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    Nach dem Corona-Ausbruch in Niedersachsen prüft der Landkreis Leer Hinweise auf Regelverstöße in einem Restaurant. "Aus den Hinweisen, die uns vorliegen, ergeben sich Indizien, dass am Abend des 15. Mai möglicherweise gegen Corona-Regeln verstoßen worden ist", sagte Landrat Matthias Groote (SPD). Ob dies der Fall war, müsse das Ordnungsamt in einem Ordnungswidrigkeiten-Verfahren klären.

    Bis Samstag wurden zehn Menschen, die bei der Wiedereröffnung des Lokals in Moormerland in geschlossener Gesellschaft dabei waren, positiv auf Corona getestet. Eine weitere Person aus einem anderen Landkreis habe sich in der Folge angesteckt, teilte der Landkreis am Samstag mit. Demnach wurde für rund 70 Frauen und Männer häusliche Quarantäne angeordnet. Da einige von ihnen bereits Symptome zeigten, seien weitere Infektionsfälle nicht auszuschließen.

  • Daniel Wüstenberg
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    Die Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen zeigen nach Ansicht von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, "dass unsere Gesellschaft eine offene ist". "Unsere Demokratie, unser Rechtsstaat funktionieren", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Es ist gut, wenn sich der Wunsch artikuliert, etwa die Meinungsfreiheit zu erhalten. Dass sich in solche Demonstrationen mitunter auch Personen mit abstrusen Theorien begeben, lässt sich nicht verhindern." Niemand sei vor "dem Beifall von der falschen Seite" sicher. "Allerdings rate ich jedem, der zu unserem Grundgesetz steht, zu Extremisten Abstand zu halten, um sich nicht auf die eine oder andere Art anzustecken."

  • Daniel Wüstenberg
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    Der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung (SPD), befürchtet angesichts der Coronakrise eine dramatische Veränderung der Innenstädte durch Einzelhandelspleiten. "Das ist eine unserer größten Sorgen", sagte der Leipziger Oberbürgermeister dem Berliner "Tagesspiegel". Diese Krise betreffe gerade die Innenstädte besonders schwer. "Handel, Gastronomie, Kultur, einfach alles."

    Er könne keine Prognose abgeben, wie lange Kaufhäuser und Kleinhändler diese Krise noch durchhalten könnten, sagte Jung. Es sei "schrecklich bequem", nur noch im Internet Dinge zu bestellen. Andererseits bleibe "die Sehnsucht nach Begegnung und danach, das was man kaufen will auch anzufassen und auszuprobieren". Um Geschäfte vor dem Kollaps zu bewahren, sei es wichtig, "wieder mehr Wohnen und Arbeiten in der Innenstadt zu ermöglichen".

  • Daniel Wüstenberg
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    Die wegen der Corona-Krise schwer angeschlagene Lufthansa will einem Zeitungsbericht zufolge ab Juni ihr Streckennetz wieder ausbauen. In der zweiten Junihälfte sollten allein aus Frankfurt rund 20 Ziele wieder angeflogen werden - darunter Heraklion (Kreta), Rhodos, Dubrovnik, Faro, Venedig, Ibiza und Malaga, berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Konzernkreise. Die Lieblingsinsel der Deutschen, Mallorca, werde ab Mitte Juni deutlich häufiger angeflogen. Mit dem neuen Juni-Flugplan sollten insgesamt 80 weitere Flugzeuge reaktiviert werden, die bislang wegen der Coronavirus-Pandemie am Boden standen, berichtet das Blatt

  • Daniel Wüstenberg
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    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat das geplante Ende der allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland mit der aktuellen Infektionslage begründet. "Wir haben im März auf der Grundlage von Schätzungen von 60.000 Infizierten entschieden – jetzt haben wir aktuell 245 Infizierte", sagte der Linke-Politiker der "Bild am Sonntag" zur Situation in Thüringen. "Der Erfolg gibt uns mit den harten Maßnahmen recht – zwingt uns nun aber auch zu realistischen Konsequenzen und zum Handeln. Und das heißt: Für Thüringen empfehle ich die Aufhebung der Maßnahmen."

    Ramelow hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten zu wollen. Anstatt dieser Vorgaben soll es dann regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben.

DPA AFP

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