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News zur Coronavirus-Pandemie Bund und Länder einigen sich auf Konzept zur stufenweisen Kita-Öffnung

Kinderrucksäcke hängen im Eingangsbereich in einem Kindergarten
Kinderrucksäcke im Eingangsbereich eines Kindergartens – Bund und Länder empfehlen nun ein Konzept zur Öffnung der Kitas
© Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/DPA
In Deutschland gilt Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Geschäften. Die Debatte, wie weit die Corona-Schutzmaßnahmen gehen dürfen, nimmt an Fahrt auf. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

In Deutschland gilt in allen Bundesländern eine Maskenpflicht - zumindest in Geschäften und in Bussen und Bahnen. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt unterdessen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde weltweit bei mehr als drei Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 210.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Dienstagmorgen).

In Deutschland gibt es fast 159.000 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten wird hierzulande derzeit mit 6126  beziffert. (hier finden Sie weitere Zahlen)

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • British Airways will bis zu 12.000 Stellen streichen (18.38 Uhr)
  • Französische Fußball-Liga kurz vor Saisonabbruch (16.30 Uhr)
  • Meck-Pomm will Altenheime flächendeckend testen (15.07 Uhr)
  • Bundesweit herrscht nun im Einzelhandel Maskenpflicht (14.29 Uhr)
  • Kultusminister: Jeder Schüler soll vor Ferien Schule besucht haben (13.42 Uhr)

Die Coronakrise: Alle News vom Dienstag, 28. April

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Der Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat ist einem Medienbericht zufolge gegen den Plan von Präsident Donald Trump, Billionen-Ausgaben für die Infrastruktur in ein weiteres Corona-Hilfspaket aufzunehmen. Mitch McConnell habe Parteifreunden in einem Telefonat erklärt: "Den Demokraten und das Weiße Haus muss das klar gemacht werden", berichtet die Nachrichtenwebsite Axios unter Berufung auf zwei mit dem Anruf vertraute Personen. Im Kongress wird über ein weiteres Hilfspaket diskutiert. Trump, ebenfalls Republikaner, hat angeregt, darin auch Ausgaben in Höhe von zwei Billionen Dollar für die Infrastruktur einbringen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Zahl der Covid-19-Erkrankten in französischen Krankenhäusern und Intensivstationen sinkt weiter. Den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge setzt sich damit eine seit zwei Wochen anhaltende Entwicklung fort. Die Zahl der neuen Todesfälle stieg um 367 auf 23.660, die der bekannten Neuinfektionen um 1520 auf 129.859.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Fußball-Bundesliga hat offenbar eine wichtige Hürde auf dem Weg zu Geisterspielen aufgrund der Coronavirus-Pandemie gemacht. Das Bundesarbeitsministerium hat nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) in Sachen Arbeitsschutz grünes Licht für Spiele der 1. und 2. Liga unter Ausschluss von Zuschauern gegeben. "Der Arbeitsschutz der Spieler, Trainer und Betreuer kann bei vollständiger Umsetzung des Konzepts weitgehend sichergestellt werden", heißt es demnach mit Blick auf ein weiterentwickeltes Wiederaufnahme-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) in einem Schreiben von Björn Böhning (SPD) als Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium.

    Das Schreiben ist an Kanzleramtschef Helge Braun, das Bundesinnenministerium und das Bundesgesundheitsministerium gerichtet. Dem Arbeitsministerium obliegt aber nicht die Entscheidung für Geisterspiele. Eine positive Rückmeldung ist aber eine Grundvoraussetzung für die Zustimmung der Politik.

    Die DFL hatte ihr Konzept für den Wiederbeginn des Liga-Fußballs nach Hinweisen des Arbeitsministeriums weiterentwickelt. In der aktuellen Fassung sei das Konzept "sinnvoll, reduziert Risiken und ist daher arbeitsschutzrechtlich akzeptabel", heißt es von Böhning.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Spanien will auf der Grundlage eines Vier-Stufen-Plans ab dem 4. Mai die Beschränkungen lockern. Das Ziel sei es, bis Ende Juni zur Normalität zurückzukehren, sagt Ministerpräsident Pedro Sanchez. Dabei werde das Vorgehen von Region zu Region unterschiedlich verlaufen, je nachdem wie sich die Infektionsrate entwickelt, wie viele Intensivbetten frei sind und wie gut die Vorgaben etwa zum Mindestabstand eingehalten werden.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Familienminister von Bund und Ländern empfehlen in der Corona-Krise einen "behutsamen" Wiedereinstieg in die Kinder-Tagesbetreuung in vier Stufen. Das teilte das Ministerium von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Dienstagabend mit. Ein konkretes Datum für die mögliche Wiederaufnahme des Kita-Betriebs wird in dem gemeinsamen Beschluss nicht genannt. Die vier Phasen umfassen demnach die aktuelle Notbetreuung, eine erweitere Notbetreuung, einen eingeschränkten Regelbetrieb und die Rückkehr zum Normalbetrieb.

    Der Beschluss soll in die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Donnerstag einfließen. Letztlich liegt die Entscheidung bei den einzelnen Bundesländern. Oberstes Ziel sei unverändert, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen, hieß es in der Mitteilung.

  • Ellen Ivits
    • Ellen Ivits

    Wegen der Corona-Pandemie ist die laufende Fußballsaison in Argentinien vorzeitig abgebrochen worden. Alle Wettbewerbe, einschließlich der 1. Liga, werden eingestellt, wie der argentinische Fußballverband AFA am Dienstag mitteilte. Wegen der Coronakrise hatte die Superliga bereits seit Mitte März pausiert. Die neue Saison soll nun im Januar 2021 beginnen.

  • Ellen Ivits
    • Ellen Ivits

    Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Italien auf mehr als 200.000 gestiegen. Insgesamt haben sich in dem Land bis Dienstag 201 505 Menschen mit dem Virus angesteckt, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Zahl der Toten stieg um 382 auf insgesamt 27 359. Für die politischen Entscheidungen zu denAusgangsbeschränkungen ist aber vor allem die Zahl der Patienten auf der Intensivstation und im Krankenhaus wichtig, die weiter sinkt. Auch die Zahl der aktuell positiven Fälle - also die Zahl, aus der Tote und Genesene herausgerechnet werden - sank weiter.

  • Ellen Ivits
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    British Airways will bis zu 12.000 Stellen streichen. Der Mutterkonzern der Airline, die IAG-Gruppe, begründete die Entscheidung am Dienstag damit, dass es voraussichtlich mehrere Jahre dauern werde, bis sich der Flugverkehr wieder normalisiert habe. Zur IAG-Gruppe gehören auch die Fluggesellschaften Iberia und Vueling.

  • Ellen Ivits
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    Die isländische Fluggesellschaft Icelandair streicht im Zuge der Corona-Krise rund 2000 Stellen. Damit reagiere man auf die ernsthafte Situation, die durch die Pandemie für die Flug- und Tourismusbranche entstanden sei, teilte die Airline am Dienstag mit. Alle Unternehmensbereiche, vor allem aber die Besatzung, Wartung und der Bodenbetrieb, seien von der Maßnahme betroffen. Icelandair hoffe, den Betroffenen wieder eine Anstellung anbieten zu können, sobald sich die Märkte von der Pandemie erholt hätten, erklärte Unternehmenschef Bogi Nils Bogason. Der Großteil der verbleibenden Mitarbeiter soll demnach in Teilzeit weiterbeschäftigt werden, die Gehälter von Vollzeitkräften werden gekürzt.

  • Ellen Ivits
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    Der französische Handelskonzern Carrefour hat in der Coronakrise seinen Umsatz in die Höhe geschraubt. Auf vergleichbarer Basis habe der Konzern im ersten Quartal des laufenden Jahres 7,8 Prozent mehr erlöst als ein Jahr zuvor, teilte Carrefour am Dienstag mit. Der Grund seien "vorsorgliche Käufe" im März im Zuge der Corona-Pandemie gewesen.

  • Ellen Ivits
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    In Berlin läuft dem Virologen Christian Drosten zufolge eine Untersuchung zur Rolle von Kindern in der Coronavirus-Pandemie. Im Labor an der Charité sei man dabei, die Viruskonzentration im Rachen von Kindern zu bestimmen, sagte der Wissenschaftler am Dienstag im NDR-Podcast. Über Ergebnisse und die Datengrundlage könne er wahrscheinlich an diesem Donnerstag sprechen. Drosten erhofft sich demnach mehr Erkenntnisse darüber, ob Kinder das Virus ebenso abgeben wie Erwachsene. Das sei wichtig für die Debatte über Kita-Öffnungen.

  • Ellen Ivits
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    Griechenland wird die Corona-Sperren vom nächsten Montag an in mehreren Etappen langsam aufheben. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kündigte am Dienstag im Staatsfernsehen Lockerungen "Schritt für Schritt" an. Am 4. Mai dürfen Friseursalons, Elektrogeschäfte und Buchhandlungen wieder aufmachen. Zudem darf man dann wieder ohne Einschränkungen auf die Straße. Der Unterricht für die Schüler der letzten Klasse des Gymnasiums soll am 11. Mai wieder beginnen.

  • Ellen Ivits
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    Mehr als ein Dutzend österreichische Fangruppen haben sich gegen die Ausrichtung von Fußball-Geisterspielen ausgesprochen. Die Fortsetzung der Bundesliga-Saison nach der coronabedingten Unterbrechung wäre ein "fatales Signal" an die gesamte Gesellschaft, hieß es am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung der Fangruppen. Der Fußball würde sich damit noch weiter von seiner Basis entfernen.

  • Ellen Ivits
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    Frankreich will die seit sechs Wochen geltende Ausgangssperre ab dem 11. Mai lockern. Ab diesem Datum sollen Geschäfte und Schulen schrittweise wieder öffnen, wie Premierminister Edouard Philippe am Dienstag in einer Regierungserklärung in der Pariser Nationalversammlung ankündigte. Geplant sind eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie eine massive Ausweitung der Corona-Tests. Zudem soll es eine Handy-App zur Nachverfolgung der Infektionswege geben.

  • Ellen Ivits
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    Wladimir Putin hat alle russischen Bürger bis zum 11. Mai in den Urlaub geschickt. Die Gehälter sollen aber weiter bezahlt werden. Diese Maßnahme gilt bereits den ganzen April über und soll die Zahl der Coronavirus-Infektionen im Zaum halten. Damit wären viele Russen dann insgesamt sechs Wochen bei vollem Lohnausgleich zu Hause. Erst nach dieser Zeit werde es schrittweise Lockerungen geben, sagte Putin bei einer TV-Ansprache.

    Anfang Mai gibt es in Russland traditionell viele freie Tage. Der 9. Mai ist einer der wichtigsten Feiertage für das Land. An diesem Tag wird der Sieg der Sowjetunion über Hitler-Deutschland gefeiert.

<br/> DPA AFP

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