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News zur Coronavirus-Pandemie: Corona-Ausbruch in Restaurant im Landkreis Leer: sieben Infizierte, 50 unter Quarantäne

In Europa und Deutschland werden die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus nach und nach weiter gelockert, die Zahl der Neuinfektionen weltweit steigt aber weiter an. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Eilmeldung

Deutschland hat seine Corona-Maßnahmen gelockert und geht Schritte in die "neue Normalität" - wie viele andere Staaten in Europa. Die Johns-Hopkins-Universität meldet unterdessen 179.700 bestätigte Infektionen in Deutschland. Die Zahl der Corona-Toten hierzulande wird mit 8228 beziffert. (Stand: Freitagabend). 

Weltweit steigt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bei mehr als 5,1 Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 336.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

+++ Lesen Sie auch: Wo wird die Obergrenze gerissen? Daten zu allen Kreisen finden Sie hier. +++

Die wichtigsten Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • Corona-Ausbruch in Restaurant im Landkreis Leer (22.02 Uhr)
  • WHO: Südamerika neues Epizentrum der Pandemie (21.39 Uhr)
  • Bundespräsident Steinmeier: "Kritik ist nicht reserviert für Corona-freie Zeiten" (15.49 Uhr)
  • Bericht: Scholz plant Familienbonus von 300 Euro pro Kind (13.36 Uhr)
  • Karlsruhe: Corona-Beschränkungen auch für psychisch Kranke zumutbar (12.12 Uhr)
  • Söder verlangt "Obergrenze" für Corona-Hilfspakete: "Nicht einfach Geld verteilen" (8.27 Uhr)
DPA / AFP

Die Coronakrise: News von Freitag, 22. Mai

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Im Hochsicherheitsgefängnis Silivri im Westen der türkischen Millionenmetropole Istanbul sind 82 Insassen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Es gehe ihnen gut, hieß es in einer Stellungnahme der zuständigen Staatsanwaltschaft. Zehn Betroffene seien im Krankenhaus, die anderen im Gefängnis isoliert. Zudem sei am Donnerstag ein Insasse an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Im Kampf gegen das Coronavirus sieht der russische Präsident Wladimir Putin erste Erfolge. Die Lage habe sich im ganzen Land stabilisiert, sagte er bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Videokonferenz. "Bisher ist diese positive Dynamik nicht so schnell, wie wir uns das wünschen. Manchmal ist sie instabil, aber sie existiert." Etwa 165.000 Corona-Patienten könnten die Kliniken aufnehmen. 30 Prozent dieser Betten seien derzeit nicht belegt.

    Russland ist nach Erhebungen der US-Universität Johns Hopkins nach den USA das Land mit den weltweit meisten Corona-Infektionen. Mit Stand Freitag haben sich nach russischen Behördenangaben mehr als 326.400 Menschen mit dem Virus infiziert. Es wurden 3249 Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit registriert.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Fitnessstudios in Thüringen dürfen unter Auflagen öffnen. Das hat das Thüringer Oberverwaltungsgericht beschlossen und damit die Thüringer Corona-Verordnung mit Blick auf diese Sporteinrichtungen gekippt. Die Regelung dort sieht eigentlich vor, dass die Studios erst ab dem 1. Juni öffnen dürfen. Voraussetzung für eine Öffnung sei aber, dass ein Infektionsschutzkonzept für das Studios erstellt und nachgewiesen wird, hieß es in der Mitteilung des Gerichts. Die Entscheidung ist unanfechtbar. Der Beschluss gelte für ganz Thüringen. Sollte sich die Corona-Lage in einzelnen Regionen aber verschärfen, könnten die Öffnungen wieder mit Anordnungen eingeschränkt werden.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Veronika Rücker, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), befürchtet im Zuge der Coronakrise das vorzeitige Karriereende vieler talentierter Anschlusskader. "Sehr große Sorgen machen uns vor allem jene Sportlerinnen und Sportler, die aktuell keinem Bundeskader angehören. Ich befürchte, dass in dieser großen Gruppe Karrieren jetzt verstärkt hinterfragt und im schlechtesten Fall beendet werden", sagte Rücker in einem Interview der Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Im Gegensatz dazu habe sie den Eindruck, dass die Mehrheit der Spitzenathleten "dank der bestätigten Weiterführung der Förderung durch die Sporthilfe und zahlreicher Sportförderstellen" die Krise gut meistere. "Die allermeisten der Olympiakandidaten haben mittlerweile ihren Fokus auf Tokio 2021 gelegt", berichtete Rücker.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    In Mecklenburg-Vorpommern sind zum dritten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vortag keine weiteren Infektionen nachgewiesen worden. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in Rostock wurden (Stand 22.5. 2020, 15.00) im Land insgesamt 759 Menschen positiv auf das Covid-19-Virus getestet. Drei aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg gemeldete Fälle hätten sich bei Nachtestungen nicht bestätigt. Rund 700 der positiv getesteten Menschen in dem Bundesland seien von einer Covid-19-Erkrankung genesen.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Ein Journalist aus Myanmar muss wegen einer Falschmeldung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ins Gefängnis. Zaw Ye Htet, Chefredakteur der Nachrichtenagentur Dae Pyaw, sei von einem Gericht im Bundesstaat Karen zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, teilte sein Anwalt mit. Ihr Mann werde "gegen diese unfaire Entscheidung Berufung einlegen", sagte seine Frau Phyu Phyu Win der Nachrichtenagentur AFP.

    Zaw Ye Htet war nach Angaben seines Anwalts Mitte April nach der Veröffentlichung einer Falschmeldung über einen angeblichen Corona-Todesfall festgenommen worden. Nach Angaben seines Anwalts berief sich das Gericht auf einen umstrittenen Gesetzesartikel, mit dem Journalisten und Aktivisten oftmals konfrontiert werden, wenn sie Inhalte veröffentlichen, die Angst oder Beunruhigung hervorrufen. Die Regierung in Myanmar hatte verkündet, dass Menschen wegen der Verbreitung von Falschinformationen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie strafrechtlich verfolgt werden können. Es ist jedoch der erste Fall, bei dem ein Journalist involviert ist.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Die gesetzlichen Krankenkassen sind nicht bereit, die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Ausweitung der Corona-Tests zu finanzieren. "Uns ist wichtig, dass die Testung im Rahmen der Pandemiebekämpfung als staatliche Aufgabe auch vom Staat finanziert wird", sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz, der "Augsburger Allgemeinen". Es sei aber in jedem Fall sinnvoll, im Rahmen der Pandemiebekämpfung die Tests auszuweiten, fügte Lanz hinzu."Wir sind verpflichtet, in vielen Fällen die Reihentests zunächst zu finanzieren", erklärte Lanz. Er machte gleichzeitig klar, dass die Kassen dafür Steuergeld erwarten. "Selbstverständlich werden wir bei den Finanzberatungen im Herbst darauf achten, dass die gesetzliche Krankenversicherung diese Kosten aus dem Bundeshaushalt erstattet bekommt", sagte Lanz.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht in den Debatten über die Corona-Politik einen Nachweis der Stärke der Demokratie. "Wie lebendig unsere Demokratie, wie tief verankert und wie hoch geschätzt ihre Grundwerte sind, das zeigt sich doch gerade jetzt in dieser Krise", schreibt er in einem Gastbeitrag in der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe). "Kritik ist nicht reserviert für Corona-freie Zeiten."

    Er halte die Corona-Beschränkungen für sinn- und maßvoll. Sie seien zwar "massiv" und "einmalig in unserer Geschichte", dienten aber dem Schutz von Gesundheit und Leben. Er freue sich über die lebhaften Diskussionen, warnte aber zugleich vor deren Missbrauch. Einige Menschen versuchten in die Debatten "ihre vergifteten Ideen" zu bringen, "um Zweifel am Sinn und der Rechtmäßigkeit demokratischer Verfahren zu säen", so der Bundespräsident. Hinter Verschwörungstheorien stünden harte politische Ziele, "die wir nicht ignorieren dürfen". Gewählte Politiker, seriöse Journalisten und wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskreditieren, sei "nichts weniger als ein Angriff auf unsere Demokratie". Dabei sei es gerade die demokratische Grundordnung, die sich in der Pandemie bewähre. Dass die Infektionskurve abgeflacht werden konnte, sei ein "gesamtgesellschaftlicher Kraftakt", den wir als verantwortungsbewusste Bürger leisteten - ohne dass "eine eiserne Hand uns dazu zwingt".

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Die Universität Oxford sucht tausende Freiwillige für die zweite Phase eines Tests mit einem möglichen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Die klinische Studie laufe "bislang sehr gut", erklärte Andrew Pollard von der Impfstoff-Forschungsabteilung der Uni. In der zweiten Phase solle nun untersucht werden, wie gut der Impfstoff bei älteren Erwachsenen anschlage und ob das Mittel der gesamten Bevölkerung Schutz bieten könne. Gesucht werden jetzt bis zu 10.260 Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren. Die erste Phase der Studie hatte im April mit 160 Teilnehmern im Alter zwischen 18 und 55 Jahren begonnen. Wann der mögliche Impfstoff zur Verfügung stehen könne, sei allerdings "unmöglich vorherzusagen", sagte Pollard der BBC. Vieles hänge davon ab, dass für die zweite Phase genügend Probanden gefunden werden, die bereits mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    UN-Menschenrechtler haben die Zwangsräumung von Hunderten Häusern in informellen Siedlungen in Kenia inmitten der Corona-Pandemie scharf kritisiert. Das Zerstören von Häusern Tausender Menschen, ohne eine alternative Unterkunft bereitzustellen, sei ein schwerer Verstoß des Rechts auf eine Unterkunft, teilte das UN-Menschenrechtsbüro mit. Dies inmitten einer Pandemie zu tun, verstoße zudem gegen etliche Menschenrechtsnormen und verschärfe die möglichen Auswirkungen der Corona-Krise.

    Anfang Mai wurde demnach ein Teil des Slums Kariobangi in der Hauptstadt Nairobi zwangsgeräumt und die Häuser von rund 8000 Menschen wurden zerstört. Verantwortlich dafür war laut Medienberichten die städtische Wasserversorgung, die das Land für einen Ausbau des Abwassersystem gewinnen wollte. Die Regierung Kenias hatte die Anwohner nur 24 bis 48 Stunden vorher mündlich informiert und keine Lebensmittel, vorübergehenden Unterkünfte, Zugang zu Wasser oder Entschädigung organisiert, wie die UN-Menschenrechtler sagten.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    In Sachsen-Anhalt hat es zum zweiten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vortag keine neuen Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Nach Angaben des Sozialministeriums in Magdeburg waren am Freitag landesweit 1693 Fälle nachgewiesen. 1561 Menschen seien Schätzungen zufolge wieder genesen. Erstmalig waren dem Ministerium am 16. Mai keine Neuinfektionen in dem Bundesland im Vergleich zum Vortag gemeldet worden.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Nach gut zwei Monaten Corona-Pause will der Fernbusanbieter Flixbus von Donnerstag an wieder fahren. Die grünen Busse sollen in Deutschland zunächst knapp 50 Halte ansteuern, wie das Unternehmen ankündigte. Vor der Krise waren es zehnmal so viele gewesen. Wegen der Ausbreitung des neuartigen Virus standen die Flixbusse seit dem 18. März still.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Vom Höhenflug in massive finanzielle Turbulenzen: Noch im vergangenen Jahr verbuchte der Lufthansa-Konzern Rekorde bei Umsatz und Passagieren. Doch die Coronakrise hat den globalen Luftverkehr im Eiltempo in seine "größte Krise aller Zeiten" gestürzt, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr es formuliert. Wie sehr das Unternehmen von der Pandemie betroffen ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen.

    Im vergangenen Jahr stiegen bei einem Umsatz von 36,4 Milliarden Euro jeden Tag 350.000 Fluggäste in eine Maschine der Kranichlinie oder der weiteren Konzernairlines wie Swiss, Austrian oder Eurowings. Zuletzt waren es nur noch etwa 3000. "Die Passagierzahlen bei Lufthansa liegen aktuell nur noch bei maximal einem Prozent des Vorjahresniveaus", berichtete Spohr Anfang Mai bei der virtuellen Hauptversammlung der Lufthansa. "Oder anders formuliert: der Passagierrückgang beträgt 99 Prozent."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    600 Mitarbeiter der niederländischen Schlachthof-Gruppe Vion müssen für zwei Wochen in Heim-Quarantäne bleiben. Das ordneten die Behörden der Provinz Gelderland im Osten des Landes unweit der deutschen Grenze an. Im Schlachthof in Groenloo waren bei 45 Mitarbeitern Corona-Infektionen festgestellt worden. Am Freitag sollten noch 250 Mitarbeiter getestet werden. Zuvor waren bereits in anderen Niederlassungen der Vion-Gruppe auch in Deutschland Dutzende von Mitarbeitern infiziert worden.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Kaufkraft nach der Coronakrise einem Bericht zufolge mit einem Familienbonustärken. Eltern sollten für jedes Kind einmalig 300 Euro bekommen, berichtete der "Spiegel" über Pläne aus dem Finanzministerium. Die Maßnahme könne den Bund zwischen fünf und sechs Milliarden Euro kosten und Teil des für Juni geplanten Konjunkturpakets sein.

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