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News zur Coronavirus-Pandemie DFL: Fußball-Bundesliga soll am 15. Mai wieder starten

Geisterspiel im Borussia-Park in Mönchengladbach
Geisterspiel am 11. März im Mönchengladbacher Borussia-Park
© Fabian Strauch / DPA
Die strengen Regeln zur Eindämmung der Corona-Epidemie in Deutschland sollen zügig gelockert werden. Derweil gibt es weiter neue Infektionen – allerdings steigt die Zahl der Fälle langsamer. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Deutschland löst sich langsam aus dem Griff des Coronavirus. Aktuell gibt es rund 164.807 bestätigte Infektionen  zuletzt verlangsamte sich der Anstieg der Neuinfektionen laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) allerdings. Die Zahl der Toten hierzulande, die mit dem Coronavirus infiziert waren, wird vom RKI mit fast 7000 beziffert (hier finden Sie weitere Zahlen).

Weltweit steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bei mehr als 3,6 Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 257.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Mittwochmorgen).

Die wichtigsten Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

  • DFL-Präsidium für Bundesliga-Fortsetzung ab 15. Mai (21.28 Uhr)

  • US-Außenminister: "Signifikante" Belege, aber "keine Gewissheit", dass Coronavirus aus Labor in Wuhan kommt (18.44 Uhr)

  • ARD-Kamerateam angegriffen (19.10 Uhr)

  • Magdeburg und Halle gehen neue Lockerungen zu weit (17.10 Uhr)

  • Merkel verkündet weitgehende Lockerungen – warnt aber eindringlich: "Wir müssen aufpassen" (16.23 Uhr)

  • Geisterspiele der Fußball-Bundesliga ab Mitte Mai erlaubt (15.05 Uhr)

  • Bund und Länder: Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen (14.10 Uhr)

  • Kontaktbeschränkungen werden bis 5. Juni verlängert – aber mit Lockerung (13.49 Uhr)

Live Blog

Die Coronakrise: Alle News von Mittwoch, 6. Mai

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die Fußball-Bundesliga soll am 15. Mai wieder starten. Dies teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Mittwochabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur SID mit. Das Startdatum sei vom DFL-Präsidium beschlossen und allen 36 Klubs der 1. und 2. Liga in einem Rundschreiben mitgeteilt worden.

    Zuvor hatte die Politik grünes Licht für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs gegeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verkündete am Mittwoch nach Beratungen mit den Regierungschefs der Länder, dass die Bundesliga in der zweiten Maihälfte wieder spielen könne. Die Spiele sollen aber zunächst ohne Publikum stattfinden. In der aktuellen Saison stehen noch neun Spieltage aus.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Spanien hat den nationalen Ausnahmezustand in der Corona-Krise verlängert. Das Parlament stimmte am Mittwoch mit 178 zu 75 Stimmen für eine Verlängerung, 97 Abgeordnete enthielten sich. Damit können die Ausgangsbeschränkungen mindestens zwei weitere Wochen in Kraft bleiben. "Das Risiko der Epidemie zu ignorieren und den Ausnahmezustand sehr schnell aufzuheben, wäre absolut falsch, ein totaler, unverzeihlicher Fehler", warnte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez vor der Parlamentsabstimmung.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 verzichtet bei den anstehenden Geisterspielen in der Veltins-Arena auf
    künstliche Effekte zur Unterstützung des Teams.
    "Wir nehmen die Geisterspiele demnach an wie sie sind, künstlich ausstaffieren müssen und werden wir Geisterspiele nicht - denn das wäre nicht Schalke!", sagte Alexander Jobst, Vorstand Marketing und Kommunikation, am Mittwoch.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Der US-Fahrdienstvermittler Uber streicht wegen der Coronavirus-Pandemie 3700 Stellen in Kundendienst und Rekrutierungsabteilungen. Das entspricht rund 14 Prozent der weltweiten Belegschaft, in der die Fahrer nicht mitgezählt werden. Uber machte die Ankündigung am Mittwoch in einer Börsenmitteilung. Konzernchef Dara Khosrowshahi will demnach bis zum Ende des Jahres auf sein Grundgehalt verzichten.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Werder Bremen will sich für eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga erst in zweieinhalb Wochen einsetzen. "Zur Gewöhnung an den Wettkampf nach rund zwei Monaten Wettkampfpause und zur Einschränkung eines Verletzungsrisikos bei den Spielern, die durch die Vielzahl der Partien in einem sehr knappen Zeitraum sehr stark beansprucht werden, werden wir uns dafür einsetzen, dass die Bundesliga am 23. Mai fortgesetzt wird", wird Werders Geschäftsführer Fußball, Frank Baumann, in einer Vereinsmitteilung am Mittwoch
    zitiert.

    "Ein früherer Start der Liga würde für uns einen deutlichen Wettbewerbsnachteil darstellen, da an anderen Standorten bereits seit Wochen in zum Teil deutlich größeren Gruppen als in Bremen trainiert werden konnte", sagte der 44-Jährige zudem. "Im Sinne der Integrität des Wettbewerbs werben wir dafür, die Saison erst nach einem zweiwöchigen Mannschaftstraining wieder zu beginnen."

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat das Vorangehen anderer Länder mit weiteren Lockerungen der Corona-Regeln kritisiert. "Das, was in den letzten Tagen passiert ist, ist aus meiner Sicht deshalb kritikwürdig, weil es die Menschen im Land verunsichert", sagte der amtierende Bundesratspräsident am Mittwoch in Potsdam. "Es wird der Eindruck erweckt, es gibt einen Wettbewerb zwischen den Bundesländern: Wer ist nun der Schnellste, wer ist der, der am ehesten lockert?"

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Bei einer Demonstration vor dem Berliner Reichstagsgebäude hat am frühen Abend ein Teilnehmer ein Kamerateam der ARD angegriffen. Videoaufnahmen eines Reporters zeigen, wie ein Mann nach dem Ton-Techniker tritt. Polizisten überwältigen den Angreifer sofort.

    Die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios Tina Hassel bezeichnete den Angriff in einer ersten Reaktion als "widerlich". Die Journalisten seien unverletzt geblieben, das Equipment des Ton-Technikers jedoch beschädigt worden. Die Berliner Polizei konnte auf stern-Anfrage zunächst keine Auskunft zu dem Vorfall geben. Die Demonstration vor dem Reichstagsgebäude ist inzwischen aufgelöst.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    US-Außenminister Mike Pompeo hat eingeräumt, dass die Frage des Ursprungs der Corona-Pandemie nicht geklärt ist. Mit Blick auf den Vorwurf, das Virus stamme aus einem Forschungslabor in der chinesischen Stadt Wuhan, sagte Pompeo in Washington: "Wir haben keine Gewissheit, ob es in dem Labor oder anderswo begann." Gleichzeitig gebe es "signifikante" Belege dafür, dass jenes Labor der Ausgangsort für die Pandemie sei. Beide Aussagen seien zutreffend, es gebe hier keinerlei Widerspruch, versicherte er mit Blick auf unterschiedliche Angaben aus der US-Regierung zu dieser Frage.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    DFB-Direktor Oliver Bierhoff sieht in der Erlaubnis der Politik für einen zeitigen Bundesliga-Neustart auch ein
    positives Signal für den deutschen Fußball.
    "Der deutsche Fußball und die Bundesliga übernehmen hier eine Vorreiterrolle, aus der sich auch mit Blick auf die Ausrichtung möglicher Länderspiele, die wir uns alle in der zweiten Jahreshälfte wünschen, wichtige Impulse ergeben können", sagte Bierhoff in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Vertreter der Oppositionsparteien haben Kritik am Kurs von Bund und Ländern in der Corona-Krise geübt. Er habe "die Sorge, dass uns die Situation entgleitet", erklärte Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter. Bei der Umsetzung des nun beschlossenen "sehr weiten Korridors" müssten alle zu einer "verantwortlichen, umsichtigen Linie" zurückkehren. FDP-Chef Christian Lindner erklärte dagegen, die Lockerungen seien "um fünf nach zwölf" erfolgt. "Was weiterhin fehlt, ist ein Fahrplan, um die Wirtschaft wieder anzufahren", kritisierte er. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte in Berlin, nach dem Autogipfel vom Dienstag hätte er sich "einen Kindergipfel gewünscht". Die Vereinbarungen etwa zur Wiederaufnahme des Kita-Betriebs seien ihm "zu dürftig".

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich zufrieden über die jüngsten Absprachen zwischen Bund und Ländern zum Vorgehen in der Corona-Krise gezeigt. Weiterhin würden wichtige Fragen wie das Kontaktverbot oder die Bewertung von Infektionszahlen bundeseinheitlich geregelt, sagte Schwesig am Mittwoch in Schwerin. Es sei aber legitim, in anderen Bereichen "unterschiedlich vorzugehen".

    Beides sei kein Gegensatz, sondern passe zusammen. In Regionen, die weitgehend coronafrei seien, müsse mehr möglich sein als in anderen. Mecklenburg-Vorpommern hat mit insgesamt gut 700 Infektionen die geringste Infektionsrate pro 100.000 Einwohner in Deutschland. Die Schweriner Landesregierung beschloss bereits am Montag weitere Lockerungen für die Gastronomie und den Tourismus.

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die stärkere Verantwortung der Bundesländer für die weiteren Schritte in der Corona-Krise begrüßt. Deutschland sei jetzt in einem "normaleren Stadium" angekommen und befinde sich nicht mehr im "absoluten Krisenmechanismus", sagte Weil am Mittwoch in Hannover. Bei den Gesprächen der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei eine "stärkere dezentrale Klärung" betont worden.

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    Weitere Lockerungen der Einschränkungen in der Corona-Krise sind aus Sicht des schleswig-holsteinischen
    Ministerpräsidenten Daniel Günther absolut vertretbar.
    Dies machte der CDU-Politiker am Mittwochnachmittag in Kiel nach den Beratungen zwischen Bund und Ländern unter Hinweis auf die Infektionszahlen deutlich. Gerechtfertigt und klug sei es auch, den Ländern Entscheidungsspielräume zu geben. Dort seien die Gegebenheiten samt Infektionsgeschehen unterschiedlich, sagte Günther. Die Länder seien aber gut beraten, "einigermaßen im Gleichschritt" vorzugehen. Konkrete Aussagen über einen Fahrplan zum Beispiel für Tourismus und Gastronomie will Günther am Donnerstag im Landtag machen.

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    SPD-Chefin Saskia Esken hat die neuen Bund-Länder-Beschlüsse in der Corona-Krise als "fatales Signal an die Familien" kritisiert. Für die Fußball-Bundesliga gebe es ein konkretes Konzept, für die Bildung und Betreuung von Kindern dagegen nicht, beklagte sie am Mittwoch. "In diesem Zusammenhang ist die Fortsetzung der Bundesliga für viele Fans eine gute Nachricht - vielen Eltern muss sie zynisch erscheinen", sagte Esken der Deutschen Presse-Agentur. "Berufstätige Eltern, Kinder und Schüler brauchen Unterstützung, sie brauchen Planungssicherheit und verlässliche Konzepte für Bildung und Betreuung, um mit Zuversicht in die Zukunft blicken zu können", betonte die Parteivorsitzende.

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    Das Corona-Kabinett auf Bundesebene wird sich nach Aussage der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit der Lage an den Grenzen zu Frankreich und Luxemburg beschäftigen. Das Thema werde dort am Donnerstag eine besondere Rolle spielen, sagte sie am Mittwoch in Mainz nach einer Schalte der Regierungschefs aus Bund und Ländern. Es gebe derzeit viel Unmut an "unseren Grenzen", sagte Dreyer. Nun müsse auch angesichts der in Frankreich angekündigten Lockerungen geschaut werden, wie weiter
    vorgegangen werden solle.

DPA AFP

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