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News zur Coronavirus-Pandemie Johns-Hopkins-Universität: Mehr als 200.000 Corona-Tote weltweit

Bestatter in Schutzkleidung im französischen Mulhouse transportieren in einem Sarg einen Corona-Toten
Bestatter in Schutzkleidung im französischen Mulhouse transportieren in einem Sarg einen Corona-Toten
© SEBASTIEN BOZON / AFP
Wann und in welcher Weise können Corona-Schutzmaßnahmen wieder gelockert werden? Diese Frage wird nicht nur in Deutschland diskutiert. Unterdessen steigen die Infektionszahlen weiter. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Deutschland lockert Schritt für Schritt Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ob das verfrüht ist oder nicht, wird lebhaft diskutiert. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt unterdessen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde weltweit bei mehr als 2,8 Millionen Menschen der neuartige Erreger nachgewiesen, mehr als 200.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Samstagabend).

In Deutschland gibt es mehr als 155.000 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten wird hierzulande mit 5805 beziffert. (hier finden Sie weitere Zahlen)

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • Johns-Hopkins-Universität: Mehr als 200.000 Corona-Tote weltweit (20.11 Uhr)
  • Zahl der Corona-Toten in Großbritannien steigt auf über 20.000 (16.55 Uhr)
  • Infizierte Familien verstoßen gegen Quarantäne: Corona-Tests für 450 Menschen in Hochhaus in NRW (14.25 Uhr)
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plädiert für pragmatische Lockerungen (9.19 Uhr)
  • Chaos in ecuadorianischer Klinik: für tot erklärte Covid-19-Patientin wieder aufgewacht (9.18 Uhr)
  • Hilfen für Busbranche geplant (9.17 Uhr)
  • Trump bietet Deutschland Beatmungsgerätte an (9.13 Uhr)

Die Coronakrise: Alle News vom Samstag, 25. April

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Tagelang haben viele Kopenhagener trotz der Corona-Krise das gute Wetter im Freien genossen - jetzt hat die Polizei ein Aufenthaltsverbot für eine beliebte Gegend in der Stadt ausgesprochen. Vorläufig bis zum 1. Mai um 23.59 Uhr sei es von nun an untersagt, sich in einer bestimmten Zone am Wasserufer im Stadtteil Islands Brygge aufzuhalten, teilte die Polizei der dänischen Hauptstadt am Samstagabend mit. Damit solle die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhindert werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder in Höhe von umgerechnet knapp 335 Euro. Spaziergänge, Läufe und das Gassi gehen mit dem Hund bleiben dagegen in der Zone erlaubt.

    Die Hauptstadtpolizei verwies darauf, dass man bereits am Freitag eine Warnung ausgesprochen habe, dass man strengere Maßnahmen ergreifen werde, wenn die Dänen sich nicht an die Anweisungen der Behörden und somit Abstand hielten. Schon seit Montag habe man einen zunehmenden Zulauf in Islands Brygge festgestellt, was mittlerweile den Bemühungen im Kampf gegen Covid-19-Infektionen widerspreche. In Islands Brygge gibt es am Wasser lange Grünflächen und ein Hafenbad, auch die Uni ist nicht weit entfernt.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Der besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffene US-Bundesstaat New York will die Zahl der Virus-Tests drastisch erhöhen. "Ab heute dürfen alle Apotheken Tests vornehmen", sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Damit würden auf einen Schlag 5000 neue Test-Orte verfügbar. Bisher überprüft New York laut Cuomo rund 20.000 Menschen täglich, das ist mehr als jeder andere US-Bundesstaat. Cuomo will diese Zahl nun auf 40 000 verdoppeln. Zugleich lockerte er die Bedingungen, wer sich untersuchen lassen kann.

    Cuomo kündigte auch an, die Zahl der Antikörper-Tests zu erhöhen. Am Donnerstag hatten vorläufige Ergebnisse einer Antikörper-Studie gezeigt, dass sich in der Millionenmetropole New York City womöglich jeder fünfte Bürger mit dem Virus infiziert hat. Die Lage in New York scheint sich zu bessern. Seit fast einer Woche liegt die Zahl der Toten unter 500 pro Tag. In den Hochzeiten gab es täglich knapp 800 Opfer. Insgesamt starben in dem Bundesstaat bisher mehr als 16.000 Menschen an Covid-19.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 hat nach Angaben der in den USA ansässigen Johns-Hopkins-Universität (JHU) die 200.000-Marke überschritten. 200.698 Menschen sind demnach an den Folgen des Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben, die meisten in den USA. Dort sind der Universität zufolge 52.782 Menschen verstorben, die Zahl der nachgewiesenen Infektionen dort liegt bei mehr als 924.500. Weltweit sind laut JHU mehr als 2.8 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden (Stand Samstagabend, deutsche Zeit).

    Die von der Universität veröffentlichten Infektions- und Todeszahlen sind in der Regel höher als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO meldete bis Samstag mehr als 2,7 Millionen bestätigte Infektionen und mehr als 187.800 Todesfälle. Hinzu kommt die erwartete hohe Dunkelziffer.

  • Rune Weichert
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    In Frankreich sind innerhalb von 24 Stunden erneut 369 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Von ihnen starben nach Angaben der Behörden vom Samstagabend 198 Menschen im Krankenhaus, das ist der niedrigste Wert seit einem Monat. Auch die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen des Landes sei den 17. Tag in Folge gesunken. Es seien aktuell 4725 mit dem Coronavirus infizierte Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. Insgesamt starben seit Beginn der Corona-Krise in Frankreich Anfang März bereits mehr als 22.600 Menschen. Damit gehört Frankreich gehört neben den USA, Italien und Spanien zu den Ländern mit den meisten Corona-Todesfällen. Seit dem 17. März gilt eine strikte Ausgangssperre.

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    • Rune Weichert

    Mit Spannung werden in Italien Entscheidungen der Regierung über mögliche Lockerungen der strikten Ausgangssperre erwartet. Die bis Sonntag erwarteten Beschlüsse sollen Aufschluss darüber geben, welche Freiheiten die 60 Millionen Italiener im Sommer genießen können und in welchem Tempo die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone die Corona-Krise überwinden kann. Die aktuelle Ausgangssperre läuft am 3. Mai aus. Berichten zufolge sieht ein Ministerpräsident Giuseppe Conte vorliegender Plan schrittweise Lockerungen über einen Zeitraum von vier Wochen vor. Demnach könnten die Italiener Anfang Mai zum ersten Mal seit dem 9. März uneingeschränkt ihre Wohnung verlassen. Dann könnten Parks wieder öffnen. Eine Rückkehr der Italiener zu ihrem früheren Leben sähe der Plan demnach aber weiter nicht vor.
    Restaurants dürften den Berichten zufolge ab dem 4. Mai wieder Essen zum Abholen anbieten. Alles andere bliebe weiter geschlossen. Museen könnten möglicherweise am 18. Mai wieder öffnen, um "der Welt eine optimistische Botschaft zu senden, dass Italien (mit Vorsicht) zurück ist", schrieb die Zeitung "Corriere della Sera". Doch selbst diese stufenweisen Lockerungen könnten bei ersten Anzeichen für einen Anstieg der täglichen Infektionszahlen wieder zurückgenommen werden.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    In den USA hat eine Frau ein Baby bekommen, während sie wegen schwerer Corona-Symptome im Koma lag. Das bestätigte das Winthrop-Krankenhaus im Bundesstaat New York, wo die 41-Jährige behandelt worden war, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Es war die beste Medizin, die ich bekommen konnte", sagte die Mutter nun der "New York Post". Die Zeitung hatte zuerst über die ungewöhnliche Geburt berichtet. Inzwischen ist die 41-Jährige wieder zu Hause.

    Die Frau war nach Angaben der Klinik im sechsten Monat schwanger, als sie am 5. April mit starkem Husten in das Krankenhaus gebracht wurde. Ihr Zustand verschlechterte sich, die Ärzte versetzten sie in ein künstliches Koma. Am 8. April beschlossen sie, das Kind per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen. "Wir entschieden, das Baby zu holen, um den Sauerstoffbedarf der Mutter zu senken", sagte die behandelnde Ärztin der "New York Post". Am 10. April erwachte die Mutter aus dem Koma - just an ihrem 41. Geburtstag. Ihre kleine Tochter wurde später negativ auf das Coronavirus getestet.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Die Grünen wollen zur Ankurbelung der Wirtschaft nach der Corona-Krise die EEG-Umlage deutlich senken. "Zur Unterstützung von Selbständigen, mittelständischen Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern sollte die EEG-Umlage um fünf Cent je Kilowattstunde gesenkt werden", schreiben die Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das würde einer Verringerung um rund 75 Prozent entsprechen, der durchschnittliche Strompreis in Deutschland würde um ungefähr ein Sechstel sinken. Bei sinkenden Strompreisen würden Elektroautos, Wärmepumpen oder Wasserstoff-Anwendungen wirtschaftlicher, argumentieren die beiden Grünen-Chefs. Dies sei gut für den nötigen Innovationsschub nach der Corona-Krise. Zusammen mit verbesserten Abschreibungsmöglichkeiten und Direktzuschüssen etwa für den Aufbau einer Wasserstoffindustrie will die Partei mit ihren Konjunkturvorschlägen einen Kaufkrafteffekt von 22 Milliarden Euro erzielen. Die Grünen wollen am kommenden Samstag auf einem kleinen Parteitag, dem sogenannten Länderrat, über die Vorschläge beraten. Er findet aus Gründen des Infektionsschutzes in digitaler Form statt.

  • Rune Weichert
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    Auch in Portugal erinnert man von zu Hause aus: Weil die jährliche Demonstration aus Anlass des Jahrestages der Nelkenrevolution wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, haben die Portugiesen von ihren Fenstern aus an das Ende der Diktatur vor 46 Jahren erinnert. Punkt 15.00 Uhr traten die Menschen am Samstag im ganzen Land ans Fenster und sangen gemeinsam die Revolutionshymne "Grândola Vila Morena" sowie die Nationalhymne. Viele Menschen hielten dabei Nelken in der Hand.

    Die Nelkenrevolution vom 25. April 1974 beendete 48 Jahre der Gewaltherrschaft des Diktators Antonio de Oliveira Salazar, dem 1968 Marcelo Caetano folgte. Das im portugiesischen Rundfunk in der Nacht zum 25. April 1974 ausgestrahlte, von der Zensur verbotene Lied "Grândola vila morena" (Grandola, braune Stadt) von José Afonso war für die linksgerichteten Offiziere von der "Bewegung der Streitkräfte" das Signal zum Losschlagen. Der Name des fast ohne Blutvergießen verlaufenen Aufstands des Militärs geht auf die roten Blumen zurück, die jubelnde Menschen den Soldaten in die Gewehrläufe steckten.

  • Rune Weichert
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    "Bella Ciao"-Gesänge, grün-weiß-rote Fahnen und ein einsamer Staatspräsident in Rom: Italien hat den Tag der Befreiung zum Ende des Zweiten Weltkriegs am Samstag wegen der Corona-Pandemie komplett anders als sonst begangen. Politiker, etwa Staatschef Sergio Mattarella, nahmen am 75. Jahrestag das Thema Widerstand gegen Nazi-Besatzer und Wiederaufbau zum Anlass, um die Bürger zum Durchhalten im Kampf gegen die Viruskrankheit aufzurufen.

    Weil größere Zeremonien wegen der Ansteckungsgefahr verboten sind, sangen vielerorts Menschen das Lied "Bella Ciao", wie Medien schrieben. Etwa an Fenstern, die mit italienischen Fahnen geschmückt waren. Manche musizierten und sangen über Videokonferenzen. Das Partisanenstück geht auf ein älteres Volkslied zurück.


    Staatschef Mattarella ging fast alleine zum riesigen "Altare della Patria", dem Altar des Vaterlands genannten Einheitsdenkmal an der Piazza Venezia in Rom, und ließ einen Kranz niederlegen. In einem Appell an die Bürger schrieb er, dass Italien aus der Geschichte Kraft schöpfen könne für die Viruskrise: "Unsere Besonderheit, dass wir wissen, wie man Widrigkeiten überwindet, kann uns auch heute begleiten, in der harten Prüfung durch eine Krankheit, die so viele Leben zerstört hat."

    Der Tag der Befreiung von der Besatzung durch Nazi-Deutschland bezieht sich in Italien nicht auf das offizielle Kriegsende, sondern auf die Aufstände der Widerstandsbewegung. In dem Mittelmeerland, das zunächst Feindstaat der Alliierten war und dann an ihrer Seite kämpfte, hatten die Deutschen am 2. Mai 1945 kapituliert. Zuvor, am 25. und 26. April, hatten italienische Partisanenbrigaden die Kontrolle über Großstädte übernommen.

  • Rune Weichert
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    Hunderttausende Menschen haben in Belarus (Weißrussland) trotz Kritik an einem zu lockeren Umgang mit der Coronakrise an einem freiwilligen Arbeitseinsatz teilgenommen. Mehr als 2,3 Millionen Bürger, vor allem Beamte, waren etwa zum Bäumepflanzen und Aufräumen der Parks unterwegs, wie Vize-Regierungschef Wladimir Kucharjow der Agentur Belta in Minsk sagte. Am sogenannten Subbotnik, dem traditionellen Tag für diesen Arbeitseinsatz aus Sowjetzeiten, nahm auch Staatschef Alexander Lukaschenko teil. Er half auf einem Landstrich mit, auf dem Kiefern gepflanzt werden sollten.

    Der autoritär regierende Lukaschenko hatte das Virus bislang als "Psychose" kleingeredet. Er ist auch international in die Kritik geraten, weil kaum Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen wurden. Selbst Fußball-Spiele wurden weiter ausgetragen. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO mahnte strengere Maßnahmen an. In der Ex-Sowjetrepublik gibt es nach offiziellen Angaben rund 9600 Corona-Fälle; rund 70 Menschen sind bislang gestorben.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    In Stuttgart sind Hunderte Menschen dem Aufruf der Initiative "Querdenken" gefolgt und haben gegen eine Einschränkung der Grundrechte während der Corona-Krise demonstriert. Zwischen 350 und 500 Menschen versammelten sich dabei am Samstag auf dem Stuttgarter Schlossplatz, wie die Stadt und die Polizei übereinstimmend berichteten. Bei der als "überparteilich" bezeichneten Demonstration forderte Initiator Michael Ballweg die Einhaltung der Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Glaubensfreiheit.

    Die Demonstration fand bereits zum dritten Mal statt. Nach einem ersten Verbot der Stadt hatte die Initiative vor einer Woche trotzdem demonstrieren dürfen, weil das Bundesverfassungsgericht einem Eilantrag gegen das Verbot stattgegeben hat.

  • Rune Weichert
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    Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dämpft die Erwartungen an das nächste Bund-Länder-Gespräch zur Corona-Krise am Donnerstag. "Ich finde es gut, sich so oft wie möglich auszutauschen", sagte er "Focus Online". "Aber ich würde diesmal nicht allzu viel erwarten. Es wäre sinnvoll, wenn wir nächsten Donnerstag ein Update machen, aber keine zusätzlichen überstürzten Aktionen einleiten." Nötig seien "verlässliche Zeitachsen", sagte Söder. Sonst würden die Bürger verunsichert. "Wer ständig Geduld von der Bevölkerung einfordert, sollte sie auch als politischer Verantwortlicher zeigen", mahnte er zugleich. Am Donnerstag beraten die Ministerpräsidenten der Länder erneut mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), wie es in der Corona-Krise weitergehen soll. Eine weitere Gesprächsrunde ist laut Merkel für den 6. Mai geplant.

  • Rune Weichert
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    In Großbritanniens Krankenhäusern sind inzwischen mehr als 20.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Wie die Gesundheitsbehörden in London mitteilten, wurden binnen 24 Stunden 813 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gezählt. Damit verzeichnet Großbritannien offiziell nunmehr 20.319 Corona-Tote. Die britische Regierung hatte vor kurzem erklärt, die Epidemie habe in Großbritannien ihren Höhepunkt erreicht. Allerdings liegen die Zahlen von Samstag erneut höher als jene vom Vortag, als 684 Todesfälle gezählt wurden. Kritiker bemängeln, dass die Todesfallzahlen in Großbritannien unvollständig sind. In der offiziellen Statistik werden nur die Toten in Krankenhäusern erfasst, nicht aber die Menschen, die zu Hause oder in Pflegeheimen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion sterben.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Der ruhige Verlauf nach der Wiedereröffnung großer Teile des Einzelhandels in der Corona-Krise hat sich auch am Wochenende fortgesetzt. In den meisten Orten blieb der Andrang am Samstag wie schon unter der Woche verhalten. "Das Gros der Betriebe hat auf, viele haben die Chance genutzt", hieß es etwa vom Handelsverband Niedersachsen-Bremen. In den Innenstädten sei aber noch deutlich weniger los gewesen als an normalen Samstagen. Ähnlich waren die Eindrücke in den anderen Bundesländern - etwa Hessen, wo sich die Polizeipräsidien am Samstag auch zufrieden zum Verhalten der Menschen äußerten. "Für den Bereich Mittelhessen ist alles mehr als überschaubar", sagte ein Sprecher der Polizei in Gießen.

    Auch in Berlin hielt sich der Ansturm in Grenzen. Einzig vor einigen Elektronikfachmärkten der Kette Saturn bildeten sich zum Teil längere Schlangen. Viele Geschäfte blieben aber auch am Samstag geschlossen. Auf der in gewöhnlichen Zeiten vor allem samstags gut besuchten Einkaufsstraße Kurfürstendamm wirkte es vergleichsweise leer. Im Nachbarland Brandenburg waren die Innenstädte belebter als in den Wochen zuvor. In vielen Geschäften sahen sich Kunden um, es gab aber ebenfalls keinen Ansturm.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Wegen der ab Montag geltenden Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase in bestimmten Situationen stellt das Saarland seinen Bürgern Schutzmasken zur Verfügung. Jeder bekomme fünf Masken, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) der "Bild"-Zeitung (Onlineausgabe). Diese würden "in einem großen Kraftakt in den nächsten Tagen über die Kommunen kostenlos an die Saarländerinnen und Saarländer ausgegeben". In dem Bundesland wohnen etwa eine Million Menschen. Vor allem in kleineren Orten sollen die Masken dem Bericht zufolge direkt nach Hause gebracht werden, unter anderem von Ortsvorstehern und Feuerwehrleuten. Anderswo, etwa in Saarbrücken, gibt es demnach zentrale Verteilstellen. Auch "Drive-in"-Optionen für Autofahrer soll es geben.

DPA AFP

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