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News zur Coronavirus-Pandemie US-Außenminister Pompeo hält Herkunft des Coronavirus aus Labor in Wuhan für erwiesen

Mike Pompeo - Coronavirus stammt aus Labor in Wuhan China
Hat keine Zweifel, dass das Corona-Virus aus einem Labor in Wuhan stammt: US-Außenminister Mike Pompeo
© Nicholas Kamm / AFP
In Deutschland gilt Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Geschäften. Derweil mehren sich Einwände und Proteste gegen die Einschränkungen. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

In Deutschland gilt in allen Bundesländern eine Maskenpflicht – zumindest in Geschäften und in Bussen und Bahnen. In Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wird derweil - nicht nur in Deutschland - über mögliche Lockerungen in allen Lebensbereichen diskutiert. Einwände und Proteste gegen die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie nehmen zu.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt unterdessen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde weltweit fast 3,5 Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 245.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Sonntagabend).

In Deutschland gibt es knapp 162.500 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten hierzulande, die mit dem Coronavirus infiziert waren, wird vom Robert-Koch-Institut mit fast 6650 beziffert. (hier finden Sie weitere Zahlen)

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • 14 Bundesligaclubs nach Tests Corona-frei (19.58 Uhr)
  • Pompeo hält Herkunft des Coronavirus aus Labor in Wuhan für erwiesen (18.34 Uhr)
  • In Russland explodiert die Infektionszahl - mehr als 10.000 neue Fälle (10.58 Uhr)
  • Boris Johnson: Ärzte bereiteten sich darauf vor seinen Tod zu verkünden (9.27 Uhr)
  • Spahn will Ethikrat wegen Immunitätsausweis konsultieren (9.23 Uhr)
  • Brasilianischer Bürgermeister bittet Greta Thunberg um Hilfe (9.21 Uhr)
Live Blog

Die Coronakrise: Alle News von Sonntag, 3. Mai

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Und damit schließen wir unseren Liveblog zur Corona-Pandemie für heute. Die Kollegen der Frühsicht versorgen Sie wieder mit frischen Nachrichten und Zahlen. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht, und: Bleiben Sie gesund!

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Die wegen der Corona-Pandemie geplanten Quarantäne-Regeln in Frankreich fallen weniger strikt aus als zunächst angekündigt. Menschen, die aus der EU, dem Schengenraum oder Großbritannien einreisen, seien davon ausgenommen, teilte die Präsidentschaft am Abend mit. Dies gelte unabhängig von der Nationalität der Einreisenden. Die Regelungen für Franzosen und andere EU-Bürger, die aus anderen Regionen nach Frankreich reisen oder zurückkehren, sollen den Angaben zufolge in den kommenden Tagen präzisiert werden.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Der Pharmakonzern Gilead Sciences will das zur Behandlung von Covid-19-Patienten in den USA zugelassene Mittel Remdesivir auch in andere Länder exportieren. Sein Unternehmen liege in dieser Frage mit der US-Regierung auf einer Linie, sagte Konzernchef Daniel O'Day dem TV-Sender CBS. Remdesivir solle sowohl den Patienten in den USA als auch Corona-Infizierten in anderen Ländern zur Verfügung gestellt werden, in denen der Einsatz des Mittels erlaubt werde. Laut Ausnahmegenehmigung darf das Mittel in den USA bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt werden, die im Krankenhaus wegen einer schweren Covid-19-Erkrankung behandelt werden. Gilead-Chef O'Day sagte, sein Unternehmen stelle der US-Regierung seinen gesamten Remdesivir-Vorrat von 1,5 Millionen Dosen kostenlos zur Verfügung. Damit könnten 100.000 bis 200.000 Patienten behandelt werden. Eine vollständige Corona-Therapie ist mit dem ursprünglich für das Ebolavirus entwickelte Mittel nicht möglich.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Derzeit sind in Deutschland rund 25.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Diese Zahl nannte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Abend im ARD-"Bericht aus Berlin" mit Stand vom Morgen. Er räumte ein, vor einigen Tagen eine falsche Zahl genannt zu haben. Er habe von der Zahl aller Infizierten die der Genesenen abgezogen, aber vergessen, auch die Todesfälle abzuziehen. "Da lag ich um 6000 daneben." Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die von Spahn genannte falsche Zahl akut Infizierter in der Pressekonferenz nach der letzten Bund/Länder-Konferenz verwendet. Laut der Johns-Hopkins-Universität gibt es hierzulande derzeit mehr als 27.700 Infizierte.

  • DieterHoss
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    Auch Ökonomen verlangen verlässliche Vorgaben für den Ausstieg aus den Corona-Einschränkungen. "Erforderlich ist nicht notwendigerweise ein schneller Exit", sagte Clemens Fuest, Chef des Münchner Ifo-Instituts, der "Süddeutschen Zeitung", "aber ein überzeugender Plan dafür." Dazu gehörten vor allem flächendeckende Corona-Tests. "Wir wissen bis heute nicht, welcher Teil der Bevölkerung infiziert ist oder war", so Fuest.

  • DieterHoss
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    Wenige Tage vor den neuen Bund-Länder-Beratungen hat der Industrie- und Handelskammertag (DIHK) einen verlässlichen Fahrplan für den Ausstieg aus den Corona-Beschränkungen verlangt. "Nach bald zwei Monaten Shutdown muss wirtschaftliche Tätigkeit wieder die Regel werden - und nicht Stillstand", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der "Süddeutschen Zeitung". Nötig seien "klare Kriterien und pragmatische Entscheidungen", gerade auch mit Blick auf den Gesundheitsschutz. "Jetzt kommt es vor allem darauf an, dass wir auf der Basis verlässlicher Daten und Termine agieren", sagte Schweitzer.

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    In der Corona-Krise wird in der französischen Regierung bereits die Sommer-Feriensaison infrage gestellt. Gesundheitsminister Olivier Véran sagte der Zeitung "Le Parisien", er wisse nicht, ob die Strände wieder öffnen könnten. Er würde sich persönlich kein Flugticket kaufen, antwortete er auf die Frage, ob die Franzosen in die Sommerferien fahren könnten. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Land; im Sommer kommen auch viele Ausländer in beliebte Ferienregionen wie die Bretagne, Korsika oder die Côte d'Azur. Das stark von der Krise betroffene Land will den Ausnahmezustand im Gesundheitsbereich am Montag um zwei Monate bis zum 24. Juli verlängern.

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    Weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind aus Sicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nötig, können aber nur entsprechend der Infektionsentwicklung erfolgen. "Es gibt einen großen Auftrag, das ist der Schutz der Gesundheit und des Lebens der Menschen, die hier leben", sagte er am Abend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". "Und da sind wir sehr erfolgreich, und jetzt müssen wir den Erfolg sichern." Gleichzeitig müssten das gesellschaftliche und das wirtschaftliche Leben wieder in Gang gebracht werden, müssten Arbeitsplätze gesichert und die Konjunktur angekurbelt werden. "Das müssen wir jetzt ins Auge fassen, und das tun wir", sagte er.

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    In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 315 Menschen an den Folgen ihrer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte der Staatssekretär für Kabinettsangelegenheiten, Michael Gove, mit. Verglichen zu den 621 neuen Todesfällen am Vortag ist dies zwar ein deutlicher Rückgang, doch am Wochenende verzögern sich oftmals die Meldungen zu den Opferzahlen. Mit nunmehr insgesamt 28.446 Toten liegt Großbritannien nur noch knapp hinter Italien, dem am schwersten von der Pandemie betroffenen Land in Europa. Die Zahl der Infektionen in Großbritannien stieg um weitere 4339 Fälle auf nun insgesamt 186.599. Dennoch geht die britische Regierung davon aus, dass der Höhepunkt der Corona-Krise überwunden ist. Nach Angaben Goves denkt die Regierung bereits über eine schrittweise Lockerung der Corona-Beschränkungen nach.

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    Die ersten Untersuchungen auf das Coronavirus sind nach Recherchen des Fußabll-Fachblattes "Kicker" bei mindestens 14 Fußball-Bundesligisten negativ ausgefallen. Nach den bekannt gewordenen positiven Resultaten beim 1. FC Köln sei die Situation "nur noch an drei Standorten undurchsichtig", hieß es am Abend. Die Ergebnisse beim FC Augsburg seien noch nicht bekannt; Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig wollen demnach "keine Zwischenergebnisse zwischen den Testreihen bekanntgeben beziehungsweise sich nur im Wochenrhythmus äußern", hieß es.

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    Für 183 aus Seenot gerettete Migranten endet die zweiwöchige Quarantäne an Bord der italienischen Fähre "Rubattino". Laut einem Bericht der Zeitung "Avvenire" dürfen die Menschen, die allesamt negativ auf das neuartige Coronavirus getestet wurden, die Fähre am Montag in Palermo verlassen. Unter den Flüchtlingen befinden sich auch 44 unbegleitete Minderjährige. Wie es für die Menschen weitergeht, ist derzeit ungewiss.

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    Zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus wollen die griechischen Behörden hunderte Flüchtlinge aus dem überfüllten Lager Moria auf der Ägäis-Insel Lesbos auf das Festland bringen. Zwei Gruppen mit 142 und 250 "gefährdeten" Asylsuchenden sollen noch heute auf Fähren die Insel verlassen, wie die Polizei mitteilte. Es ist das erste Mal seit Beginn der landesweiten Ausgangsbeschränkungen in Griechenland am 23. März, dass die Behörden Bewohner des notorisch überbelegten Lagers wieder auf das Festland verlegen. Die Corona-Beschränkungen sollen ab Montag gelockert werden.

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    Zum ersten Mal seit Mitte März liegen weniger als 10.000 Menschen im US-Bundesstaat New York wegen des neuartigen Coronavirus im Krankenhaus. Aktuell gebe es 9786 Fälle in Hospitälern des Staates, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei einer Pressekonferenz in New York City. Zuletzt hatte es innerhalb von 24 Stunden 789 neue Einweisungen gegeben, hieß es bei der Vorstellung der neuesten Zahlen, ein neuer Tiefstwert nach dem Höhepunkt von rund 3200 neuen Fällen an einem einzigen Tag im März. Cuomo räumte allerdings ein, dass Daten am Wochenende wegen unterschiedlicher Berichtsfristen häufig niedriger lägen, der grundsätzliche Trend sei jedoch gut.

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    Die Flughafen in Wien bietet ab morgen, Montag, 4. Mai, Coronavirus-Tests an. Dadurch könnten die bei der Einreise nach Österreich derzeit geltende 14-tägige Quarantäne vermieden werden, heißt es in einer Mitteilung des Airports. Das Ergebnis des sogenannten PCR-Tests liege nach etwa drei Stunden vor. Bei einem negativen Test könne auch eine bereits angetretene Quarantäne verkürzt werden.

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    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich im "Bericht aus Berlin" in der ARD optimistisch gezeigt, dass es in absehbarer Zeit einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus geben wird. Es gebe viele vielversprechende Ansätze, sagte Spahn. Dennoch dämpfte er andererseits die Erwartungen. Sollte es bei der Suche nach einem Wirkstoff Rückschläge geben, könnte die Entwicklung auch noch Jahre dauern.


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