VG-Wort Pixel

News zur Coronavirus-Pandemie US-Präsident Trump hofft auf Corona-Impfstoff bis Jahresende – "vielleicht vorher"

Mehr
In Europa werden die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus nach und nach gelockert – derweil steigt die Zahl der Neuinfektionen aber weiter an. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Deutschland hat seine Corona-Maßnahmen gelockert und geht die ersten Schritte in die "neue Normalität". Die Johns-Hopkins-Universität meldet 174.478 bestätigte Infektionen in Deutschland. Die Zahl der Corona-Toten hierzulande wird mit 7884 beziffert. (Stand: Freitagmorgen). 

Auch weltweit steigt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bei mehr als 4,4 Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 300.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.
+++ Lesen Sie auch: Wo wird die Obergrenze gerissen? Daten zu allen Kreisen finden Sie hier. +++

Die wichtigsten Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • Trump hofft auf Corona-Impfstoff bis Jahresende - "vielleicht vorher" (20.58 Uhr)

  • Statistiker registrieren viel höhere Übersterblichkeit in Stockholm durch Corona (15.12 Uhr)

  • Söder ruft besorgte Bürger auf, sich von Verschwörungstheoretikern zu distanzieren (12.48 Uhr)  

  • Deutsches BIP bricht wegen Coronakrise um 2,2 Prozent ein (10.01 Uhr)

  • Slowenien erklärt Coronaviurs-Pandemie für beendet (9.09 Uhr)


Die Coronakrise: News von Freitag, 15. Mai

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Die Ratingagentur Fitch hat angesichts der Corona-Krise die Perspektive für Frankreich von "stabil" auf "negativ" gesenkt. An der Bewertung der Kreditwürdigkeit des Landes mit "AA" werde sich aber vorerst nichts ändern, teilte die Agentur mit. "Die niedrigere Perspektive spiegelt die erhebliche Verschlechterung wider, die in diesem Jahr aufgrund der Covid-19-Epidemie für die öffentlichen Finanzen und die Wirtschaftstätigkeit erwartet wird", erklärte Fitch.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    In 15 türkischen Provinzen ist um Mitternacht Ortszeit wegen der Corona-Pandemie ein weiteres mehrtägiges
    Ausgehverbot in Kraft getreten
    . Es soll diesmal vier Tage lang gelten - bis Dienstag, einem Feiertag, um Mitternacht. Am Wochenende dürfen Kliniken, Apotheken, Bäckereien und andere als wichtig eingestufte Dienstleister offen bleiben. An den beiden Wochentagen sollen die Menschen begrenzt einkaufen dürfen.

    Die Regierung lockert damit ihre Corona-Beschränkungen weiter - an vorherigen Wochenenden oder langen Wochenenden waren von ähnlichen Ausgangssperren noch 24 oder 31 Städte und Provinzen betroffen gewesen. Die Maßnahme gilt weiterhin für Metropolen wie Istanbul und die Hauptstadt Ankara.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Italien plant in der Corona-Pandemie Medienberichten zufolge, die Grenzen ab 3. Juni wieder zu öffnen. Dann könnten Menschen aus der EU und dem Schengen-Raum wieder einreisen - auch ohne danach zwei Wochen in Quarantäne zu gehen, berichteten italienische Medien unter Berufung auf Regierungskreise. Bisher ist eine Einreise nur in Ausnahmefällen möglich, darunter zum Beispiel für Italiener im Ausland, die in ihre Heimat zurück wollen oder Ausländer, die ihren Wohnsitz in Italien haben.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Die spanische Regierung hält die wegen der Corona-Krise verhängten strikten Ausgangssperren in Madrid und Barcelona aufrecht. Die beiden Städte werden laut einer Entscheidung von den Lockerungen ausgenommen, die ab Montag in zahlreichen anderen Städten des Landes in Kraft treten. Dann sind in Städten wie Toledo, Valencia, Granada und Malaga wieder Familientreffen und Verabredungen mit Freunden erlaubt. Auch die Außenbereiche von Cafés und Bars dürfen wieder öffnen.

    Madrid und Barcelona müssen auf diese Lockerungen noch mindestens eine Woche warten, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Abend mitteilte. Grund sei, dass in diesen Großstädten das Infektionsrisiko höher sei als in anderen Regionen. Spanien gehört zu den am schwersten vom Coronavirus betroffenen Ländern Europas. Mehr als 230.000 Infektionen wurden dort registriert, mehr als 27.000 Menschen starben.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Inmitten der sich verschärfenden Corona-Krise hat der brasilianische Gesundheitsminister Nelson Teich nach nur einem Monat im Amt seinen Posten wieder geräumt. "Das Leben besteht aus Entscheidungen, und ich habe heute beschlossen zu gehen", sagte Teich in einer Erklärung in Brasília am. Einen Grund dafür nannte er nicht.

    Teich sagte jedoch, dass er das Ministeramt nicht des Postens wegen angenommen habe, sondern weil er dachte, Brasilien und den Menschen helfen zu können. Sein Abschied ist bereits der zweite an der Spitze des Gesundheitsministeriums in der Covid-19-Pandemie. Präsident Jair Bolsonaro hatte Teichs Vorgänger Luiz Henrique Mandetta wegen Umstimmungen im Umgang mit dem Coronavirus entlassen.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    US-Präsident Donald Trump hofft nach eigenen Worten, dass noch vor Ende des Jahres ein Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gefunden wird. "Wir versuchen, ihn bis Ende des Jahres zu bekommen wenn wir können, vielleicht vorher", sagte Trump am Freitag. Er gehe davon aus, "dass wir sehr schnell ein paar sehr gute Ergebnisse haben werden", erläuterte er bei einer Pressekonferenz zur Corona-Impfstoffentwicklung.

    Mit seinen Zeitvorstellungen ist Trump deutlich optimistischer als viele Experten. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte am Donnerstag erklärt, bei einem "optimistischen" Szenario könne ein Impfstoff gegen das Coronavirus innerhalb eines Jahres zur Verfügung stehen. Trump verkündete am Freitag die Ernennung des früheren Chefs der GSK-Impfstoffabteilung, Moncef Slaoui, und des Armeegenerals Gustave Perna als Leiter der "Operation Warp Speed" (Aktion Warp-Geschwindigkeit), die die Corona-Impfstoffentwicklung vorantreiben soll. Seine Regierung stelle rund zehn Milliarden Dollar (rund neun Milliarden Euro) für das Projekt bereit, sagte der Präsident und verglich das Vorhaben mit dem Manhattan Project während des Zweiten Weltkriegs, das zur Entwicklung der Atombombe führte.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Die wegen der Corona-Pandemie verhängten Grenzkontrollen zu Österreich, Frankreich und der Schweiz werden ab Samstag gelockert. Reisende dürfen aus geschäftlichen Gründen und für Familienbesuche wieder in die Nachbarländer. Eine Einreise aus touristischen Gründen, zum Einkaufen oder zum Tanken ist weiterhin nicht gestattet. Die Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg fallen komplett weg. Die Grenzkontrollen zu Dänemark werden vorerst fortgeführt. Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Schritte zur stufenweisen Grenzöffnung am Mittwoch angekündigt. Demnach sollen die Grenzkontrollen zu Österreich, Frankreich und der Schweiz ab dem 15. Juni ganz beendet werden. Im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie waren die Grenzen Mitte März geschlossen worden.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat einen baldigen Verzicht auf seine umstrittenen Sondervollmachten in Aussicht gestellt. "Wir erwarten, dass die Regierung Ende Mai in der Lage sein wird, die wegen der Pandemie erhaltenen Sondervollmachten an das Parlament zurückzugeben", sagte Orban bei einem Besuch in Serbien.

    Das ungarische Parlament hatte die Regierung Ende März mit umfassenden Sondervollmachten zur Bewältigung der Coronavirus-Krise ausgestattet. Orban kann seither zeitlich unbefristet per Dekret regieren. Kritiker werfen ihm vor, die Pandemie zum Ausbau seiner Machtposition zu missbrauchen. Auch die EU-Kommission hatte wiederholt Besorgnis geäußert.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Zu umstrittenen Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen werden in mehreren deutschen Städten am Samstag erneut zahlreiche Menschen erwartet. In Stuttgart dürfen sich bei einer angemeldeten Kundgebung (15.30 Uhr) bis zu 5000 Menschen versammeln. Auch in anderen Städten soll es Proteste geben: In München ist eine Demonstration mit tausend Teilnehmern angemeldet. Unter anderem in Berlin, Nürnberg, Leipzig und Bremen sollen ebenfalls Kundgebungen stattfinden.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In den Niederlanden ist das Virus bei drei Katzen und einem Hund nachgewiesen worden. Der Hund sei vermutlich von seinem Besitzer angesteckt worden, sagt Agrarministerin Carola Schouten. Vergangenen Monat hatten sich einige Nerze auf einem Bauernhof mit dem Erreger infiziert. Nach Behördenangaben haben sich nun drei Katzen, die in der Nähe des Hofes leben, angesteckt.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die laufende Saison in der belgischen Fußball-Liga wird wegen der Corona-Krise nicht zu Ende gespielt. Die Vollversammlung des Fußballverbands Pro League stimmte am Freitag endgültig dafür, die Spielzeit frühzeitig abzubrechen, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Die Saison werde mit dem Stand vom 29. Spieltag Ende März beendet.

    Der FC Brügge Meister ist somit zum 16. Mal in der Vereinsgeschichte Meister. Waasland-Beveren steigt ab. Die nächste Saison soll am 7. August beginnen. In Frankreich und den Niederlanden waren die Spielzeiten bereits abgebrochen worden.

    Die belgische Entscheidung hatte lange auf sich warten lassen. Zwar war die Saison schon Ende März unterbrochen worden. Die Abstimmung der Vollversammlung wurde jedoch vier Mal vertagt, weil man zunächst auf Vorgaben der Regierung warten wollte. Diese entschied zuletzt, dass Sportwettkämpfe wegen der Virus-Pandemie bis zum 31. Juli verboten bleiben.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In Italien steigt die Zahl der Coronavirus-Toten um 242 auf 31.610. Am Vortag waren 262 Menschen dem Virus erlegen. In dem Land haben sich 223.885 Personen angesteckt.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Menschen in Deutschland sind einer Umfrage zufolge inzwischen etwas weniger beunruhigt wegen der Coronavirus-Pandemie. Dies zeigt der am Freitag veröffentlichte achte "Corona-Monitor" des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Während in der ersten Erhebung im März nur 28 Prozent der Befragten glaubten, sich vor einer Infektion schützen zu können, sind es nun 41 Prozent. Auch sank der Anteil derer, die große Auswirkungen auf ihre Gesundheit befürchten, im selben Zeitraum von 37 auf 26 Prozent, wie Präsident Andreas Hensel erklärte.

    Zugleich wächst laut der Umfrage der Wunsch nach Lockerungen der einschneidenden Alltagsbeschränkungen. Während in der ersten Erhebung die Schließung von Kultureinrichtungen wie Kinos oder Theater noch von 97 Prozent der Befragten befürwortet wurde, wird dies sieben Wochen später nur noch von 77 Prozent als angemessen beurteilt. In punkto Einschränkung von Reisen und Kontrollen an den deutschen Grenzen wandelt sich ebenfalls die Einstellung: Auch dies wird zwar nach wie vor von der Mehrheit akzeptiert, über die letzten Wochen zeigte sich aber ein Abwärtstrend.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In Schleswig-Holstein soll am 25. Mai für weitere Jahrgänge wieder die Schule beginnen. Das gilt für die Klassen 1 bis 3 an den Grundschulen sowie die Jahrgänge 8,9 und 10 an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien, wie die Landesregierung mitteilte. Unterricht findet dann auch wieder in der sogenannten Eingangsphase und Qualifizierungsphase der Oberstufe an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen statt.

    Zunächst konzentriere sich der Unterricht auf Kernfächer wie Deutsch, Mathematik und Englisch, sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. In den Klassenräumen sollen Mindestabstände und Hygienevorschriften eingehalten werden.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    New York und seine US-Nachbarstaaten wollen über das anstehende Memorial-Wochenende die Öffnung ihrer Strände wagen. Neben dem Bundesstaat New York werden auch Connecticut, New Jersey und Delaware den geregelten Zugang zum Meer in der Corona-Krise erlauben, sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. Über kontrollierte Eingänge sollen nur so viele Menschen zugelassen werden, dass die Hälfte der Kapazität ausgeschöpft ist, um ausreichenden Abstand zu gewährleisten. Picknick- oder Sportplätze am Meer dürfen nicht benutzt werden. Memorial Day ist am Montag, den 25. Mai.

    Der besonders schwer von der Pandemie getroffene Bundesstaat New York hatte am Freitag mit der langsamen Öffnung einiger seiner ländlichen Regionen begonnen. Nördlich der Millionenmetropole New York City dürfen in weniger betroffenen Gebieten wieder einige Läden mit dem Straßenverkauf beginnen, auch Bauarbeiten dürfen wieder aufgenommen werden.

AFP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker