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News zur Coronavirus-Pandemie Saarlands Regierungschef fordert Grenzöffnungen für alle schon vor Mitte Juni

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU)
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU)
© Oliver Dietze / DPA
In Europa werden die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus gelockert – derweil steigt die Zahl der Neuinfektionen aber weiter an. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Deutschland hat seine Corona-Maßnahmen gelockert und geht die ersten Schritte in die "neue Normalität". Während weiter über die richtige Strategie debattiert wird, meldet die Johns-Hopkins-Universität mindestens 173.171 bestätigte Infektionen in Deutschland. Die Zahl der Corona-Toten hierzulande wird mit 7.738 beziffert. Die offiziell beim Robert-Koch-Institut gemeldeten Zahlen liegen bei 171.306 Infizierten und 7634 Todesfällen. (Stand: Mittwochmorgen). 

Auch weltweit steigt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bei mehr als 4,2 Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 290.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Mittwochmorgen). Die meisten bestätigten Fälle weisen weiterhin die USA auf.
+++ Lesen Sie auch: Wo wird die Obergrenze gerissen? Daten zu allen Kreisen finden Sie hier. +++

Die wichtigsten Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • USA: Gesundheitsbeamter warnt wegen Corona vor "dunkelstem Winter" (23.19 Uhr)
  • Saarlands Regierungschef fordert Grenzöffnungen für alle schon vor Mitte Juni (21.25 Uhr)
  • UN: Weltwirtschaft könnte 2020 wegen Corona um 3,2 Prozent schrumpfen (19.51 Uhr)
  • Wintersportort Ischgl wieder coronafrei (15.46 Uhr)
  • Bundesregierung beschließt Lockerung der Grenzkontrollen von diesem Samstag an (11.14 Uhr)
Live Blog

Die Coronakrise: News von Mittwoch, 13. Mai

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Der Wintersportort Ischgl ist wieder coronafrei, damit ist einer der europäischen Viren-Quellen versiegt. Wie das Land Tirol bekanntgegeben hat, gibt es in der kleinen Gemeinde derzeit keinen aktiven Fall der Lungenkrankheit Covid-19. Auch in den weiteren Gemeinden im Paznauntal gibt es kaum noch Erkrankte. Weil sich das Virus von Ischgl aus stark verbreitet hatte, soll das Krisenmanagement der Regionalregierung untersucht werden.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Auch Frankreich macht sich wieder etwas lockerer und öffnet die ersten Strände. An den beliebten Atlantik-Küsten von La Baule und Pornichet ist das Baden, Spazieren gehen oder Joggen wieder erlaubt. Weitere Strände am Mittelmeer oder am Ärmelkanal sollen bis zum Wochenende folgen. Sonnenbaden oder Picknicks bleiben dagegen weiterhin untersagt. Damit sollen Menschenansammlungen vermieden werden.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    "Wir müssen handeln", so Heil. Er kündigte Maßnahmen der Bundesregierung in der kommenden Woche an. Die Zeit des Schönredens sei vorbei. "Wir werden aufräumen", kündigte Heil zum Schluss seiner Rede nochmals an, nannte aber noch keine konkreten Schritte.

    Fazit: Die Regierung hat das Problem offenbar erkannt – wie sie es lösen will, wird sie erst nächste Woche detailliert berichten.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Heil bezeichnet die Nachrichten aus deutschen Schlachthöfen als "beschämend und nicht zu tolerieren". Die Gesellschaft dürfe nicht weiter zugucken, wie die Arbeitnehmer in der Fleischindustrie ausgebeutet werden. Die Bundesregierung habe Verantwortung, "in dem Bereich richtig aufzuräumen", so Heil.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Nun tritt Bundesarbeitsminister Hubertus heil (SPD) ans Podium.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    "Unser billiges Fleisch wird nicht nur auf dem Rücken der Tiere, sondern auch auf dem Rücken der Arbeitnehmer, vor allem aus Bulgarien und Rumänien, produziert", prangert Friedrich Ostendorf, Grünen-Abgeordneter, zum Auftakt der Debatte an. Er spricht von "schonungsloser Ausbeutung von Mensch und Tier". Der Bundesregierung seien die Zustände seit Jahren bekannt, sie habe aber nichts unternommen. Schon vor der Coronakrise seien die Schlachthöfe eine Zumutung gewesen, „jetzt werden sie auch noch zu einem Seuchenhotspot“, so Ostendorf. Nun sei Zeit zu handeln.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    In Lettland öffnen wieder die ersten Museen. Nach Angaben des Museumsverbands nahmen zehn Ausstellungshäuser in dem baltischen EU-Land den Betrieb auf - mit Einschränkungen und unter Auflagen. Wegen Hygiene- und Abstandsregeln dürfen sie nur eine bestimmte Zahl von Menschen einlassen, Tickets müssen vorab im Internet gekauft werden. Im Zuge der Lockerungen dürfen zudem auch Bibliotheken und Archive wieder schrittweise in Betrieb genommen werden.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    In Australien muss eine für ihre fragwürdige Heilungsmethoden bekannte "Kirche" wegen illegaler Werbung für ein vermeintliches Corona-Wunderheilmittel Geldbußen zahlen. Gegen die Gemeinde MMS Australia seien zwölf Geldstrafen in Höhe von umgerechnet insgesamt rund 90.000 Euro verhängt worden, teilte die australische Arzneimittelaufsicht mit. Der Behörde zufolge enthielt das vermeintliche Wundermittel eine hohe Konzentration von Natriumchlorit - einer Chemikalie, die etwa zum Bleichen von Textilien oder als Desinfektionsmittel verwendet wird.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Trotz der Corona-Pandemie fand im US-Bundesstaat Nebraska wieder eine Vorwahl statt, bei der die Menschen auch in Wahllokalen abstimmen konnten. Der Gewinner des Urnengangs, bei dem die demokratische Partei ihren Präsidentschaftskandidaten wählt, ist Joe Biden. Er erhielt rund 77 Prozent der Stimmen. Der Ex-Vizepräsident steht als einzig verbliebener Bewerber quasi als Herausforderer von Amtsinhaber Donald Trump fest.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Im Bundestag beginnt gleich die Aktuelle Stunde im Bundestag zum Thema "Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie". Die Fraktion der Grünen hatte es auf die Tagesordnung gesetzt. Hintergrund sind zahlreiche Fälle von Coronavirus-Infektionen in Schlachtbetrieben, unter anderem im Kreis Coesfeld (NRW).

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Mittag bereits angekündigt, dass die Bundesregierung Neuregelungen vorschlagen werde, um die Bedingungen in den Schlachthöfen zu verbessern. Sie sprach wörtlich von "erschreckenden Nachrichten" aus der Fleischindustrie.

  • Ellen Ivits
    • Ellen Ivits

    Wegen der Corona-Krise werden die Theater am New Yorker Broadway mindestens bis Anfang September geschlossen bleiben. Dies gab am Dienstag der Branchenverband Broadway League bekannt. Es werde derzeit mit den Gewerkschaften, den Gesundheitsbehörden und der Politik beraten, wie die Häuser am und rings um den weltberühmten Theater-Boulevard gerettet werden könnten.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Deutsche Landwirte können noch zehntausende weitere Saisonarbeitskräfte aus dem Ausland beschäftigen: Seit Anfang April seien rund 28.000 gemeldete Helfer aus dem Ausland nach Deutschland eingereist, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Mittwoch. Für die kommenden Tagen seien bei der Bundespolizei rund 5500 weitere Saisonarbeiter angekündigt worden. Klöckner und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatten die Einreise von insgesamt 80.000 Erntehelfern im April und Mai per Flugzeug erlaubt.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat den Besuch einer Beerdigung und damit einen Verstoß gegen seine eigene Corona-Verordnung eingestanden. "Eigentlich hätte ich nicht bei ihrer Beerdigung dabei sein dürfen", sagte Ramelow der "Zeit"-Beilage "Christ und Welt" laut Vorabmeldung vom Mittwoch über die Trauerveranstaltung für seine gestorbene Nachbarin. Doch er habe das Gefühl gehabt, es zu müssen, wenn auch mit großem Abstand. "Alles andere wäre mir unmenschlich vorgekommen", sagte Ramelow. Somit "habe ich gegen die Verordnung verstoßen, die ich selbst zu verantworten habe". Heute frage er sich, ob die Verordnung "in allen Punkten richtig war oder ob es nicht möglicherweise noch andere Lösungen gegeben hätte".

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Zur Bewältigung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten der Corona-Krise hat Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) eine Vermögensabgabe nach dem Vorbild des Lastenausgleichs in der bundesdeutschen Nachkriegszeit gefordert. Notwendig sei "eine gewaltige Kraftanstrengung aller staatlichen und privaten Akteure", erklärte Bovenschulte in der Bürgerschaft der Hansestadt. Der Lastenausgleich könne als Vorlage dazu dienen.

    Angesichts der durch die Pandemie ausgelösten beispiellosen Krise plädierte der Regierungschef "für eine über Jahre gestreckte Vermögensabgabe" nach dem "Vorbild der Regierung Adenauer nach dem Zweiten Weltkrieg". Es gehe um "die ökonomische und soziale Stabilisierung" des Landes in einem "gemeinschaftlichen Projekt", zu der jeder gemäß seiner Leistungsfähigkeit beitrage.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Außenveranstaltungen mit maximal 100 Menschen werden in Rheinland-Pfalz ab dem 27. Mai wieder möglich. Das teilte die Staatskanzlei in Mainz am Mittwoch mit. Vom 10. Juni an werde die Personenbegrenzung auf 250 angehoben. Etwas später werden Lockerungen für Innenveranstaltungen greifen. Diese sind den Angaben zufolge ab 10. Juni mit bis zu 75 Menschen wieder möglich, ab dem 24. Juni dürfen es dann drinnen bis zu 150 Menschen sein. Weiterhin untersagt sind währenddessen Volks- oder Weinfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern oder auch größere Konzerte.

AFP DPA

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