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News zur Coronavirus-Pandemie Wirtschaftsminister streben kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes noch im Mai an

In Deutschland wird der Ruf nach einem Ausstieg aus den Corona-Beschränkungen lauter. Derweil werden weiter neue Infektionen gemeldet - allerdings steigt die Zahl der neuen Fälle langsamer. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Deutschland löst sich langsam aus dem Griff des Coronavirus. Aktuell gibt es rund 163.175 bestätigte Infektionen - zuletzt verlangsamte sich der Anstieg der Neuinfektionen laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) allerdings. Die Zahl der Toten hierzulande, die mit dem Coronavirus infiziert waren, wird vom RKI mit fast 6692 beziffert (hier finden Sie weitere Zahlen).

Weltweit steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bei fast 3,5 Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 251.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Dienstagmorgen).

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • Wirtschaftsminister streben kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes noch im Mai an (17.33 Uhr)
  • NRW öffnet Alten- und Berhindertenheime für Besuche (15.41 Uhr)
  • GroKo widerspricht Spekulationen um Impfpflicht (14.55 Uhr)
  • Sachsen-Anhalt öffnet Gastronomie ab 22. Mai (14.24 Uhr)
  • Ab 6. Mai lockert Bayern die Corona-Maßnahmen (12.09 Uhr)
  • RKI: Abstandhalten wird uns Monate begleiten (10.46 Ihr)
  • RKI-Präsident Wieler: Zahl der Infektionsfälle sinkt (10 Uhr)
Live Blog

Die Coronakrise: Alle News von Dienstag, 5. Mai

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Die niederländische Polizei hat bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Den Haag rund 50 Personen festgenommen. Die Demonstranten hätten sich nicht an den Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern gehalten, teilte die Polizei mit. Rund 200 Personen hatten sich am Hauptbahnhof am Rande des Zentrums versammelt, um gegen die Einschränkung der Bewegungsfreiheit zu demonstrieren. Einige trugen Plakate mit sich mit Aufschriften wie "Gefangen in einem freien Land". Die Demonstration war zuvor nicht angemeldet worden, Bürgermeister Johan Remkes hatte jedoch Zustimmung gegeben, wenn der Sicherheitsabstand eingehalten werde. Als die Demonstranten sich nicht an die Anweisungen hielten, griff die Polizei ein. Am 5. Mai wird in den Niederlanden der Befreiungstag von der deutschen Besatzung und das Ende des Zweiten Weltkriegs gefeiert.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Und auch Bremen hat vor einem "Geschwindigkeits- und Überbietungswettbewerb" der Bundesländer und Ministerpräsidenten bei den Lockerungsplänen der Corona-Maßnahmen gewarnt. Es sei jetzt wichtig, koordiniert vorzugehen und dabei einen kühlen Kopf zu bewahren, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Bremen habe sich immer "sehr bundestreu" verhalten. Darin werde es sich auch weiter halten. Das Thema sei komplex und Lockerungen manchmal schwieriger umzusetzen als ein Lockdown. Könnte eine lebendige Konferenz am Mittwoch werden ...

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Das kommt angesichts der vielen Ankündigungen des Tages etwas spät: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat das uneinheitliche Vorgehen der Bundesländer bei den Lockerungen der Corona-Auflagen kritisiert. Er hoffe, dass die Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch mehr Ordnung ins Verfahren bringe, sagte Brinkhaus in Berlin vor einer Sitzung der Unionsfraktion. Er appellierte an die Länder, bei allen regionalen Unterschieden hier endlich eine einheitliche Linie zu fahren. Ein Rückfall würde viel, viel teurer als das bisherige Herunterfahren von Wirtschaft und Gesellschaft. Brinkhaus machte deutlich, dass er in erster Linie Lockerungen bei der Kinderbetreuung für nötig hält, wenn es die Möglichkeiten zu Öffnungen überhaupt gebe.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Der Co-Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, pocht mit Blick auf eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga auf Gleichbehandlung mit anderen Sportarten. Er sehe es selbst jeden Samstag mit großer Trauer, dass es keine Bundesligaspiele gebe. "Aber auch hier sage ich eins ganz klar: Wir können einen Widerspruch nicht zulassen, dass Sieben- und Achtjährige nicht auf den Bolzplatz dürfen, aber die Bundesliga auch bei Geisterspielen wieder normal agiert", sagte Bartsch am Dienstag in Berlin. Hier dürfe es "selbstverständlich keine Extrawürste geben". Eine solche Ungleichbehandlung würde in der Bevölkerung weniger akzeptiert.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern dürfen vom kommenden Montag an wieder öffnen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung mit. Die Kultureinrichtungen waren Mitte März geschlossen worden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Großbritannien hat nach neuesten offiziellen Statistiken die meisten Corona-Todesopfer in Europa. In England und Wales sind bis 24. April fast 30.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, wie die Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) am Dienstag mitteilte. Unter Berücksichtigung der Opfer in Schottland und Nordirland sind es landesweit nach offiziellen Angaben sogar mehr als 32.000 Tote. Todesfälle aus den vergangenen Tagen sind noch nicht in die Statistik eingeflossen. Es wird außerdem mit einer hohen Dunkelziffer bei den Toten gerechnet.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Die große Koalition hat Spekulationen über eine Impfpflicht gegen das Coronavirus zurückgewiesen. "Ein für alle Mal: Eine Corona-Impfpflicht stand nie im Gesetzentwurf, zu keinem Zeitpunkt", sagte SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas. "Es wäre auch absurd, eine Impfpflicht im Bundestag zu beschließen, wo es doch bisher überhaupt keinen Impfstoff gibt." Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich gegen eine Impfpflicht ausgesprochen.

    Der Bundestag befasst sich an diesem Donnerstag mit einem Entwurf zu weiteren Maßnahmen im Gesundheitswesen, um Folgen der Corona-Epidemie abzumildern. Spahn hatte am Montag erklärt, ursprünglich vorgesehene Regelungen zu einem Corona-Immunitätsnachweis herauszunehmen. Vorerst soll es demnach keine Regelung dazu geben, ob solche Vermerke Ausnahmen von Alltagsbeschränkungen ermöglichen könnten. Zunächst solle eine Stellungnahme des Deutschen Ethikrats abgewartet werden.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Das war das Wichtigste von der Landespressekonferenz aus Magdeburg. Wir klinken uns an dieser Stelle aus.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Haseloff hält nichts von einer Infektions-Quote, die eingehalten werden muss, so wie es offenbar Angela Merkel fordert. Die Quote helfe nicht, "das Geschehen pandemologisch zu steuern", weil es in einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt lokal gravierende Unterschiede gibt.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Wann Hotels zumindest für einheimische Urlauber öffnen dürfen, ist noch nicht klar, eine Öffnung im Mai ist möglich, aber noch nicht beschlossen. Das Problem sei, so Haseloff, das Hotelgäste meist aus anderen Bundesländern kommen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Ab dem 14. Mai wird es zusätzlich Lockerungen im Tourismus geben. Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen dann wieder genutzt werden, aber nur von Bürgern aus Sachsen-Anhalt. Die Infektionszahlen in den anderen Bundesländern seien zu hoch, um dafür die "Grenzen" zu öffnen.

    Menschen, die nicht aus Sachsen-Anhalt kommen, werden frühestens im Juni wieder einen Urlaub im Bundesland buchen können, so Wirtschaftsminister Armin Willingmann, ohne jedoch einen Termin zu nennen. Das hänge von der weiteren Entwicklung der Infektionslage in Deutschland ab.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Sachsen-Anhalt wird ab dem 22. Mai erste Erleichterungen in der Gastronomie zulassen. Das ist zumindest geplant, berichtet Wirtschaftsminister Armin Willingmann. Natürlich nur unter sehr strengen Auflagen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Grimm-Benne appelliert noch mal eindringlich an die Bürger, sich auch weiterhin an die Corona-Regeln zu halten. Sachsen-Anhalt lockert mit "viel Augenmaß", betont aber, dass "wir viel geschafft haben, aber die Pandemie ist noch nicht vorbei."

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Grimm-Benne begründet nun die leichten Lockerungen des Besuchsverbots in Alten- und Pflegeheimen. Es gebe zu viele Menschen, die in solchen Einrichtungen leben, als das man strenge Beschränkungen angesichts der niedrigen Fallzahlen aufrechterhalten könne. Alle Besucher müssen natürlich Masken tragen und alle Hygieneregeln beachten, aber der soziale Kontakt sei wichtig für die Menschen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die Zahlen in Sachsen-Anhalt sind so niedrig, dass die Gesundheitsämter nur noch einmal am Tag Zahlen melden, berichtet Gesundheitsministerin Grimm-Benne.


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