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News zur Coronavirus-Pandemie ZDF-Team bei Demo gegen Corona-Maßnahmen in Halle bedrängt

Proteste gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, hier vor wenigen Tagen in Stralsund
Proteste gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor wenigen Tagen in Stralsund. In Halle wurde jetzt auf einer solchen Demonstration ein Kamerateam des ZDF bedrängt
© Stefan Sauer / DPA
In Europa und Deutschland werden die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus nach und nach gelockert – derweil steigt die Zahl der Neuinfektionen aber weiter an. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Deutschland hat seine Corona-Maßnahmen gelockert und geht die ersten Schritte in die "neue Normalität". Die Johns-Hopkins-Universität meldet 175.233 bestätigte Infektionen in Deutschland. Die Zahl der Corona-Toten hierzulande wird mit 7897 beziffert. (Stand: Samstagmorgen). 

Auch weltweit steigt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bei mehr als 4,5 Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 307.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.
+++ Lesen Sie auch: Wo wird die Obergrenze gerissen? Daten zu allen Kreisen finden Sie hier. +++

Die wichtigsten Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • Ungarische Anti-Corona-Maßnahmen werden ab Montag auch in Budapest gelockert (21.07 Uhr)

  • ZDF-Team bei Demo gegen Corona-Maßnahmen in Halle bedrängt (17.41 Uhr)

  • Großteil der Karstadt-Sport-Filialen und Reisebüros wegen vor dem Aus (14.03 Uhr)

  • Paketzentrum im Kreis Heinsberg nach Corona-Ausbruch geschlossen (12.29 Uhr)

  • Kanzleramt schließt Impfpflicht gegen Corona aus (11.34 Uhr)

  • Robert Koch-Institut gegen Temperaturkontrollen an Flughäfen (10.33 Uhr)

  • Italien will Einreise aus dem Ausland ab 3. Juni wieder erlauben (9.46 Uhr)

  • Scholz will Schutzschild von fast 57 Milliarden Euro über Kommunen spannen (9.17 Uhr)

Live Blog

Die Coronakrise: News von Samstag, 16. Mai

  • Jessica_Kröll
    • Jessica_Kröll

    Wir verabschieden uns für heute von Ihnen und wünschen Ihnen eine gute Nacht. Morgen werden wir Sie wieder über alles zur Corona-Pandemie informieren. Bleiben Sie gesund!

  • Jessica_Kröll
    • Jessica_Kröll

    Vom 25. Mai an sollen weitere Corona-Lockerungen in Mecklenburg-Vorpommern gelten. Fitnessstudios sollen von da an unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Ebenfalls solle dann wieder Breitensport in Sporthallen möglich sein, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag in Schwerin. Dafür gelten demnach Schutzauflagen, und die Sportler müssten in kleineren Gruppen trainieren. Ebenfalls vom 25. Mai an dürfen sich Verwandte wieder zu Familienfeiern mit bis zu 30 Teilnehmern treffen. Die Landesregierung hatte am Samstag mit kommunalen Vertretern und Gewerkschaften über weitere Schritte zur Rückkehr aus dem sogenannten Corona-Lockdown beraten. Zuvor hatte sich die Landesregierung am Samstag bereits unter anderem auf eine Ausweitung der Kinderbetreuung in Horten vom 25. Mai an ausgesprochen. Dann sollen mindestens die Schüler der ersten und zweiten Klasse einen Anspruch auf eine Betreuung im Hort von mindestens drei Stunden am Tag haben.

  • Jessica_Kröll
    • Jessica_Kröll

    Nach einer Corona-bedingten Unterbrechung nimmt Volkswagen auch an seinem zweiten Standort in Argentinien die Produktion wieder auf. Das Werk in General Pacheco bei Buenos Aires werde am Montag wieder in Betrieb gehen, teilte das Tochterunternehmen des deutschen Autobauers am Samstag mit. Dies geschehe schrittweise, zunächst nur in einem Ein-Schicht-Betrieb. Bei den Mitarbeitern werde regelmäßig die Temperatur gemessen, sie müssten Masken tragen und einen Abstand von mindestens eineinhalb Metern zu einander halten, hieß es. Damit habe man an dem anderen Standort, in der Stadt Córdoba, gute Erfahrungen gemacht. Dort war die Produktion bereits Ende April wieder angelaufen.

  • Jessica_Kröll
    • Jessica_Kröll

    Hunderte Ärzte und Pfleger aus Polen können jetzt wieder uneingeschränkt nach Deutschland zur Arbeit pendeln. Die Regierung in Warschau lockerte am Samstag die Anforderungen für medizinische Berufe im Zuge der Corona-Pandemie. Demnach müssen Menschen, die zum Beispiel in Deutschland in medizinischen Berufen und in Pflegeheimen arbeiten, nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne, wenn sie wieder nach Polen einreisen. In den deutschen Anrainer-Bundesländern wurden die Lockerungen begrüßt. "Das ist eine sehr gute Nachricht für Brandenburg", sagte die Europaministerin des Bundeslandes, Katrin Lange (SPD). Ihren Angaben zufolge könnten nun mehrere hundert Ärzte und Pfleger aus Polen "wieder uneingeschränkt die Grenze zu ihrem Heimatland passieren".

  • Jessica_Kröll
    • Jessica_Kröll

    Die ungarischen Anti-Corona-Maßnahmen werden ab Montag auch in der Hauptstadt Budapest gelockert. "Die Epidemie ist auch dort besiegt worden", schrieb Ministerpräsident Viktor Orban am Samstag im Onlinedienst Facebook. Zwei Wochen zuvor hatte Ungarn bereits die Öffnung von Geschäften, Freilichtmuseen, Stränden und Schwimmbädern außerhalb Budapests erlaubt. Auch Restaurants und Hotels durften in ihren Außenbereichen wieder Gäste empfangen. Diese Lockerungen gelten ab Montag dann auch für Budapest. In Ungarn wurden bis Samstag fast 3500 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert; 448 Menschen starben. Die Ausgangsbeschränkungen in dem EU-Mitgliedstaat mit knapp zehn Millionen Einwohnern waren Ende März verhängt worden. Ungarns Schulen sollen noch den ganzen Mai über geschlossen bleiben. Auch Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern bleiben bis mindestens 15. August verboten. Im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften gilt eine Maskenpflicht. Älteren Menschen wird zudem empfohlen, weiterhin zu Hause zu bleiben.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    In Frankreich haben erstmals nach der Lockerung der Coronavirus-Ausgangsbeschränkungen in mehreren Städten Proteste der regierungskritischen "Gelbwesten" stattgefunden. Innenminister Christophe Castaner hatte zuvor daran erinnert, dass Versammlungen von mehr als zehn Personen nicht erlaubt seien. Unter anderem in Paris, Lyon, Marseille, Montpellier und Straßburg gingen aber Menschen auf die Straßen -
    jedoch bei Weitem nicht so viele wie vor Beginn der Coronakrise.

    Die "Gelbwesten" protestieren seit gut eineinhalb Jahren regelmäßig gegen die Reformpolitik von Staatschef Emmanuel Macron. Der Zulauf zu den Demonstrationen hatte zuletzt aber erheblich nachgelassen.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Tausende Menschen haben heute in mehreren deutschen Großstädten gegen die von der Politik verhängten Corona-Maßnahmen demonstriert. Laut Polizei gab es dabei zahlreiche Verstöße gegen die Auflagen im Zusammenhang mit der Pandemie. In Stuttgart war bereits kurz nach Beginn der Kundgebung am Nachmittag die genehmigte Zahl von 5000 Teilnehmern erreicht. Verstöße gegen die Maskenpflicht wurden mit 300 Euro Bußgeld geahndet. In München standen zeitweise "mehrere hundert Schaulustige entlang des Absperrbands" an der Theresienwiese. Der Mindestabstand von 1,5 Metern wurde "deutlich unterschritten", twitterte die Polizei. Rund um die Wiese wurden demnach Platzverweise erteilt. Auch in anderen Städten fanden Kundgebungen statt, etwa in Berlin, Frankfurt, Nürnberg, Leipzig und Bremen. In Halle wurde verschiedenen Medienberichten zufolge ein ZDF-Team verbal attackiert, die Polizei habe eine Eskalation verhindert. Für Sonntag sind bundesweit neue Proteste angekündigt.

    In Deutschland gibt es seit mehreren Wochen Proteste gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dabei werden auch verschwörungstheoretische, politisch extreme und esoterische Positionen vertreten. So sind etwa militante Impfgegner und Rechtsextreme dabei. Dies sowie die Verbreitung von Verschwörungstheorien und Falschinformationen zur Corona-Pandemie im Internet wird zunehmend mit Sorge beobachtet.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat den rechtlichen Rahmen für Lockerungen der Corona-Beschränkungen gesetzt. Laut der Verordnung sollen ab Montag neben Tourismus auch Restaurantbesuche und Training im Fitnessstudio wieder möglich sein. Die Jamaika-Koalition unter Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) plant einen Paradigmenwechsel. Statt Verboten mit Ausnahmen sollen künftig grundsätzliche Erlaubnisse verbunden mit Auflagen im Vordergrund stehen. Ab Montag fallen unter strikten Vorgaben zahlreiche Öffnungsverbote in Tourismus, bei Dienstleistungen und im Freizeitbereich. Vorschulkinder und solche mit Förderbedarf dürfen wieder in die Kitas, wo es bisher nur Notbetreuungen gibt. Ab dem 1. Juni sollen alle Jahrgangsstufen zumindest zeitweilig wieder Präsenzunterricht erhalten, wie das Bildungsministerium mitteilte.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Grundschüler in Sachsen müssen vorübergehend nicht zum Unterricht erscheinen. Zwei Tage vor der geplanten Wiedereröffnung von Schulen und Kitas nach einer zweimonatigen Corona-Zwangspause hat das Kultusministerium heute kurzfristig die Schulbesuchspflicht für die Klassen eins bis vier ausgesetzt. Es bestehe zwar weiter eine Schulpflicht, Eltern könnten aber selbst entscheiden, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen, teilte das Ministerium mit. Mit der Entscheidung reagierte die Behörde auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Leipzig vom Freitag. Dieses hatte im Eilverfahren zugunsten der Eltern eines Siebenjährigen entschieden, die sich gegen die Öffnung der Grundschulen ohne Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern gewandt hatten.

    Die Festlegung des Kultusministeriums gilt bis zum 5. Juni und betrifft Grundschulen sowie den Primarbereich der Förderschulen. Das Ministerium will den Beschluss des Verwaltungsgerichts Leipzig vor dem Oberverwaltungsgericht in Bautzen anfechten.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Thailand hat den Stopp für internationale Passagierflüge in das südostasiatische Land um einen Monat bis zum
    30. Juni verlängert.
    Das teilte die Luftfahrtbehörde mit. Es ist bereits das vierte Mal in der Coronakrise, dass diese Frist verlängert wird. Ausnahmen gelten unter anderem für Fracht-, Hilfs- und Militärflüge sowie für Notlandungen. Für Passagiere an Bord solcher Flüge sei eine 14-tägige Quarantäne vorgesehen. Morgen sollen in Thailand einige Einschränkungen dagegen wieder gelockert werden: So soll die nächtliche Ausgangssperre verkürzt und Einkaufszentren wieder geöffnet werden. Ende Mai waren in dem Land der Ausnahmezustand ausgerufen und strenge Maßnahmen verhängt worden. Seither sinkt die Zahl der Neuinfektionen.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Im Zusammenhang mit einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen ist in Halle in Sachsen-Anhalt ein Kamerateam des ZDF nach Angaben der Polizei bedrängt worden. Das Team habe in der Nähe eines Wagens der Demonstranten Aufnahmen machen wollen, dann sei es zu verbalen Attacken gegen die Journalisten gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei sei dazwischengegangen, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Das ZDF-Team habe später unter Polizeischutz freiwillig den Marktplatz verlassen. Verletzt wurde demnach niemand.

    Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem zwei Körperverletzungsdelikte angezeigt und drei Anzeigen wegen Beleidigung aufgenommen. Auf dem Marktplatz gab es den Angaben zufolge auch Gegenproteste. Zudem hat eine Gruppe von 18 Personen einen Platzverweis bekommen. Der Großteil dieser zum Teil stark alkoholisierten Menschen gehört laut Polizei zum Fanspektrum des Halleschen FC.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Kein W-LAN und die Klimaanlage nur auf Minimum: Auf den Philippinen haben heute Einkaufszentren wieder eröffnet. Um große Menschenansammlungen wegen der Coronagefahr zu vermeiden, gelten allerdings bestimmte Vorgaben: So sollen Malls den Kunden kein drahtloses Internet zur Verfügung stellen und ihre Klimaanlagen auf eine wärmere Temperatur einstellen. Außerdem ist die Zahl der Personen begrenzt und das Tragen von Masken vorgeschrieben. Dennoch bildeten sich etwa vor Malls in der Hauptstadt Manila lange Warteschlangen. Dort und in einigen anderen Regionen des Landes gelten noch Einschränkungen bis zum Monatsende. Auf den Philippinen wurden bisher 12.305 Infektionen mit dem Coronavirus und 817 Tote gemeldet.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Tausende Menschen haben sich in Stuttgart erneut zu einer Demonstration gegen die Coronavirus-Beschränkungen versammelt. Auf dem Cannstatter Wasen waren diesmal allerdings nur 5000 Teilnehmer erlaubt, zahlreiche Menschen kamen deshalb auch außerhalb des ausgewiesenen Geländes zusammen. Die Polizei wies ihnen eine weitere Fläche zu. Ordner des Veranstalters forderten die Menschen auf, sogenannte
    Spontanversammlungen anzumelden. Eine Beschwerde der Veranstalter gegen die Auflagen hatte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg noch heute zurückgewiesen.

    Hinter dem Protest steht die Initiative "Querdenken" des Unternehmers Michael Ballweg. Ballweg kündigte bei der Kundgebung an, wegen der Beschränkungen der Versammlungsfreiheit erneut vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Bundes- und Landesregierung müssten vom Verfassungsschutz beobachtet werden, forderte er.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    In Griechenland sind bei Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius alle 515 organisierten Badeanstalten des Landes unter strengen Auflagen geöffnet worden. Eintritt bekamen nur 40 Menschen pro 1000 Quadratmeter. Der Abstand zwischen den Sonnenschirmen muss mindestens vier Meter betragen. Unter den Schirmen dürfen höchstens zwei Liegen stehen. Die Strandbars dürfen außerdem nur verpacktes Essen verkaufen und keinen Alkohol ausschenken. Wie das Staatsfernsehen (ERT) weiter berichtete, wurden in den meisten Fällen diese Auflagen eingehalten. Bei Verstoß droht den Betreibern der Badeanstalten die Schließung für 30 Tage ihres Unternehmens und Geldstrafen bis zu 20.000 Euro, wie die Regierung mitteilte.

    Bislang war das Baden im Meer in Griechenland wegen der Corona-Epidemie nur an nicht organisierten Küstenabschnitten erlaubt. Die organisierten Badeküstenabschnitte sollten eigentlich erst im Juni öffnen. Dies führte aber dazu, dass die Menschen in den nicht organisierten Stränden die Abstände nicht einhielten, wie griechische Medien berichteten.

  • Miriam Scharlibbe
    • Miriam Scharlibbe

    Bei einer Demonstration in München gegen die Corona-Politik ist die genehmigte Teilnehmerzahl von 1000 kurz vor Veranstaltungsbeginn erreicht worden. Die Polizei ließ am Samstagnachmittag keine Menschen mehr auf das abgesperrte Gelände auf der Theresienwiese, auf der sonst im Herbst das Oktoberfest gefeiert wird. Gekommen waren weit mehr als die erlaubten 1000 Menschen. Nachdem das abgesperrte Gelände gefüllt war, schickte die Polizei die Wartenden von der Theresienwiese. Hunderte säumten daraufhin die Bürgersteige entlang der Fläche. Die Polizei begann später, Demonstranten jenseits des Demogeländes wegzutragen. Es blieb zunächst friedlich.

DPA AFP

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