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News zur Coronavirus-Pandemie Zweiter Coronavirus-Fall im Weißen Haus binnen zwei Tagen

Ein Reinigungsteam wischt das Rednerpult ab, bevor US-Präsident Trump spricht
Ein Reinigungsteam wischt das Rednerpult ab, bevor US-Präsident Trump im Presse-Raum des Weißen Hauses über die Coronavirus-Lage spricht
© Alex Brandon / DPA
In Europa werden die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus gelockert. Neue Infektionen werden aber weiter gemeldet. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Bund und Länder haben sich auf weitreichende Lockerungen der Corona-Auflagen verständigt. Aber wie geht es weiter? Während weiter über die richtige Strategie debattiert wird, meldet die Johns-Hopkins-Universität mehr als 169.000 bestätigte Infektionen in Deutschland  zuletzt verlangsamte sich der Anstieg der Neuinfektionen. Die Zahl der Toten hierzulande, die mit dem Coronavirus infiziert waren, wird mit 7392 beziffert (hier finden Sie weitere Zahlen). Lesen Sie auch: Wo wird die Obergrenze gerissen? Daten zu allen Kreisen finden Sie hier

Auch weltweit steigt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bei mehr als 3,84 Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 269.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Freitagmorgen).

Die wichtigsten Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • Zahl der Corona-Toten steigt auf mehr als 26.000 (20.43 Uhr)

  • Auch Mitarbeiter von US-Vizepräsident Pence infiziert (19.43 Uhr) 

  • EU-Kommission für Verlängerung des Einreisestopps in EU bis 15. Juni (17.40 Uhr)

  • Corona-Lockerungen im Landkreis Coesfeld um eine Woche verschoben (15.45 Uhr)

  • US-Arbeitslosenquote wegen Corona-Krise auf 14,7 Prozent gestiegen (14.39 Uhr)

  • Neuer Corona-Brennpunkt: Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein über Obergrenze (13.26 Uhr)

  • Nach Corona-Ausbruch in Coesfeld: In allen NRW-Schlachtbetrieben werden Mitarbeiter getestet (12.19 Uhr)

Live Blog

Die Coronakrise: Alle News von Freitag, 8. Mai

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Der Dirigent Daniel Barenboim und Mitglieder der Staatskapelle Berlin haben zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs am Freitag in der leeren Staatsoper Unter den Linden gespielt. Das Konzert wurde live vom Kulturkanal 3sat übertragen. "Der 8. Mai ist nicht nur ein Tag der Befreiung für Deutschland, sondern für ganz Europa", sagte Barenboim vor dem Konzert.

    Gleichzeitig forderte der Dirigent die Politik "auf den Knien" auf, möglichst bald wieder ein Musikleben zu ermöglichen. Er würdigte die Anstrengungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, fügte aber hinzu: "Musik entsteht im Raum, das Publikum muss dabei sein."

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Hochkarätige Hilfe für eine Coronavirus-Spendenaktion in Hollywood: Stars wie George Clooney, Michael Douglas, Hugh Jackman, Pierce Brosnan und Jodie Foster wollen Mitte Mai bei einem Benefiz-Event mitmachen. Die Organisation "The Motion Picture & Television Fund" (MPTF), die Hilfsbedürftige in der Filmwirtschaft unterstützt, gab die Aktion am Freitag bekannt. In der einstündigen virtuellen Spenden-Show sollen zahlreiche Schauspieler zu Wort kommen und Künstler auftreten.

    Die Stiftung wurde 1921 unter anderem von Charlie Chaplin und Mary Pickford gegründet, um in Not geratenen Filmschaffenden finanziell unter die Arme zu greifen. Dazu gehört auch ein Seniorenheim im kalifornischen Woodland Hills.

    Die Coronavirus-Pandemie hat das Filmgeschäft in Hollywood weitgehend lahmgelegt, Branchenexperten rechnen mit Milliardenverlusten. Viele Mitarbeiter, darunter Bühnenbildner, Visagisten und Drehbuchautoren, haben ihre Jobs verloren.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Im Weißen Haus ist ein zweiter Coronavirus-Fall binnen zwei Tagen bestätigt worden. Wie ein US-Regierungsvertreter am Freitag sagte, wurde bei einem Mitarbeiter von Vizepräsident Mike Pence das neuartige Coronavirus nachgewiesen. Mehrere Mitarbeiter, die womöglich mit ihm in Kontakt gekommen waren, mussten deswegen aus einem Flugzeug aussteigen, in dem sie Pence bei einer Reise in den Bundesstaat Iowa begleiten sollten.

    Erst am Donnerstag war ein im Weißen Haus eingesetzter Soldat positiv auf das Coronavirus getestet worden. Präsident Donald Trump und Pence wurden in der Folge negativ getestet. Sie unterziehen sich inzwischen täglich einem Coronavirus-Test. Der für sein Krisenmanagement viel kritisierte Trump weigert sich aber entgegen den offiziellen Empfehlungen, eine Schutzmaske zu tragen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Beim Torjubel in der Fußball-Bundesliga sind nach Informationen der "Bild"-Zeitung zum Neustart der Saison nur "kurzer Ellenbogen- oder Fußkontakt" erlaubt. Gemeinsames Jubeln, Abklatschen und Umarmungen seien zu unterlassen, berichtete die Zeitung am Freitagabend unter Berufung auf ein internes Papier ("Covid-19 Organisations-Rundschreiben Sonderspielbetrieb") der Deutschen Fußball Liga.

    Wenn die wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison am 16. Mai mit Geisterspielen fortgesetzt wird, sollen auch die Einwechslungen ohne das übliche Abklatschen erfolgen, Rudelbildungen und Spucken vermieden werden. Das Einlaufen der Mannschaften soll zeitversetzt stattfinden, schreibt die Zeitung. Bei den Spielen gebe es keine Einlaufkinder, keine Maskottchen, kein Handshake bei der Platzwahl und keine Team-Fotos.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die Zahl der Corona-Toten ist in Frankreich auf mehr als 26.000 angestiegen. Bis Freitag sind dort seit Beginn der Epidemie 26 230 Menschen gestorben, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. In den vergangenen 24 Stunden verzeichnete das Land 243 Todesfälle in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden, ist weiter rückläufig. Auf vier Regionen im Land entfallen 72 Prozent der im Krankenhaus behandelten Fälle. Dies sind: der Großraum Paris, die an Deutschland grenzende Region Grand Est, Auvergne-Rhône-Alpes im Südosten des Landes und Hauts-de-France im Norden.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat seine Länderkollegen laut einem Medienbericht wegen mehrerer Corona-Ausbrüche aufgefordert, den Arbeitsschutz für Saisonarbeiter in der Landwirtschaft und in der Fleischindustrie streng zu kontrollieren. "Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Situation in Sammelunterkünften und beim Personentransport zu legen", heißt es darin laut NDR und WDR. Anlass des Schreibens seien Medienberichte über "unhaltbare Zustände beim betrieblichen Infektionsschutz". Erst am Freitag war öffentlich geworden, dass es in drei Schlachtbetrieben zu Häufungen von Corona-Fällen gekommen ist.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die britische Regierung hat Hoffnungen auf weitgehende Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in dem Land gedämpft. "Wir müssen realistisch sein, dass es keine dramatische Änderung geben wird, wir werden sehr vorsichtig sein, wenn wir die Einschränkungen lockern", sagte Umweltminister George Eustice bei einer Pressekonferenz am Freitag. Premierminister Boris Johnson will am Sonntag bei einer mit Spannung erwarteten Rede einen Fahrplan für die langsame Aufhebung der Kontaktbeschränkungen in Großbritannien vorlegen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Aus Frust über die Pflicht zum ständigen Maskentragen bei der Arbeit sind Beschäftigte einer italienischen Fabrik in Streik getreten. In dem Werk des Haushaltsgeräteherstellers Electrolux im norditalienischen Susegnana riefen die Angestellten am Freitag einen "Streik zum Atmen" aus und unterbrachen ihre Arbeit für eine Stunde pro Schicht, wie der "Corriere della Sera" berichtete.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Affäre statt Abstand: Wegen Fehlverhaltens in der Corona-Krise hat der britische Wissenschaftler Neil Ferguson seinen Posten als Regierungsberater aufgegeben. Der renommierte Forscher gab nach einem Bericht des "Daily Telegraph" zu, "klare Regeln" zur Eindämmung der Pandemie missachtet zu haben. Ferguson
    sprach von einem "Beurteilungsfehler".

    Der Zeitung zufolge hatte der Professor trotz der strengen Ausgangsbeschränkungen eine Affäre mit einer 38-Jährigen. Die zweifache Mutter soll ihn mehrfach besucht haben, was gegen die Regeln verstieß. "Ich habe in dem Glauben gehandelt, dass ich immun bin", so Ferguson. Er sei positiv auf das Virus getestet worden und habe sich zwei Wochen isoliert. Er bedauere sein Handeln zutiefst.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Nach einem Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump ist nun auch ein Mitglied aus dem Team von Vizepräsident Mike Pence mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, in Washington mit. Sie betonte zugleich, es gebe strenge Sicherheitsvorkehrungen in der Regierungszentrale.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Einwohner beiderseits der deutsch-polnischen Grenze fordern das Ende der Quarantäneregelung für Berufspendler aus medizinischen und sozialen Berufen. Am derzeit geschlossenen Grenzübergang zwischen Linken (Vorpommern-Greifswald) und Lubieszyn (Westpommern) formierte sich am Freitagabend die mittlerweile dritte Protestaktion. Die Teilnehmer demonstrierten unter dem Motto: "Lasst uns zur Arbeit! Lasst uns nach Haus!" und forderten auch die Öffnung weiterer Grenzübergänge für Berufspendler und Schüler.

    Nach den Worten der Mitorganisatorin der Aktion, Katarzyna Werth, betrifft die erste Lockerung durch die polnische Regierung nicht die Medizinbranche. Dennoch sei es ein erster Erfolg auch ihrer Proteste, dass ein Teil der Pendler seit Montag wieder die Grenze passieren dürfe, ohne in Polen in eine 14-tägige Quarantäne zu müssen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Nach den angekündigten Lockerungen der Corona-Maßnahmen setzt die Berliner Clublandschaft auf eine Öffnung ihrer Open-Air-Flächen. Nach dem Vorbild anderer Städte - wie beispielsweise Vilnius - fordere man auch für Berlin eine generelle Öffnung der Freiflächen bis 24.00 Uhr, teilte die Berliner Clubcommission mit. Das Musikprogramm solle allerdings bereits um 22.00 Uhr beendet werden. Die Ausnahme solle bis 15. Oktober befristet sein und es den bedrohten Clubs ermöglichen, wenigstens auf Teilflächen unter Beachtung aller Hygieneregeln den Sommer über einen Open-Air-Betrieb für "die kulturhungrigen Gäste" anzubieten.

    Der Verband schlägt Regeln wie den Einlass mit Mund-Nasen-Bedeckung und über ein personalisiertes Online Ticketsystem. Beim Betreten und Verlassen soll jeweils das Ticket gescannt werden, damit eine Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter für 30 Tage möglich bleibt. Für das Booking werden in erster Linie in Berlin lebende Künstler*innen bevorzugt."

    Clubs, die nicht über geeignete Flächen verfügten, sollten bei den Straßen- und Grünflächenämtern im vereinfachten Verfahren Sondernutzungsgenehmigungen für geeignete Straßen oder Plätze erhalten, hieß es weiter. Die Berliner Clubs sehen ihre Existenz wegen der wochenlangen Schließung in der Corona-Krise bedroht. Ihre Umsätze sind eingebrochen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Finanzminister der Eurozone haben sich abschließend auf die Bedingungen für Hilfen durch den Rettungsfonds ESM von bis zu 240 Milliarden Euro in der Corona-Krise geeinigt. Es habe eine Verständigung auf noch offene Fragen gegeben, teilte Eurogruppen-Chef Mário Centeno mit. Demnach wird auf Vorschlag der EU-Kommission auf die sonst übliche verschärfte Überwachung der Haushaltsführung der Staaten verzichtet, die Hilfen aus dem Fonds in Anspruch nehmen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die US-Bürger sehen die Lockerung der Corona-Einschränkungen in dem Land mehrheitlich mit Skepsis. In einer vom Sender ABC News veröffentlichten Umfrage stimmten 64 Prozent der Befragten der Aussage zu, sie seien derzeit gegen eine Aufhebung der Corona-Beschränkungen, weil dies zu mehr Toten führen würde. Dagegen stimmten 34 Prozent der Befragten der Aussage zu, ein Ende der Corona-Maßnahmen lohne sich, um den wirtschaftlichen Schaden auf ein Minimum zu begrenzen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Madrid wird von den am Montag im Corona-Hotspot Spanien in Kraft tretenden neuen Lockerungen des Lockdowns ausgeschlossen. Die Zentralregierung wies den Antrag der Hauptstadt-Region zurück, in die sogenannte "Phase 1" des Deeskalationsplans eintreten zu dürfen. Das teilte die Regionalregierung mit. Mit knapp 65.000 Infektionsfällen und über 8500 Toten ist Madrid bei weitem die von der Pandemie am
    schwersten getroffene Region Spaniens.


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