HOME

Alzheimer vorbeugen: Diese Leitlinien empfiehlt die WHO gegen Demenz

Demenz kann jeden treffen. 50 Millionen Menschen sind 2019 weltweit erkrankt. Die WHO hat 2019 erstmals Leitlinien entwickelt, die Risikofaktoren für eine Demenz nennen.

Frau joggt durch den Wald

Bewegung

Die WHO empfiehlt sich regelmäßig - auch im Alter - zu bewegen. Eine Studie im Journal "Nature Medicine" deckt einen Mechanismus auf, der erklären könnte, wie regelmäßiger Sport dem kognitiven Abbau bei Alzheimer-Patienten entgegenwirkt. In der Studie heißt es: Sobald man Sport treibt, wird ein Botenstoff freigesetzt, Irisin. Dieser gelangt durch die Spaltung des Transmembranproteins FNDC5 aus dem Muskel ins Gehirn. "Die Forschergruppe konnte zeigen, dass Alzheimer-Patienten erniedrigte FNDC5/Irisin-Spiegel im Hippocampus, unserer 'Gedächtniszentrale' im Gehirn, und in der Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) aufweisen", schreibt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie. Die Steigerung der FNDC5/Irisin-Konzentration führt zu einer erhöhten Plastizität des Gehirns. "Noch fehlt der Nachweis durch klinische Studien, aber der FNDC5/Irisin-Spiegel könnte ein physiologischer Link zwischen Muskeln und Gehirn sein", erklärt Professor Dr. Richard Dodel der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Getty Images

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2019 erstmals Richtlinien zur Vorbeugung von Demenz veröffentlicht. Dabei wird auf verschiedene Risikofaktoren wie zum Beispiel der Zusammenhang zwischen Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht mit Demenz hingewiesen. Die WHO rät nicht nur den Gesundheitssystemen weltweit, sondern auch jedem Einzelnen diese Leitlinien zu berücksichtigen.

Unter Demenz versteht man verschiedene Krankheitsformen, die Auswirkungen auf die geistige Leistungsfähigkeit haben. Am häufigsten ist Alzheimer. Die Persönlichkeit verändert sich und die geistigen Fähigkeiten lassen nach. Dieser Prozess dauert meist nur wenige Jahre. Noch gibt es keine erfolgreiche Behandlung oder Impfung gegen Alzheimer. In Studien konnte der Zusammenhang zwischen dem eigenen Lebensstil und anderen gesundheitlichen Aspekten festgestellt werden. Darauf basieren auch die WHO-Leitlinien.

Die Leitlinien der WHO haben jeweils unterschiedliche Relevanz. Ausdrücklich empfohlen wird beispielsweise das Rauchen aufzugeben. Eine mediterrane Ernährung wird ebenfalls empfohlen, fällt aber demnach weniger stark ins Gewicht. Erfahren Sie mehr über die WHO-Richtlinien in unserer Fotostrecke.

Wissenscommunity