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Diabetes-Schulungen: Mit der Krankheit leben lernen

Diagnose: Diabetes. Was bedeutet das für das tägliche Leben? Anders essen, ständig Blutzucker messen oder gar Insulin spritzen? Diabetes-Schulungen klären solche Fragen und helfen im Umgang im Alltag.

Wie ernährt man sich bei Diabetes richtig? Welcher Sport ist geeignet? Und was ist beim Insulinspritzen zu beachten? In einer Schulung lernen Zuckerkranke, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen

Wie ernährt man sich bei Diabetes richtig? Welcher Sport ist geeignet? Und was ist beim Insulinspritzen zu beachten? In einer Schulung lernen Zuckerkranke, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen

Muss eine Schulung wirklich sein? Niemand zwingt Sie dazu. Aber wahrscheinlich haben Sie viele Fragen, wenn Sie von Ihrer Krankheit erfahren. Eine Schulung wird diese Fragen beantworten und Ihnen helfen, im Alltag besser mit der Zuckerkrankheit zurechtzukommen und sich selbst zu behandeln. Das gilt sowohl für Menschen, die an Diabetes Typ 1 als auch für jene, die an Diabetes Typ 2 leiden. Es gibt auch Kurse für Eltern, deren Kind an Diabetes erkrankt ist.

In einer Schulung lernen Sie alles, was Sie über Ihre Krankheit wissen sollten. Sie erfahren beispielsweise, worauf Sie bei der Ernährung achten sollten. Sie lernen, wie Sie Ihren Blutzucker selbst messen können und wie Sie ihn regelmäßig kontrollieren. Die Schulungsleiter erklären Ihnen, wie Insulin oder Medikamente wirken und wie sie verabreicht werden. Sie stellen sich selbst der Frage, wie sie künftig mehr Bewegung in Ihr Leben bekommen. Außerdem können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und mit dem Kursleiter spezielle Probleme besprechen.

An einer Schulung können Sie während eines Klinikaufenthalts teilnehmen. Es gibt aber auch Kurse in speziellen Diabetespraxen oder Diabetesambulanzen von Kliniken. Möglicherweise hat Ihr Hausarzt ein Angebot parat. Manche Kurse sind ganztägig und dauern einige Tage, andere finden über einige Zeit einmal wöchentlich abends statt. Spezielle Diabetesberater und/ oder Ärzte leiten die meist kleinen Gruppen. Sie erhalten einen Zeitplan des Kurses, damit Sie wissen, was Sie erwartet. Bücher und Broschüren sollen Ihre Kenntnisse über Diabetes erweitern.

Mehr Lebensqualität

Die Schulungen sind Teil der so genannten strukturierten Behandlungsprogramme (Disease-Management-Programme). Es gibt sie seit einigen Jahren. Sie verfolgen das Ziel, die medizinische Versorgung von Kranken zu verbessern. Mit Erfolg. Studien zeigen: Eine gute Schulung hilft Ihnen, Ihre Blutzuckerwerte in Schach zu halten. Auch sinkt Ihr Risiko, diabetestypische Komplikationen, wie zum Beispiel einen diabetischen Fuß oder zuckerbedingte Netzhauterkrankungen zu bekommen. So steigen die Chancen auf eine bessere Lebensqualität. Wie Sie sich bei einem strukturierten Behandlungsprogramm anmelden, erfahren Sie bei Ihrer Krankenkasse. Sie übernimmt auch die Kosten. Die Teilnahme ist freiwillig.

Welche Schulung für Sie infrage kommt, richtet sich danach, welche Art von Diabetes Sie haben. Es gibt auch spezielle Programme für Schwangere, für Eltern von Kindern mit Diabetes und für betroffene Kinder und Jugendliche. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder Diabetologen. Er kann Sie auch auf gesonderte Angebote hinweisen, etwa wenn Sie lernen wollen, wie Sie Ihren Blutdruck kontrollieren und behandeln oder wie Sie Insulinpumpen benutzen. Alle Schulungen sollten bestimmten Qualitätskriterien entsprechen. Ob Sie sich ein gutes Angebot ausgesucht haben, können Sie im Schulungs-Check prüfen.

Constanze Böttcher
Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?