Die Diagnose Er erbrach dunkles Blut und muss operiert werden. Was haben seine Medikamente gegen Gicht damit zu tun?

Illustration der wöchentlichen Kolumne "Diagnose"
Die Diagnose: Magenschmerzen und Blut
© Katrin Funcke
Ein Mann spuckt Blut und wird mit Magenschmerzen in die Notfallklinik eingewiesen. Sein Arzt vermutet ein Geschwür als Nebenwirkung eines Medikaments. Bei der Magenspiegelung findet man neben dem Geschwür jedoch noch etwas anderes, womit niemand gerechnet hat. 
Aufgezeichnet von Anika Geisler und Marie Huber

Vor vielen Jahren erhielt ich während meines Urlaubs zu Hause den Anruf eines Patienten. Der Mann klang vollkommen aufgelöst, als er berichtete: Er litt unter starken Magenschmerzen und hatte gerade dunkles Blut erbrochen. Ich kannte den Patienten und seine Krankheitsgeschichte schon lange und sehr gut. Der Mittfünfziger nahm häufig Diclofenac gegen seine Gichtanfälle ein.

Dr. Helmut Aulbach in seiner Praxis
Diese Woche: Dr. Helmut Aulbach, praktischer Arzt in Gemünden am Main

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der sich die Gelenke entzünden. Wenn es zu einem Gichtanfall kommt, bei dem Gelenke innerhalb kürzester Zeit sehr schmerzempfindlich anschwellen, eignen sich sogenannte nicht steroidale Antirheumatika wie Diclofenac, um die akute Gelenkentzündung zu bekämpfen.

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