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Google Doodle: Dr. Ruth Pfau: "Mutter der Leprakranken" wäre heute 90 Jahre alt geworden

Dr. Ruth Pfau, Ärztin und Nonne, kam per Zufall nach Pakistan und lebte dort fast 60 Jahre. Sie rettete mehr als 50.000 Leprakranken das Leben. Google ehrt Pfau, die heute 90 Jahre alte geworden wäre, mit einem Doodle.

Dr. Ruth Pfau

Dr. Ruth Pfau war eine katholische Ordensschwester und leitete als Lepraärztin ein Krankenhaus in Pakistan. 

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Die Leipzigerin Ruth Pfau landete 1960 eher zufällig in Pakistan und blieb fast 60 Jahre dort. Sie war damals 29 und wollte eigentlich nach Indien reisen. In der pakistanischen Hafenstadt Karatschi gab es jedoch Probleme mit ihrem Visum. Sie musste einen Zwischenstopp einlegen und traf in der Folge in einem dortigen Armenviertel zum ersten Mal Menschen, die an Lepra erkrankt waren - eine chronische Infektionskrankheit, die Haut und Nerven angreift.

In einer Bretterbude behandelte sie die Erkrankten. Später wurde diese dann mithilfe von Spenden aus Europa zu einem Krankenhaus umgebaut. 1979 wurde Ruth Pfau Beraterin der Regierung, heißt es auf der Website ihrer Stiftung. 1988 wurde sie Ehrenbürgerin. 

Dr. Ruth Pfau rettete rund 50.000 Leben

Mehr als 50.000 Leprakranke wurden dank ihrer Arbeit gerettet. Lepra gilt in Pakistan als weitgehend besiegt. Pfau war damals die erste, die sich traute der Krankheit den Kampf anzusagen. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bambi als "Stille Heldin". 

Quellen: "Ruth-Pfau-Siftung" / "DAHW"

deb
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