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Alltagswissen Ist dunkle Schokolade wirklich so gesund?

Dunkle Schokolade: Ist sie wirklich so gesund?
Dunkle Schokolade: Ist sie wirklich so gesund?
© Davizro/GettyImages
Sie schmeckt leicht bitter und ist weniger süß als Milchschokolade: Doch ist Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil deshalb auch gut für die Gesundheit?

Zwölf Kilogramm – so viel Schokolade isst jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Am beliebtesten ist Vollmilchschokolade. In einer Umfrage gab jeder vierte Deutsche an, diese Sorte zu bevorzugen. Auf dem zweiten Platz landet weiße Schokolade, dicht gefolgt von Nougat- und Nussschokolade.

Etwas abgeschlagen auf dem fünften Platz rangiert die Sorte Zartbitter: Nur jeder zehnte Deutsche gibt sie als seine Lieblingssorte an. Männer naschen sie tendenziell lieber als Frauen. In einer echten Zartbitterschokolade stecken weniger Milch und Zucker als in Vollmilchschokolade, außerdem enthält sie mindestens 50 Prozent Kakao. Sie schmeckt daher leicht bitter, aber vollmundig und ist weniger süß.

Doch wie steht es um die gesundheitliche Wirkung der dunklen Schokolade? Ist sie automatisch gesünder als das Pendant mit Vollmilch? Und welche Inhaltsstoffe könnten dafür sorgen?

Dunkle Schokolade ist gesund, aber...

Tatsächlich werden dunkler Schokolade positive Eigenschaften auf die Gesundheit zugeschrieben. Nach Angabe der Verbraucherzentrale Bayern stecken in hochwertigen Bitterschokoladen mit einem Kakaogehalt von mindestens 60 Prozent sogenannte Flavonoide. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sollen die Gefäße erweitern und so den Blutdruck senken können. "Bei Schokolade ist eine dunkle Sorte demnach tatsächlich die gesündere Alternative", heißt es auf der Seite weiter.

Eine Wunderwirkung ist von Zartbitterschokolade jedoch nicht zu erwarten. Die Wirkung auf die Gesundheit sei lediglich gering, erklären die Verbraucherschützer weiter. Auch bei dunkler Schokolade gilt deshalb: nur in Maßen naschen, nicht in Massen. Zwar steckt in Zartbitterschokolade weniger Zucker als in der Vollmilchvariante, der Energiegehalt in einer Tafel ist jedoch nahezu identisch. Er liegt durchschnittlich bei etwa 540 Kilokalorien. Wer langfristig zu viel nascht, riskiert Übergewicht – und das wiederum ist ein Hauptrisikofaktor für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Leiden.

ikr

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