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Gut zu wissen: Schlank und gesund dank Nuss: Die Wahrheit über den "Dickmacher" von einst

Es gab Zeiten, da wurden Nüsse als Kalorienbomben verteufelt. Leider, muss man aus heutiger Sicht sagen. Denn es gibt kaum ein Lebensmittel, das so gesund ist wie Mandeln, Walnüsse und Co.

Steckbrief Cashewnuss  Bezogen auf jeweils 100 Gramm - Kalorien: 572 kcal; Fett: 42 Gramm; Eiweiß: 18 Gramm;  Ballaststoffe: 3 Gramm  Cashewnüsse schmecken süßlich und hinterlassen beim Zerbeißen ein cremiges Gefühl im Mund. Deswegen sind die halbmondförmigen Nüsse ausgesprochen beliebt. Cashewnüsse gelten als sehr gesund - sie enthalten neben Zink, Carotinoiden und Folsäure die Aminosäure Tryptophan, das der Körper in das Glückshormon Serotonin umwandeln kann.

Steckbrief Cashewnuss

Bezogen auf jeweils 100 Gramm - Kalorien: 572 kcal; Fett: 42 Gramm; Eiweiß: 18 Gramm;  Ballaststoffe: 3 Gramm

Cashewnüsse schmecken süßlich und hinterlassen beim Zerbeißen ein cremiges Gefühl im Mund. Deswegen sind die halbmondförmigen Nüsse ausgesprochen beliebt. Cashewnüsse gelten als sehr gesund - sie enthalten neben Zink, Carotinoiden und Folsäure die Aminosäure Tryptophan, das der Körper in das Glückshormon Serotonin umwandeln kann.

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Jeder Deutsche isst im Schnitt 1,1 Kilogramm im Jahr. Pro Tag entspricht das einer mickrigen Menge von drei Gramm. Dabei können - und sollten - es viel mehr sein. Studien zeigen: Menschen, die täglich eine Handvoll Nüsse essen (rund 20 Gramm) senken nachweislich ihr Risiko, an Herz- und Lungenleiden oder Krebs zu sterben.

Zwar ist noch nicht abschließend geklärt, dass es tatsächlich die Nüsse sind, die sich so positiv auf die Gesundheit auswirken. Möglicherweise leben Nuss-Fans auch einfach gesünder und bewegen sich mehr. Doch für einen gewissen positiven Effekt der Nuss sprechen allein die Inhaltsstoffe: Sie liefert reichlich Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe, Vitamin E, B-Vitamine, Zink und Magnesium. Nicht zu vergessen die zahlreichen sekundären Pflanzenstoffe, denen verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden. So sollen sie unter anderem Entzündungen hemmen und möglicherweise vor verschiedenen Krebsarten schützen, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). 

Ein Grund für die Nuss-Skepsis dürfte sein, dass Nüsse lange Zeit als Dick- und damit auch als Krankmacher verpönt waren. Doch diese These ist längst widerlegt. Tatsächlich enthalten Nüsse rund 20 bis 30 Prozent weniger Kalorien als in vielen Kalorientabellen angegeben. Der Grund: Selbst zerbissene Nüsse gelangen in kleinen Stücken in den Magen, was es dem Körper schwer macht, alle enthaltenen Kalorien aufzuschließen. Ganze Nüsse wandern völlig unbehelligt durch Magen und Darm. Bezogen auf den Nährwert bedeutet das: Er ist für Nüsse wohl zu hoch angesetzt und müsste eigentlich nach unten korrigiert werden.

Antioxidantien in brauner Haut

Diese Beobachtung wird von einer Studie aus dem Jahr 2004 unterstützt: In der Studie verglichen Wissenschaftler die Abnehmerfolge übergewichtiger Menschen - mit einem interessanten Ergebnis: Diejenigen, die Nüsse in die Ernährung integriert hatten, waren schlanker als die Teilnehmer der Kontrollgruppe, die kohlenhydratreich gegessen hatten. Faktisch war die Energiezufuhr in beiden Gruppen jedoch gleich.

Das bedeutet: Nussfans sind keineswegs dicker als Menschen, die Nüsse meiden. Im Gegenteil: Sie leben gesünder und senken ihr Risiko für zahlreiche Zivilisationskrankheiten. Wer Wert auf die volle Gesundheitsladung legt, isst Nüsse am besten ungeröstet, ungesalzen und zusammen mit der braunen Haut. Sie enthält wertvolle Antioxidantien. Ganze Nüsse sind Nussmusen oder Nusscremes vorzuziehen.

ikr
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