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Bauchschmerzen: Zu viel Bubble Tea: Teenager hat mehr als 100 Tapioka-Perlen im Bauch

In China klagte eine 14-Jährige über starke Bauchschmerzen und Verstopfung. Ihre Eltern begleiteten sie ins Krankenhaus. Der Arzt machte ein Röntgenbild und staunte nicht schlecht: Der Bauch das Mädchens war randvoll mit unzähligen Tapioka-Perlen. 

Eine Frau trinkt Bubble Tea

Bubble Tea ist vor allem in Asien ein beliebtes Getränk

Getty Images

Einem Teenager in China wurde ihre Liebe zu Bubble Tea zum Verhängnis. Die 14-Jährige klagte über Magenschmerzen und Verstopfung. Als der Arzt ein Röntgenbild anfertigte, war die Überraschung groß: Der Verdauungstrakt des Kindes war mit unzähligen kleinen Perlen gefüllt. 

Mehr als 100 Tapioka-Perlen sollen es laut Schätzungen gewesen sein, die im Magen und Darm des Mädchens feststeckten. Wie die britische "Daily Mail" berichtete, erschien das Mädchen in Begleitung ihrer Eltern im Zhuji People’s Hospital im Osten des Landes, da es eigenen Angaben zufolge fünf Tage lang keinen Stuhlgang hatte. Der Bauch des Mädchens soll demnach prall gefüllt gewesen sein.

Nachdem die Ursache dafür auf dem Röntgenbild sichtbar wurde, soll sie dem Arzt gegenüber zugegeben haben, einige Tage zuvor Bubble Tea getrunken zu haben. Doch der Arzt glaubte das nicht. Vielmehr vermutete er, dass sich die schwer verdaulichen Kugeln über einen längeren Zeitraum angesammelt hatten. Der Arzt verschrieb dem Teenager ein Abführmittel und warnte sie davor, weiterhin zu viel davon zu trinken.

Zhuji People’s Hospital later told The Paper that in addition to tapioca starch (the main ingredient for bubble tea...

Gepostet von That's Tianjin am Dienstag, 11. Juni 2019

Was ist Bubble Tea?

Bubble Tea kommt ursprünglich aus Taiwan und ist vor allem in den asiatischen Ländern weit verbreitet. Er enthält erdnussgroße Stärkekügelchen von kaugummiartiger Konsistenz, die zusammen mit dem Getränk über einen dicken Strohhalm aufgesogen werden. Diese bestehen meist aus geschmacksneutralem Tapioka, einem Stoff, der aus der Maniokwurzel hergestellt wird. Das fröhlich-bunte Gemisch im Becher besteht aus Tee und Sirup und wird häufig mit Joghurt oder Milch gemischt. 

2012 gab es auch in Deutschland einen riesigen Hype. Doch Experten warnten schon früh vor dem Trend-Getränk. Stiftung Warentest nahm den Tee damals genauer unter die Lupe und fand heraus: Neben Zucker und Konservierungsstoffen enthielten die getesteten Bubble Teas auch synthetische sogenannte Azofarbstoffe wie Tartrazin-Gelb (E 102) oder Allurarot (E 129). Im Test wurden die zulässigen Werte zwar nicht überschritten, aber die Stoffe stehen generell im Verdacht, bei Kindern Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizite auszulösen. 

Auch der Verband der Kinder- und Jugendärzte warnte vor dem Getränk, da es für Kleinkinder gefährlich werden können. Sie könnten sich leicht an den Kügelchen verschlucken. "Geraten die Kügelchen über die Luftröhre in die Lunge, können sie zu einer Lungenentzündung oder sogar zu einem Lungenkollaps führen", erklärte Verbandspräsident Wolfram Hartmann.

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Quellen:  "Daily Mail"Stiftung WarentestBerufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.

jek