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Europaweites Verbot geplant In zwei von drei Farben enthalten: Pigment-Verbot hätte drastische Folgen für Tätowierer

Sehen Sie im Video: In zwei von drei Farben enthalten – Pigment-Verbot hätte drastische Folgen für Tätowierte und Tätowierer.




Die Pigmente "Blau 15" und "Grün 7" sind für viele Tätowierer wichtig. Da sie zur Mischung einer sehr umfangreichen Palette an Farbtönen benötigt werden, sind sie nach Angaben des deutschen Tattooverbands in fast zwei Dritteln aller Tattoo-Farben enthalten. Nun gibt es Bestrebungen in Brüssel, die Pigmente europaweit zu verbieten. Grund: Sie könnten gesundheitsschädlich sein. Betroffen von einem möglichen Verbot wären beispielsweise in Hamburg über 100 Tattoostudios. In Deutschland hat der Körperkult im Jahre 1946 mit einem Studio in der Hansestadt seinen Anfang genommen. In Hamburg gibt es aber nicht nur das erste Tattoostudio Deutschlands  - sondern womöglich auch bald das erste Studio, das von einem Schreibwarenhersteller geführt wird. Im Oktober eröffnet die Firma edding im Chilehaus ein eigenes Tattoostudio mit Farben aus eigener Produktion. Sebastian Knebelkamp, Director Cosmetics, edding AG "Wir substituieren vermeintlich bedenkliche Farbteile durch unbedenkliche. Aber der wichtigste Punkt ist der Verzicht auf Konservierungsstoffe, das hat extreme Vorteile, grade im Thema Abheilung." Nach Herstellerangaben enthalten die Farben keine Konservierungsstoffe und auch die Pigmente "Blau 15" und "Grün 7" sucht man vergebens.  Das Projekt befinde sich aber noch ganz am Anfang.  Als unmittelbare Lösung der Probleme, die sich durch ein mögliches Verbot der Pigmente ergeben würden, seien die eigenen Farben ohnehin laut Knebelkamp nicht gedacht. Das liegt auch daran, dass der Laden im Herzen Hamburgs zunächst das einzige Tattoostudio sein soll, das die edding-Farben benutzt.
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Den Pigmenten "Blau 15" und "Grün 7" droht das europaweite Verbot in Tätowiermitteln. Für Tattoowierer und Kunden könnte das drastische Folgen haben, eine unmittelbare Lösung ist nicht in Sicht.

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