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Geschlechtskrankheit: Frau hat ungeschützten Sex und bekommt Pusteln auf der Hand - was fehlt ihr?

Eine 20-jährige Frau schläft mit einem neuen Partner und verzichtet dabei auf das Kondom. Tage später bilden sich auf ihrer Haut auffällige Pusteln. Im Krankenhaus kommen die Ärzte der Ursache der Beschwerden schnell auf die Schliche. 

Gonorrhö: Frau bekommt Pusteln auf den Händen

Pusteln auf der Hand: Mit diesen Beschwerden ging eine Frau in die Notaufnahme eines Krankenhauses in Dallas, Texas (Originalaufnahme)

Wie lässt sich eine Geschlechtskrankheit erkennen? Die meisten Menschen würden auf diese Frage wohl nicht mit "an den Händen" antworten. Genau das geschah aber einer jungen Frau aus dem US-Bundesstaat Texas. Die 20-Jährige hatte ungeschützten Verkehr mit einem neuen Partner und infizierte sich dabei mit dem Gonorrhö-Erreger. Die Krankheit ist auch unter dem Namen Tripper bekannt.

Üblicherweise macht sich Gonorrhö durch gelblichen Ausfluss oder Schmerzen beim Wasserlassen bemerkbar. Nicht so bei der 20-Jährigen: Zwei Wochen nach dem ungeschützten Sex wachte sie morgens auf und stellte fest, dass sich auf ihrer Haut seltsame Pusteln gebildet hatten. Die Bläschen wucherten auf ihrem Handgelenk, den Fingern, dem Oberkörper, der Kopfhaut und auf beiden Knöcheln. 

Gonorrhö

Die Pusteln an Daumen und Mittelfinger sind gut zu erkennen

Die Frau war beunruhigt und ging in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Zusätzlich zu dem Ausschlag klagte sie über Fieber und Muskelschmerzen. Ihr rechter Knöchel war angeschwollen und schmerzte. 

Seltener Verlauf

Wie die Ärzte im Fachblatt "The New England Journal of Medicine" berichten, konnten sie anhand der Symptome relativ schnell den Gonorrhö-Erreger als Verursacher der Krankheit ausfindig machen. Ein Bluttest bestätigte die Verdachtsdiagnose. 

Dass sich die Infektion wie bei der texanischen Frau auf der Haut bemerkbar macht, ist selten und kommt nur bei rund drei Prozent der Betroffenen vor. Bei der sogenannten "Disseminierung" breiten sich die Bakterien über das Blut aus. Auf der Haut bilden sich schmerzhafte, eitrige Pusteln - begleitet von Fieber, einem allgemeinen Krankheitsgefühl und geschwollenen Gelenken.

Bei Gonorrhö und Tripper handelt es sich um dieselbe Krankheit - eine bakterielle Infektion mit sogenannten Gonokokken. Die Bezeichnung Tripper ist umgangssprachlich und leitet sich vom niederdeutschen Wort "drippen", also tropfen ab. Ein gelblicher Ausfluss aus Penis, Scheide oder Po zählt zu den wichtigsten Merkmalen der Geschlechtskrankheit. Die Infektion kann jedoch auch unbemerkt verlaufen - die Erreger verursachen in diesem Fall keine oder kaum Symptome. Wird die Krankheit nicht behandelt, kann sie unfruchtbar machen, Männer wie Frauen.

Risiko Resistenzen

Gonorrhö zählt neben Chlamydien zu den weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Weltweit erkranken jedes Jahr 78 Millionen Menschen an Gonorrhö. Wie viele Menschen sich jährlich in Deutschland infizieren, ist unklar. Tripper ist nicht meldepflichtig. Klar ist jedoch: Menschen, die ungeschützten Sex mit wechselnden Partnern haben, sind besonders häufig betroffen. Das Benutzen von Kondomen senkt das Infektionsrisiko.

Die texanische Frau erhielt zwei Antibiotika, und ihre Beschwerden ließen schnell nach. Selbstverständlich ist das nicht: Einige Gonorrhö-Bakterienstämme haben Resistenzen gegenüber gängigen Antibiotika entwickelt. Vor der Behandlung sollte daher geprüft werden, welcher Erregerstamm vorliegt.

Quellen: The New England Journal of Medicine / Techniker Krankenkasse / Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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ikr
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(