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Tragischer Unfall in Florida: E-Zigarette explodiert und tötet 38-Jährigen

Der Autopsiebericht diagnostizierte eine "Geschoss-Wunde am Kopf": Im US-Bundesstaat Florida ist ein Mann gestorben, als seine elektronische Zigarette beim Rauchen explodierte und anschließend sein Schlafzimmer in Brand steckte.

Ein Mann raucht eine E-Zigarette

Gefährliche E-Zigaretten? Laut der US-Brandschutzbehörde sind in den letzten Jahren mehrfach elektronische Zigaretten explodiert oder haben Feuer gefangen

DPA

"Rauchen kann tödlich sein": Die Warnung, die auf fast jeder Zigarettenpackung steht, ist für einen Mann aus auf dramatische Weise Realität geworden. Dabei hatte der 38-jährige Tallmadge Wakeman D'Elia extra auf den gesundheitsschädlichen Tabak verzichtet und zur E-Zigarette gegriffen. Doch genau das wurde ihm zum Verhängnis, wie mehrere US-Medien berichten.

E-Zigarette beim Rauchen explodiert

Einsatzkräfte der Feuerwehr seien am 5. Mai zu D'Elias Haus in St.Petersburg an der Golfküste Floridas gerufen worden, schreibt unter anderem die "Tampa Bay Times". Im oberen Stockwerk des Hauses hätten sie im brennenden Schlafzimmer den leblosen 38-Jährigen entdeckt. Laut dem jetzt veröffentlichten Autopsiebericht hatte er an etwa 80-Prozent seines Körpers Verbrennungen erlitten. Das Zimmer sei durch das Feuer stark beschädigt, aber nur minimal verraucht gewesen.

Aber weder die Verbrennungen noch der Rauch haben D'Elia getötet. Wie die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, starb er, weil seine E-Zigarette beim Rauchen explodierte. Die offizielle Todesursache sei "Geschoss-Wunde am Kopf", berichtet die "Tampa Bay Times". Bei der Detonation hätten zwei Bruchstücke der Zigarette D'Elias Schädelknochen durchschlagen und seien in sein Gehirn eingedrungen. Der Tod werde als Unfall gewertet.

Behörde registriert mehrere gefährliche Vorfälle

D'Elias tragisches Schicksal ist nicht der erste gefährliche Vorfall mit elektronischen Zigaretten. Nach Angaben der US-Brandschutzbehörde explodierten zwischen 2009 und 2016 mindestens 195 E-Zigaretten oder fingen Feuer, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Dabei sei zwar niemand ums Leben gekommen, aber 133 Menschen hätten Verletzungen erlitten, 38 von ihnen seien schwer verletzt worden.

Die E-Zigarette, die D'Elia das Leben kostete, wurde den Medienberichten zufolge von der auf den Philippinen ansässigen Firma Smok-E Mountain hergestellt. Ein Sprecher des Unternehmens sagte dem US-Sender ABC, ihre Artikel würden nicht explodieren. Es sei wahrscheinlich ein Zerstäuber - das ist der Teil, den der Raucher in den Mund nimmt - oder eine Batterie gewesen. Smok-E Mountain habe bereits Probleme mit anderen Firmen gehabt, die ihre Batterien klonen würden, was sie weniger sicher mache.

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mad/tkr

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