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Indonesien Unerwarteter Hechtsprung: Fisch durchbohrt den Hals eines Anglers und bleibt zwei Tage lang stecken

Ein Hornhecht in den Händen eines Fischers
Beeindruckendes Maul: Ein Hornhecht in den Händen eines Fischers (Symbolfoto)
© Stefan Sauer / Picture Alliance
Ein Teenager war auf einem Angelausflug mit seinem Freund, als sein Hals plötzlich von einem zirka 65 Kilometer pro Stunde schnellen, springenden Hecht aufgespießt wurde.

Ein indonesischer Teenager hat dem Sender BBC erzählt, wie er es schaffte, sich in Sicherheit zu bringen, nachdem er von einem Hecht angesprungen worden war und dieser sich in seinen Hals gebohrt hatte. Muhammad I. hatte der enormen Kraft des Fisches anfangs nichts entgegenzusetzen. Er steckte so tief in seinem Hals, dass es den 16-Jährigen von Bord warf. Panisch schaffte er es schließlich, an Land zu schwimmen. Mit dem Auto brachte ihn sein Vater in das anderthalb Stunden entfernt liegende Krankenhaus. Die Verletzung machte Muhammad bekannt, da sich die Bilder des Vorfalls in Windeseile im Netz verbreiteten, unter anderem über die Facebook-Seite der "Savage Paramedics".

Ein Hecht steckt mit seinem Maul im Hals eines Menschen
Auf der Facebookseite hat Muhammad den kuriosen Fischunfall dokumentiert
© facebook/@savageparamedics

Dass der Junge noch lebt, verdankt er dem Zufall und sehr fähigen Ärzten. "Sardis Boot fuhr voraus und ich hinterher. In etwa 500 Metern Entfernung zum Ufer schaltete Sardi seine Taschenlampe an", berichtet Muhammad der BBC vom Beginn des Angeltrips. "Ein Hornhecht schoss dann urplötzlich aus dem Wasser heraus und durchbohrte meinen Hals."

Der Kiefer des Hechts schob sich in den Hals

Mohammad fiel aus dem Boot ins dunkle Wasser. Der Kiefer des Fisches schob sich währenddessen immer weiter durch seinen Hals, die Unterseite sogar bis nach hinten zum Schädelansatz. Der Hecht wand sich bei dem Versuch zu entkommen immer stärker. Schließlich packte Muhammad ihn so fest er konnte, um weitere Verletzungen zu verhindern

"Ich bat Sardi um Hilfe und er erklärte mir, dass ich aufhören muss, an dem Fisch zu ziehen, denn zumindest verhindere er – solange der Hecht die Wunden verstopfe – dass ich zu viel Blut verliere". Irgendwie schafften es die beiden dann gemeinsam ans Ufer zu schwimmen und den Fisch, der immer noch tief im Hals steckte, ruhigzustellen.

Im Krankenhaus angekommen gelang es den Ärzten zunächst, den Fischkörper abzutrennen. Um das Maul vollständig zu entfernen, fehlte ihnen jedoch das richtige Werkzeug. Sie mussten in ein Krankenhaus nach Makassar, die Hauptstadt Sulawesis, weiterfahren. Auch dort staunten die Ärzte über die ungewöhnliche Verletzung. Der Krankenhausdirektor Khalid Saleh sagte der BBC, dass es einen solchen Fall bei ihnen noch nie gegeben habe. Fünf Spezialisten schafften es schließlich in einer mehrstündigen Operation, die Reste des Fisches herauszuoperieren.

Nach fünf Tagen ging es dem Jungen schon sehr viel besser. Auch den Spaß am Angeln konnte ihm der Vorfall nicht verderben: "Nächstes Mal muss ich einfach etwas vorsichtiger sein. Hornhechte können absolut kein Licht vertragen. Daher sprang er hoch und griff mich an, als die Taschenlampe aufleuchtete", fasste er die Situation nüchtern zusammen.

Quellen:BBC, Facebook/Savage Paramedics

km

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