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Grippe-Zeit beginnt: Grippeschutzimpfung - das nutzt sie, das sind die Haken

Einige Patienten befürworten sie, andere lehnen sie dagegen ab: Über kaum ein Thema wird derzeit so leidenschaftlich diskutiert wie über die Grippeschutzimpfung. Was spricht für den Piks - und was dagegen?

Ein Arzt verabreicht einem Mann eine Grippeimpfung.

Eine Grippeschutzimpfung soll vor den Viren der Influenza schützen

Australien hat es hinter sich: Eine Grippesaison mit mehr als zweieinhalb mal so vielen Fällen wie im Vorjahreszeitraum - gut 195.000 an der Zahl. Medienberichten zufolge erkrankten die Menschen heftig, es gab Todesfälle nicht nur bei Älteren. Ein Politiker wurde mit den Worten zitiert, es sei eine Horror-Grippesaison, die Menschen hätten die Erkrankung unterschätzt.
Was kann Deutschland daraus lernen?

Sicher ist: Die Erreger, Influenza-Viren, kommen. Die ersten Krankheitsfälle sind registriert. Aber wie die Welle ausfallen wird, lässt sich nicht vorhersagen. "Wir leiten aus der Entwicklung im Ausland nur sehr wenig ab", sagte der Leiter des Fachgebiets Impfprävention am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, Ole Wichmann. Die Grippewelle könne von Land zu Land sehr unterschiedlich ausfallen und unterschiedliche Virusvarianten könnten zirkulieren. Hinzu komme, dass Grippeviren sehr wandelbar sind. Das ist auch der Grund dafür, warum der Impfstoff jährlich angepasst werden muss.

Grippeschutzimpfung: Effektivität "nicht optimal"

"Die Impfung ist der beste Schutz, den wir haben", betont Wichmann - obwohl die Effektivität "nicht optimal" sei. Anders als medizinische Laien annehmen mögen, baut sich längst nicht bei jedem Geimpften auch der gewünschte Schutz auf. Weil Influenza aber eine sehr häufige und gelegentlich auch sehr schwer verlaufende Erkrankung ist, empfehle die Ständige Impfkommission (Stiko) die Grippeschutzimpfung besonders gefährdeten Gruppen, so Wichmann. Es geht vor allem um Menschen ab 60 Jahren, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, chronisch Kranke wie Diabetiker, Schwangere und medizinisches Personal. "Nach unseren Analysen werden so im Durchschnitt mehr als eine halbe Million Fälle pro Jahr verhindert", sagt Wichmann.

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Der Experte appellierte an diese Gruppen, sich impfen zu lassen. Als optimaler Zeitraum dafür gelten die Monate Oktober und November - bevor die Grippewelle losrollt. Denn nach der Impfung dauert es bis zu zwei Wochen, bis sich der Impfschutz aufgebaut hat. Ansonsten empfehlen Ärzte: regelmäßiges Händewaschen.

Ein Grund für die relativ niedrige Effektivität der Impfung: Die Empfehlung zur Zusammensetzung des Impfstoffs kommt mit einem Vorlauf von mehreren Monaten von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Herstellung von Millionen Impfdosen braucht Zeit. Das birgt aber das Risiko, dass die WHO-Empfehlung nicht optimal mit den später zirkulierenden Viren übereinstimmt.

Schutzwirkung fällt bei älteren Menschen oft niedriger aus

Stimmt der Impfstoff mit den zirkulierenden Viren überein, liegt die Schutzwirkung bei jungen Erwachsenen bei bis zu 80 Prozent. Bei älteren Menschen fällt die Schutzwirkung oft niedriger aus. Das liegt an der reduzierten Immunantwort. "Dennoch können auch ältere Menschen ihr Risiko, an einer Influenza zu erkranken, durch die Impfung in etwa halbieren", schreibt das Robert Koch-Institut auf seiner Homepage.

In dieser Saison soll der hierzulande am meisten eingesetzte Dreifachimpfstoff vor zwei Virusvarianten vom Typ A sowie einer vom Typ B schützen. Daneben gibt es noch einen Vierfachimpfstoff, der einen weiteren B-Typen enthält. Der Schutz kann so etwas breiter ausfallen - vorausgesetzt, der zusätzliche Typ kursiert überhaupt.

Bislang übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten für den deutlich günstigeren Dreifachimpfstoff - außer, wenn der Arzt die Verschreibung des teureren Präparats begründet, etwa weil der Patient schwer krank ist. Hält der Arzt das nicht für nötig, könnten sich Patienten aber ein Privatrezept ausstellen lassen, wie ein Sprecher der AOK Nordost erläuterte. Der Patient müsste in diesem Fall die Kosten in Höhe der Differenz zwischen beiden Impfstoffen selbst zahlen.

Mit der Frage, wie groß der Zusatznutzen des Vierfachimpfstoffs ist, beschäftigt sich die Stiko aktuell. "Die Bewertung ist im Gange", sagt Wichmann. Eine möglicherweise geänderte Empfehlung der Kommission hätte aber erst zur Grippesaison im kommenden Jahr Folgen, erklärt der Experte. Für die Zukunft erscheinen auch andere Präparate vielversprechend: In den USA und Kanada sind laut Wichmann Hochdosis-Impfungen für Ältere auf dem Markt, deren Immunsystem nicht mehr so leicht anspringt.

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Eine Erkältung wird durch Kälte verursacht  Nein. Viren lösen eine Erkältung oder Grippe aus. Aber: "Wenn der Körper schon eine beginnende Infektion bekämpft und dann stark friert, kann dies das berühmte i-Tüpfelchen sein", sagt Martin Scherer, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Es gibt auch die These, dass die Nasen-Rachenschleimhaut bei Kälte anfälliger für Virusinfektionen ist, aber die ist wissenschaftlich nicht belegt.

Eine Erkältung wird durch Kälte verursacht Nein. Viren lösen eine Erkältung oder Grippe aus. Aber: "Wenn der Körper schon eine beginnende Infektion bekämpft und dann stark friert, kann dies das berühmte i-Tüpfelchen sein", sagt Martin Scherer, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Es gibt auch die These, dass die Nasen-Rachenschleimhaut bei Kälte anfälliger für Virusinfektionen ist, aber die ist wissenschaftlich nicht belegt.

Getty Images


Bislang bleiben die Impfquoten in Deutschland hinter internationalen Zielsetzungen zurück. Bei medizinischem Personal und Schwangeren seien die Werte noch niedriger als bei Senioren, erläutert Wichmann. Während medizinisches Personal durch den Kontakt mit Patienten einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sei, fahre der Körper von Schwangeren das Immunsystem herunter; bei Hochschwangeren könne sich die Lunge zudem weniger gut entfalten. Sie hätten deshalb ein höheres Risiko für Komplikationen wie etwa Lungenentzündungen.

Grippe - ein Risiko für Schwangere

"Eine frühere Befragung zeigte, dass viele Schwangere die Gefahren der Grippe unterschätzen, während sie mögliche Folgen der Impfung überschätzen", sagt Wichmann. Für ein erhöhtes Risiko von Nebenwirkungen bei Schwangeren habe man jedoch "keine Anhaltspunkte". Eine Impfung wird allen Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen.

Umgangssprachlich werden oftmals Erkältung und Grippe gleichgesetzt - die echte Grippe verläuft jedoch in der Regel deutlich schwerer: Charakteristisch ist, dass man sich schlagartig sehr krank fühlt, mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und trockenem Husten.

Kommentar: Nach Tod durch Masern: "Fallen Sie nicht auf Legenden herein."


Gisela Gross/ikr / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.