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Humanitäre Tragödie Corona-Lage in Indien weiter dramatisch – Erkrankte müssen auf der Straße liegen

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Die Menschen, die am Dienstag zu einem Tempel am Rande der indischen Hauptstadt Neu-Delhi kamen, waren verzweifelt. Sie brauchen dringend Sauerstoff und medizinische Hilfe. Die humanitäre Tragödie, die die Corona-Pandemie auslöst, ist auf den Straßen allgegenwärtig. Die Covid-Patienten liegen auf notdürftigen Lagern auf der Straße. Oder in Autos, Lieferwagen und Rikschas. Oftmals warten sie vergeblich auf Hilfe. Die Krankenhäuser sind hoffnungslos überfüllt, in vielen gibt es keinen Sauerstoff mehr. Am Dienstag war die Zahl der Neuinfektionen zwar leicht zurückgegangen, lag aber den sechsten Tag in Folge über 300.000. Experten warnten davor, das als Zeichen der Besserung zu sehen. Vielmehr sie es das Resultat von weniger Tests. Zu viele positive Fälle würden nicht entdeckt, hieß es. Unterdessen trafen erste internationale Hilfslieferungen ein. Medienberichten zufolge trafen Beatmungsgeräte und Sauerstoff-Konzentratoren in der Hauptstadt Neu-Delhi aus Großbritannien ein. Aus anderen Ländern – darunter auch Deutschland – werden Hilfslieferungen erwartet. Auch US-Präsident Joe Biden kündigte Unterstützung an. Zunächst sollten Bauteile nach Indien geschickt werden, die das Land benötige, um Impfstoffe gegen das Coronavirus herzustellen. Derzeit werde diskutiert, wann die USA Vakzine dorthin liefern könnten, sagte Biden. Die Behörden haben rund 18 Millionen Infektionen verzeichnet - das ist nach den USA die zweithöchste Zahl weltweit. Die Anzahl der Toten wird auf über 200.000 geschätzt.. Gesundheitsexperten gehen auch hier von einer hohen Dunkelziffer aus.
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Erneut mehr als 300.000 Neuinfektionen an einem Tag, dazu eine hohe Dunkelziffer. Überfüllte Krankenhäuser, knapper Sauerstoff. In Indien spielt sich eine humanitäre Tragödie ab.

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